Motor­rad­fah­rer ver­an­stal­ten „Trau­er­par­tys” auf der Helle­fel­der Höhe

19. Mai 2020
von Redaktion

Seit über sechs Jah­ren setzt sich Jens Kuh­nen, Rats­mit­glied und Vor­sit­zen­der des Aus­schus­ses Arbei­ten und Leben uner­müd­lich gegen die unkon­trol­lier­ba­ren Aus­wüch­se des Lärms und der Rase­rei durch eini­ge unver­bes­ser­li­che Motor­rad­fah­rer ein. Die Helle­fel­der Höhe, ein belieb­ter Hot­spot für die­ser Kli­en­tel, ist dabei gera­de erneut in den Fokus gera­ten, da dort inner­halb kur­zer Zeit ein wei­te­rer Toter zu bekla­gen war. Das Schrei­ben eines Helle­fel­der Anwoh­ners, in dem die­ser von „Trau­er­par­tys” an der Unfall­stel­le berich­tet, nahm Kuh­nen zum Anlass das Ord­nungs­amt der Stadt Sun­dern, das bis­her kei­ne Kennt­nis von den Vor­gän­gen hat­te, um Unter­stüt­zung zu bit­ten. Mit Erlog, wie Jens Kuh­nen mit­teil­te. Das Ord­nungs­amt wer­de sich der Sache ent­spre­chend anneh­men.

 

Jens Kuh­nen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Die­ses Schrei­ben ist bei­spiel­haft für Wei­te­re und gibt die Ein­drü­cke wie­der, die mir auch von ande­ren Bür­ge­rin­nen und Bür­gern münd­lich berich­tet wur­den”, so Kuh­nen.

Zitat:

Guten Tag Herr Kunen,
es ist Ihnen sicher nicht ent­gan­gen, dass mit dem Som­mer­wet­ter auch das Motor­rad­pro­blem wie­der brand­ak­tu­ell ist. Hier zur Aktua­li­sie­rung ein paar Ein­drü­cke der letz­ten Tage: Neu sind die Trau­er­par­tys an der Unfall­stel­le, an der letz­te Woche ein 17jähriger sein Leben ver­lor. Seit­dem ist jeden Abend Trau­er­par­ty mit Fahr­zeu­gen ange­sagt, wobei offen­bar Pils­ge­nuss und lau­tes Gejoh­le ein Bestand­teil der Trau­er­ar­beit ist; eben­so das Anzün­den von Fried­hofs­lämp­chen im kno­chen­tro­cke­nen Fich­ten­wald und das Her­um­ste­hen im dunk­len Motor­rad­kom­bi am Stra­ßen­rand im Kur­ven­be­reich noch im Dun­keln. Eben­so das Anma­len von Leit­pfos­ten in Trau­er­far­be. Und natür­lich sind Kron­kor­ken vom Wald­ei­gen­tü­mer oder sonst wem auf­zu­sam­meln. Mei­ne Ein­fahrt am Kom­post­werk muss ich mir fast täg­lich von den meist aus­wär­ti­gen Bikern erbit­ten, die sich im abso­lu­ten Hal­te­ver­bot von den Anstren­gun­gen des Kur­ven­fah­rens erho­len. Abstand nach Coro­na-Regeln? Gilt offen­bar nicht, die Ört­lich­keit inter­es­siert ja auch die Ord­nungs­be­hör­de nicht, wie uns die Sun­derner Rat­haus­spit­ze bei unse­rem Tref­fen ver­deut­licht hat. Tage vor dem Unfall war eine Grup­pe jun­ger hei­mi­scher 125er-Endu­ro­fah­rer täg­lich mit diver­sen Stunts und Whee­lies zu beob­ach­ten, die am schö­nen Park­platz an der Kom­post­werk­ein­fahrt ihre Unge­stört­heit genoss. Der Wet­ter­be­richt und ein Fei­er­tag las­sen für die­se Woche noch eini­ges erwar­ten…
…Was muss eigent­lich pas­sie­ren, damit der Ex-Motor­rad­club­prä­si­dent sei­ne Ver­wei­ge­rungs­hal­tung auf­gibt das Ord­nungs­amt Sun­dern sei­ne Pflich­ten wahr­neh­men lässt?

Zitat Ende