Eltern ver­ar­bei­ten Ein­drü­cke vom Tag der offe­nen Tür

1. Februar 2013
von Redaktion

Auf­bau der bei­den neu­en Sekun­dar­schu­len

Arns­berg. Das Auf­bau­team hat­te zum Tag der offe­nen Tür ein­ge­la­den und zahl­rei­che inter­es­sier­te Eltern waren gekom­men: Als die Bin­n­er­feld­schu­le in Neheim-Hüs­ten am ver­gan­ge­nen Sams­tag Tür und Tor öff­ne­te, lie­ßen sich das rund 200 Besu­cher nicht ent­ge­hen. Sie alle woll­ten nicht auf die Gele­gen­heit ver­zich­ten, sich vor Ort und   mit Bei­sein zahl­rei­cher Exper­ten über die neue Schul­form der Sekun­dar­schu­le zu infor­mie­ren, an deren Auf­bau zahl­rei­che Akteu­re seit Mona­ten tat­kräf­tig mit­wir­ken. Das wirkt nun nach: Nach Beob­ach­tun­gen des Auf­bau­teams wägen der­zeit vie­le Eltern auf Basis der neu gewon­nen Infor­ma­tio­nen das Für und Wider einer Sekun­dar­schul­an­mel­dung inten­siv ab.

„Ich mer­ke, wie es in der Stadt bro­delt. Die Eltern ver­ar­bei­ten ihre Ein­drü­cke aus dem Tag der offe­nen Tür und kom­men mit vie­len nach­träg­li­chen Fra­gen auf mich zu“, resü­miert Meinolf Bru­ne, der sich als Vater und Unter­stüt­zer der neu­en Schul­form enga­giert und im Auf­bau­team Neheim mit von der Par­tie ist. „Inso­fern kann man sagen, dass die Ver­an­stal­tun­gen am Wochen­en­de ein vol­ler Erfolg waren. Die Eltern wur­den dazu ange­sto­ßen, sich tie­fer mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­zu­set­zen und suchen jetzt im Nach­hin­ein wei­ter den Kon­takt zu uns Ansprech­part­nern.“

Am Tag der offe­nen Tür, der von 10 bis 14 Uhr alle Inter­es­sier­ten an den Schul­stand­ort der Bin­n­er­feld­schu­le ein­ge­la­den hat­te, stan­den den Besu­chern zahl­rei­che kom­pe­ten­te Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung: die Pla­nungs­grup­pe, Ver­tre­ter des Schul­trä­gers, der Koope­ra­ti­ons­part­ner und die Schul­ent­wick­lungs­be­glei­ter der Bezirks­re­gie­rung waren ange­reist, um ihre Erfah­run­gen sowie ihr Wis­sen an die Eltern wei­ter­zu­ge­ben.

Gro­ßes Inter­es­se an der neu­en Schul­form Auf die­se Wei­se konn­ten nicht nur Unklar­hei­ten besei­tigt, son­dern auch kon­kre­te Fra­gen geklärt wer­den. „Mir ist ganz beson­ders auf­ge­fal­len, dass vie­le der Besu­cher nicht mehr mit all­ge­mei­nen Fra­gen zur Sekun­dar­schu­le an sich auf uns zuka­men, son­dern eher mit Detail­fra­gen, die das kon­kre­te „Wie“ der neu­en Schul­form betra­fen“, so Meinolf Bru­ne. „Anfäng­li­che Skep­sis ist mitt­ler­wei­le einer Begeis­te­rung für die neue Schul­form gewi­chen. Das hat uns alle sehr gefreut und die Ver­an­stal­tung aus unse­rer Sicht zu einem vol­len Erfolg gemacht.“

Ein­ge­la­den hat­ten die Orga­ni­sa­to­ren ins­be­son­de­re Eltern der Viert­kläss­ler und ihre Kin­der, herz­lich emp­fan­gen wur­den aber natür­lich alle Inter­es­sier­ten. Und das waren eine Men­ge: Kin­der, Jugend­li­che, Väter, Müt­ter, Groß­el­tern, Leh­re­rin­nen und Leh­rer, Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker ström­ten in die gut vor­be­rei­te­ten Emp­fangs­or­te der Nehei­mer Bin­n­er­feld­schu­le, die sich extra für die­sen Tag her­aus­ge­putzt hat­te. Schon vor dem offi­zi­el­len Beginn der Ver­an­stal­tung kamen die Betei­lig­ten mit­ein­an­der ins Gespräch. So ent­wi­ckel­ten sich ange­reg­te Dis­kus­sio­nen, aus denen die Besu­cher vie­le wich­ti­ge Infos mit nach Hau­se nah­men.

„Mir ist sowohl von den Eltern als auch von den enga­gier­ten Mit­glie­dern des Auf­bau­teams ein beson­ders posi­ti­ver Ein­druck haf­ten geblie­ben“, berich­tet Micha­el Fritz, Geschäfts­füh­rer des ZNL Trans­fer­zen­trum für Neu­ro­wis­sen­schaf­ten und Ler­nen Ulm, der eigens zum Tag der offe­nen Tür am Stand­ort Neheim ange­reist war. „Die Exper­ten vor Ort konn­ten den Eltern Klar­heit ver­schaf­fen und wirk­ten sehr kun­dig und über­zeugt von der Idee der Sekun­dar­schu­le. Die Eltern wie­der­um schie­nen bereit, sich auf etwas Neu­es ein­zu­las­sen.“ Fritz, der den Pro­zess in Arns­berg seit rund 1,5 Jah­ren von außen beglei­tet, beob­ach­tet eine bemer­kens­wer­te Ent­wick­lung bei der Bewusst­seins­bil­dung rund um das The­ma Sekun­dar­schu­le – von anfäng­li­cher Skep­sis und vie­len Schwie­rig­kei­ten zu nun deut­li­cher Begeis­te­rung und einem kon­struk­ti­ven Dia­log zwi­schen Exper­ten und Eltern.

Vie­le Fra­gen, vie­le Ant­wor­ten In einer herz­li­chen Begrü­ßungs­re­de skiz­zier­te das Auf­bau­team am Tag der offe­nen Tür die Beson­der­hei­ten der neu­en Team­schu­le kurz und knapp, bevor sich die Teil­neh­mer  auf die ein­zel­nen Info­stän­de bzw. –räu­me ver­teil­ten und sich so geziel­te Infor­ma­tio­nen zu ihren spe­zi­el­len Fra­gen und The­men­ge­bie­ten holen konn­ten. Und das taten sie: „Bei mir kamen eigent­lich die gan­ze Zeit über immer wie­der neue Besu­cher vor­bei, die zum Teil auch ganz per­sön­li­che Fra­gen stell­ten“, berich­tet Regi­na Müns­ter­mann, die als Leh­re­rin an der Bin­n­er­feld­schu­le tat­kräf­tig das Auf­bau­team unter­stützt. Dass sie für die neue Schul­form Feu­er und Flam­me ist, merkt man schnell: „Die Sekun­dar­schu­le bie­tet zahl­rei­che Vor­tei­le und über­zeugt mit vie­len Stär­ken“, erklärt Müns­ter­mann. „Das geht damit los, dass die Schü­ler die­ser neu­en Schu­le beson­ders stark unter Beob­ach­tung ste­hen und Leh­rer beson­ders enga­giert sein wer­den, da es sich um die Anfän­ge der neu­en Schul­form han­delt und sich noch kei­ne Rou­ti­nen oder ähn­li­ches ein­ge­schli­chen haben. Dar­über hin­aus wer­den die Eltern aktu­ell stark mit ein­be­zo­gen und kön­nen sich ein­brin­gen. Was schließ­lich den Unter­richt selbst angeht, so kal­ku­liert die Sekun­dar­schu­le die Unter­schied­lich­keit der Schü­ler von vorn­her­ein mit ein, anstatt, wie ande­re Schul­for­men, irr­tüm­li­cher­wei­se von einer Homo­ge­ni­tät aus­zu­ge­hen.“

Und, so kann Müns­ter­mann besorg­te Eltern an die­sem Tag beruhigen.Das funk­tio­niert, wie ande­re Schu­len es uns schon vor­ge­macht haben, mit gemisch­ten Lern­grup­pen gut Auf­ga­ben wer­den bei­spiels­wei­se auf ver­schie­de­nen Niveaus gestellt, so dass man allen Bega­bun­gen gerecht wer­den kann. Abschu­lung auf eine ande­re Schul­form oder Sit­zen­blei­ben kann ver­mie­den wer­den – ein wei­te­rer Vor­teil, da bei­des nach­tei­lig für das Selbst­wert­ge­fühl der Jugend­li­chen ist.

Das gro­ße Inter­es­se der Besu­cher an Fra­gen wie „Wer wird an der neu­en Schu­le unter­rich­ten?“, „Wel­chen Stel­len­wert wird das The­ma Inklu­si­on dort ein­neh­men?“, „Wie genau sieht das neue Raum­kon­zept aus?“ und „Wie kann sicher­ge­stellt wer­den, dass Kin­der mit Gym­na­sial­emp­feh­lung nicht unter­for­dert wer­den?“ wer­ten die betei­lig­ten Akteu­re aus dem Auf­bau­team als äußerst posi­tiv und kon­struk­tiv. „Bei unse­ren aller­ers­ten Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen zum The­ma Sekun­dar­schu­le sind wir noch sehr oft auf Skep­sis und Zwei­fel gesto­ßen. Dem gegen­über begeg­nen wir jetzt Ver­ständ­nis und ech­ter Begeis­te­rung. Die Kin­der wer­den sich hier wohl­füh­len. Das spürt man bereits jetzt und das tut gut“, erklärt Bru­ne. Für ihn als Vater und damit selbst Teil der Ziel­grup­pe ist völ­lig klar, war­um die Sekun­dar­schu­le bes­te Aus­sich­ten für die Zukunft bie­tet: „Es exis­tiert ein ganz­heit­li­ches, in sich selbst kom­plett schlüs­si­ges und glaub­wür­di­ges Kon­zept, das lang­fris­tig ange­legt ist und nicht gleich nach der nächs­ten Kur­ve endet“, so Bru­ne. Das spie­ge­le sich in der Kon­zep­ti­on des Tages der offe­nen Tür klar wie­der: Vor Ort waren bei­spiels­wei­se auch die Berufs­kol­legs als wei­ter­füh­ren­de Schu­len, so dass sich die Eltern einen Rund­um­blick auf das ver­schaf­fen konn­ten, was ihre Kin­der ver­mut­lich bald erwar­tet. Die Plä­ne der neu­en Schu­le wur­den durch ein ortan­säs­si­ges Archi­tek­tur­bü­ro und Ver­tre­ter des Bau­am­tes greif­bar und plas­tisch erklärt. Die Kin­der der 5. Klas­se wer­den im reno­vier­ten Vario­tra­ckt der Bin­n­er­feld­schu­le neue Klas­se­räu­me vor­fin­den, die den aktu­el­len Bedürf­nis­sen einer neu­en Schu­le und ihrem päd­ago­gi­schen Kon­zept­ent­spre­chen wer­den.

Auch an die Kin­der war am Tag der offe­nen Tür in Neheim gedacht: Vom „Raum des Stau­nens und Ent­de­ckens“ über den Sin­nes­par­cour zum The­ma „Gesun­de Ernäh­rung“ bis hin zu einer „Ide­en­werk­statt“, in der die Jün­ge­ren krea­ti­ve Model­le und Ent­wür­fe einer Traum­schu­le erstel­len konn­ten, war alles dabei.

Am kom­men­den Mon­tag beginnt um 10 Uhr das Anmel­de­ver­fah­ren für die bei­den neu­en Sekun­dar­schu­len im Rat­haus der Stadt sowie im Bür­ger­zen­trum Bahn­hof Arns­berg.