Bür­ger­meis­ter Vogel bekennt sich zur Arns­ber­ger Feuerwehr

27. März 2013
von Redaktion
Bürgermeister Hans-Josef Vogel im Gespräch mit den Leitern der sechs neu geschaffenen Basislöschzüge und der Leitung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Arnsberg.

Bür­ger­meis­ter Hans-Josef Vogel im Gespräch mit den Lei­tern der sechs neu geschaf­fe­nen Basis­lösch­zü­ge und der Lei­tung der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr der Stadt Arnsberg.

Arns­berg-Neheim. (Hoch­sauer­land)  Die Lei­ter der sechs neu geschaf­fe­nen Basis­lösch­zü­ge der Arns­ber­ger Feu- erwehr stat­te­ten Arns­bergs Bür­ger­meis­ter Hans-Josef Vogel in Beglei­tung ihrer Wehr- füh­rung und des zustän­di­gen städ­ti­schen Fach­be­reichs­lei­ters Hel­mut Mel­chert am 26. März ihren Antritts­be­such ab. Vogel hat­te die Feu­er­wehr-Füh­rungs­kräf­te ins Ne- hei­mer Rat­haus ein­ge­la­den, um mit ihnen über die Ent­wick­lung der noch jun­gen gestraff­ten Struk­tur der Arns­ber­ger Wehr zu reden und um zu erfah­ren, wo in den Ein- hei­ten der Schuh drückt. In den Basis­lösch­zü­gen sind jeweils zwei bis drei Lösch­zü­ge oder Lösch­grup­pen zu- sam­men­ge­schlos­sen. Jedem Basis­lösch­zug steht ein sog. Lei­ten­der Lösch­zugfüh­rer vor – die koope­rie­ren­den Lösch­zü­ge und Lösch­grup­pen wer­den jeweils von einem ört­li­chen Ein­hei­ten­füh­rer gelei­tet. Die­se effi­zi­en­te Struk­tur der Arns­ber­ger Feu­er­wehr ist ein Ergeb­nis zwei­er Work­shops, die die Feu­er­wehr zusam­men mit Ver­tre­tern der im Rat der Stadt Arns­berg ver­tre­te­nen Par­tei­en im Rah­men der Fort­schrei­bung des Brand­schutz­be­darfs­plans durch­ge­führt haben. Arns­ber­ger Feu­er­wehr als Vor­bild für Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen Die Wehr­män­ner konn­ten dem Bür­ger­meis­ter von einem erfolg­rei­chen Ver­lauf der Eta­blie­rung der neu­en Füh­rungs­struk­tu­ren berich­ten. Der Pro­zess des Zusam­men- wach­sens der Ein­hei­ten sei nach anfäng­li­chen Beden­ken gut gestar­tet und in eini- gen Basis­lösch­zü­gen bereits erfreu­lich weit fort­ge­schrit­ten. Trotz der Zusam­men- schlüs­se sei die Feu­er­wehr aber auch wei­ter­hin vor Ort prä­sent, was auch Fach­be- reichs­lei­ter Mel­chert posi­tiv her­vor­hob. Nach über­ein­stim­men­der Ansicht sei die von der Arns­ber­ger Wehr gewähl­te Struk­tur ein sehr guter Mit­tel­weg zwi­schen per­so­na­lin- ten­si­ver Klein­tei­lig­keit und anony­men Groß-Ein­hei­ten, der von den Feu­er­wehran­ge- höri­gen mitt­ler­wei­le gut ange­nom­men wer­de. Die­ser Neu­zu­schnitt der Feu­er­wehr in der Ruhr-Stadt kön­ne auch als Vor­bild für ande­re Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen die­nen, die sich den Aus­wir­kun­gen des demo­gra­fi­schen Wan­dels stel­len müs­sen, um wei­ter- hin zukunfts­fä­hig zu bleiben.

Die Füh­rungs­kräf­te mach­ten Bür­ger­meis­ter Vogel jedoch auch deut­lich, dass die in dem kürz­lich vom Stadt­rat ein­mü­tig beschlos­se­nen Brand­schutz­be­darfs­plan fest­ge- leg­ten Maß­nah­men zur Siche­rung des Fort­be­stan­des der Wehr wie vor­ge­se­hen um- gesetzt wer­den müs­sen – auch wenn sie die Stadt ange­sichts ihrer pre­kä­ren Haus- halts­la­ge vor nicht zu ver­leug­nen­de finan­zi­el­le Her­aus­for­de­run­gen stell­ten. Eine leis- tungs­fä­hi­ge Feu­er­wehr gebe es jedoch nun mal nicht zum Null­ta­rif. Und eine ehren- amt­lich getra­ge­ne Wehr sei um ein Viel­fa­ches kos­ten­güns­ti­ger, als eine Pflicht­feu­er- wehr, die die Stadt ein­rich­ten müs­se, wenn sich nicht mehr genü­gend Ehren­amt­li­che in den Dienst des Brand­schut­zes stell­ten. Die ehren­amt­lich täti­gen Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­gen hät­ten im Schul­ter­schluss mit der Kom­mu­nal­po­li­tik mit der Erstel­lung des Brand­schutz­be­darfs­plans ihre Haus­auf­ga­ben gemacht und eine gute Vor­ar­beit geleis­tet. Nun sei es an der Ver­wal­tung, die be- schlos­se­nen Maß­nah­men umzu­set­zen. Dies sei eine kon­kre­te Erwar­tung aller Feu­er- wehr­an­ge­hö­ri­gen, die nicht ent­täuscht wer­den dür­fe. Andern­falls schwin­de das Ver- trau­en in die Ver­wal­tung und die Poli­tik, was fata­le Aus­wir­kun­gen auf die Moti­va­ti­on der Wehr­leu­te haben kön­ne. Bür­ger­meis­ter Vogel: „Wir müs­sen zur Feu­er­wehr ste­hen!“ Die­se mah­nen­den Wor­te fie­len bei Bür­ger­meis­ter Vogel auf frucht­ba­ren Boden. Er ver­stand die Befürch­tun­gen der Feu­er­wehr-Abord­nung und bekräf­tig­te: „Die Be- schluss­la­ge des Rates muss umge­setzt wer­den!“. Auch ein haus­halts­in­ten­si­ves Pro­jekt wie der beschlos­se­ne und not­wen­di­ge Neu­bau eines gemein­sa­men Feu­er­wehr­hau- ses für den Lösch­zug Bruch­hau­sen und die Lösch­grup­pe Nie­der­ei­mer im Gewer­be- gebiet Nie­der­eim­erfeld sol­le wei­ter ver­folgt wer­den. Vogel dazu: „Ich sehe kei­ne Hin­der­nis­se für die­ses Pro­jekt.“ Über­dies wur­den wei­te­re zukunfts­wei­sen­de Pro­jek­te der Arns­ber­ger Feu­er­wehr erör- tert, wie etwa das Her­ab­set­zen des Ein­tritts­al­ters in die Jugend­feu­er­wehr auf 10 Jah- re oder die Mög­lich­kei­ten einer Akti­vie­rung der „Feu­er­wehr-Rent­ner“, also die­je­ni- gen Akti­ven, die mit 60 Jah­ren in die sog. Ehren­ab­tei­lung über­wech­seln. Hier müss- ten die recht­li­chen Mög­lich­kei­ten geprüft und unter Ein­bin­dung der Ehren­ab­tei­lung voll aus­ge­schöpft wer­den, um die akti­ven Wehr­leu­te ent­las­ten zu kön­nen. Abschlie­ßend brach­te Bür­ger­meis­ter Vogel die Inhal­te des sehr kon­struk­ti­ven Ge- sprächs auf den Punkt: „Wir müs­sen zur Feu­er­wehr ste­hen und die Inhal­te des Brand- schutz­be­darfs­plans umset­zen.“ Dar­in waren sich alle Anwe­sen­den einig, eben­so wie in der Tat­sa­che, dass die­ser Gedan­ken­aus­tausch zum gegen­sei­ti­gen Ver­ste­hen bei- getra­gen habe und dies kei­ne ein­ma­li­ge Zusam­men­kunft blei­ben sol­le. Die Arns­ber- ger Feu­er­wehr jeden­falls ist stets gern zum Dia­log bereit – zum gegen­sei­ti­gen Nut­zen von Ver­wal­tung, Poli­tik, Feu­er­wehr und nicht zuletzt der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, de- ren Schutz sich die Arns­ber­ger Blau­rö­cke ver­schrie­ben haben.