Knapp ein Drit­tel der Arbeit­neh­mer im Hoch­sauer­land­kreis ist 50 Jah­re oder älter

29. April 2014
von Redaktion

In den letz­ten zehn Jah­ren ist der Anteil an den über 50-jäh­ri­gen Beschäf­tig­ten im Hoch­sauer­land­kreis um mehr als 70 Pro­zent gestie­gen – älte­re Beschäf­tig­te sind län­ger krank­ge­schrie­ben als jün­ge­re – Gesund­heits­för­de­rung im Betrieb gewinnt immer grö­ße­re Bedeutung

(Arns­berg, 28.04.2014). In den Betrie­ben im Hoch­sauer­land­kreis ver­än­dert sich die Alters­struk­tur der Arbeit­neh­mer signi­fi­kant in eine Rich­tung: Die Zahl der älte­ren Arbeit­neh­mer steigt ste­tig an. So waren Ende Juni 2003 ins­ge­samt 16.665 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­te im Kreis in der Alters­grup­pe 50 bis unter 65 Jah­re. Zehn Jah­re spä­ter (Stand 30. Juni 2013) waren es bereits 28.529 Arbeit­neh­mer – eine Stei­ge­rung von 71,2 Pro­zent. Gemes­sen an der Gesamt­zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten sind 30,5 Pro­zent der Arbeit­neh­mer in den Betrie­ben im Hoch­sauer­land­kreis 50 Jah­re oder älter. Der Anteil in NRW liegt bei 29,5 Pro­zent. Das ergab eine Aus­wer­tung der Kran­ken­kas­se IKK clas­sic anhand von Zah­len der Beschäf­ti­gungs­sta­tis­tik der Bun­des­agen­tur für Arbeit.

Älte­re Arbeit­neh­mer reagie­ren auf die Ansprü­che und Belas­tun­gen der Arbeits­welt ganz anders als jün­ge­re. „Älte­re Beschäf­tig­te sind oft län­ger krank­ge­schrie­ben, jün­ge­re dage­gen kür­zer, aber häu­fi­ger“, ver­deut­licht Frank Göcke­ler, Regio­nal­ge­schäfts­füh­rer der IKK clas­sic anhand des aktu­el­len Gesund­heits­be­richts der Kas­se. Ein Arbeit­neh­mer über 59 Jah­ren fehlt in NRW durch­schnitt­lich an 28 Tagen, fünf­mal so lan­ge wie einer unter 20 Jah­ren. Dar­über hin­aus schei­det laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt mehr als jeder vier­te Arbeit­neh­mer (27,8 Pro­zent) aus gesund­heit­li­chen Grün­den aus dem Erwerbs­le­ben aus.

„Die Gesund­erhal­tung der Mit­ar­bei­ter durch die betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung, vor allem bei der älte­ren Beleg­schaft, erhält in der Arbeits­welt dadurch eine immer grö­ße­re Bedeu­tung. Gera­de in Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels kann sie ein ent­schei­den­der Wett­be­werbs­vor­teil sein“, erklärt Frank Göcke­ler. Die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen hal­ten im Rah­men der betrieb­li­chen Gesund­heits­för­de­rung ver­schie­de­ne Ange­bo­te für Betrie­be bereit und unter­stüt­zen sie bei der Durch­füh­rung. Mehr Infos auch unter www​.ikk​-clas​sic​.de/​bgm oder tele­fo­nisch unter 02932/9796–51.