Jun­ge Brand­schüt­zer stel­len in 24 Stun­den-Übung ihr Kön­nen unter Beweis

3. Mai 2013
von Redaktion

130427-24h-Uebung JF Arnsberg 002 130427-24h-Uebung-JF-ArnsbeArns­berg.  Am Sams­tag, den 27. und Sonn­tag, den 28. April konn­ten ange­hen­de Brand­schüt­zer aus Arns­berg erneut ihr Kön­nen unter Beweis stel­len. Wie in jedem Jahr  stand das High­light für die älte­ren Ange­hö­ri­gen der Jugend­feu­er­wehr der Stadt Arns­berg an: Die 24 Stun­den-Übung. Die jugend­li­chen Wehr­leu­te, die bald selbst im Ein­satz­dienst ste­hen wer­den, zeig­ten bei die­sen Übun­gen im Rah­men ver­schie­de­ner rea­li­täts­ge­treu nach­ge­stell­ter Ein­satz­sze­na­ri­en, was sie in der Aus­bil­dung bei der Ju- gend­feu­er­wehr bereits gelernt haben. Dienst­be­ginn zur 24 Stun­den-Übung war am Sams­tag­mor­gen um 8:00 Uhr am Feu­er- wehr­ge­rä­te­haus in Arns­berg-Oeven­trop. Die Jugend­li­chen bezo­gen zunächst ihre Quar­tie­re, im Anschluss wur­de gemein­sam gefrüh­stückt. Nach der Stär­kung stand, wie auch im wirk­li­chen Leben, eine Fort­bil­dung zu den The­men­be­rei­chen Ers­te Hil­fe und Lei­ter­ret­tung an. Doch dann, kurz vor Been­di­gung der Fort­bil­dung, um zir­ka 11:30 Uhr kam der ers­te Alarm an die­sem Tag: Per­so­nen­ret­tung vom Dach der Fir­ma Eickel und Spin­del­dre­her in Oeven­trop. Nach der ers­ten Erkun­dung war schnell klar, dass eine Per­son mit Hil­fe einer Lei­ter vom Dach geret­tet wer­den muss­te. Die jun­gen Wehr­leu­te meis­ter­ten die Auf­ga­be gewis­sen­haft und konn­ten die ver­letz­te Per­son simu­liert dem Ret­tungs­dienst über­ge­ben. Nach einer kur­zen Pau­se ertön­te schon der nächs­te Alarm: In die­sem Fall han­del­te es sich um eine ein­ge­klemm­te Per­son nach einem Ver­kehrs­un­fall. Die­ser Ein­satz stell- te eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für die Jugend­li­chen dar, denn die ver­letz­te Per­son muss­te betreut und vor allem beru­higt wer­den. Die jugend­li­chen Ein­satz­kräf­te muss- ten zur Absi­che­rung der Ret­tungs­ar­bei­ten zusätz­lich einen Lösch­an­griff auf­bau­en, um eine etwai­ge Ent­zün­dung des Fahr­zeugs schnell unter Kon­trol­le zu bekom­men. Zudem muss­te auch noch die Ret­tung der Per­son aus dem Fahr­zeug bewäl­tigt wer- den.
Nach die­sem etwa zwei­stün­di­gen Ein­satz kehr­ten die Jugend­feu­er­wehr­leu­te sicht­lich geschafft in ihr Quar­tier zurück. Die Jugend­li­chen nutz­ten daher die Ein­satz­pau­se und stärk­ten sich mit einem Gril­len in gesel­li­ger Run­de. Jedoch ertön­te nach eini­ger Fach­sim­pe­lei der Mel­de­emp­fän­ger erneut. Die Mel­dung der Leit­stel­le des Hoch­sauer­land­krei­ses lau­te­te gegen 21:30 Uhr: Brand- ein­satz in Oeventrop–Brumlingsen auf dem Gelän­de der alten Zell­stoff­fa­brik. Bereits auf der Anfahrt war ein klei­ner Feu­er­schein zu erken­nen. Die ange­hen­den Wehr­leu­te kon­zen­trier­ten sich hier auf die schnel­le Her­stel­lung einer Was­ser­ver­sor­gung. Zur Un- ter­stüt­zung war eben­falls das Wech­sel­la­der­fahr­zeug der Arns­ber­ger Feu­er­wehr mit einem 11.000 Liter fas­sen­den Was­ser­be­häl­ter zur Ein­satz­stel­le alar­miert wor­den. Hier- über konn­te schnell eine aus­rei­chen­de Was­ser­ver­sor­gung an der Ein­satz­stel­le gesi- chert wer­den. Zusätz­lich muss­te jedoch ein Teil des benö­tig­ten Lösch­was­sers aus ei- nem neben­lie­gen­den Bach­lauf geför­dert wer­den. Nach rund einer  hal­ben Stun­de konn­te die Mel­dung „Feu­er aus!“ an die Ein­satz­lei­tung gemel­det wer­den. Nach die­sem ereig­nis­rei­chen Tag hat­ten sich die Jugend­feu­er­wehr­leu­te ihre Nacht- ruhe im Oeven­tro­per Quar­tier red­lich ver­dient. Die­se währ­te aber nur bis um kurz nach 02:30 Uhr als ein neu­er­li­cher Alarm die Mann­schaft aus dem Schlaf riss: Wan­de- rer hat­ten sich im Wald ver­lau­fen und fan­den nun nicht mehr zurück. Die jun­gen Blau­rö­cke kämpf­ten sich durch das Unter­holz und fan­den nach einer über ein­stün­di- gen Suche die unter­kühl­ten Wan­de­rer.  Der Letz­te Ein­satz war­te­te dann am frü­hen Sonn­tag­mor­gen auf die jun­gen Wehr­leu- te: Ein Spa­zier­gän­ger mel­de­te einen Feu­er­schein im Wald. Jedoch konn­te trotz län- gerer Suche kein Feu­er aus­ge­macht wer­den, sodass sich dies als ein Fehl­alarm her- aus­stell­te. Auch sol­che Ein­sät­ze müs­sen die künf­ti­gen Brand­schüt­zer spä­ter im Ein- satz­dienst bear­bei­ten. Nach die­sem frü­hen Start in den Tag konn­ten sich die Jugend­li­chen zum Abschluss die­ser beson­de­ren Aus­bil­dungs­maß­nah­me noch ein­mal bei einem gemein­sa­men Früh­stück stär­ken. Danach wur­de das Quar­tier auf­ge­räumt, und man ließ die ver- gan­ge­nen auf­re­gen­den Stun­den im Rah­men einer Nach­be­spre­chung noch ein­mal Revue pas­sie­ren. Als die 18 Jugend­feu­er­wehr­leu­te und ihre 7 Ausbilder/innen dann um 09:00 Uhr er- schöpft, aber zufrie­den wie­der in ihre Hei­mat­stand­or­te fuh­ren, waren sich alle sicher, dass es im nächs­ten Jahr eine Fort­set­zung die­ser belieb­ten Aus­bil­dung geben soll­te. Die Arns­ber­ger Jugend­feu­er­wehr bedankt sich auf die­sem Wege ganz herz­lich bei allen betei­lig­ten Per­so­nen und Fir­men, die es ermög­licht haben, die­se Übun­gen rea­li- täts­ge­treu aus­zu­füh­ren.
(Quel­le: OFF Chris­ti­na Seve­rin, Öffent­lich­keits­be­auf­trag­te der Jugend­feu­er­wehr)