Arns­ber­ger Brand­schutz­be­darfs­plan geht an die Basis

14. Januar 2013
von Redaktion

- 130 Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­ge infor­mie­ren sich über Inhal­te

Arnsberger Brandschutzbedarfsplan geht an die Basis

Arns­ber­ger Brand­schutz­be­darfs­plan geht an die Basis

Arns­berg. (Hoch­sauer­land) 130 Feu­er­wehr­män­ner und –frau­en aus den Ein­hei­ten der Frei­wil­li­gen Feu- erwehr der Stadt Arns­berg nutz­ten am Sams­tag, den 12. Janu­ar eine fünf­stün­di­ge Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung, um sich inten­siv über Inhal­te und Aus­wir­kun­gen der Ende Novem­ber 2012 vom Rat der Stadt Arns­berg beschlos­se­nen Fort­schrei­bungs­fas­sung des Brand­schutz­be­darfs­plans der Ruhr-Stadt zu infor­mie­ren. Die­ser von jeder Kom- mune auf­zu­stel­len­de Plan schreibt die für die Sicher­stel­lung eines aus­rei­chen­den Brand­schut­zes erfor­der­li­che per­so­nel­le und mate­ri­el­le Aus­stat­tung und Orga­ni­sa­ti­on der Feu­er­wehr einer Gemein­de fest. Wehr­füh­rer Bernd Löhr begrüß­te um 09:00 Uhr zusam­men mit sei­nen Stell­ver­tre­tern Harald Kroll und Mar­tin Känz­ler, dem zustän­di­gen städ­ti­schen Fach­be­reichs­lei­ter Hel­mut Mel­chert und dem von der Stadt Arns­berg beauf­trag­ten Gut­ach­ter Hans Roy, wel­chem die Feder­füh­rung der Fort­schrei­bung oblag, die inter­es­sier­ten Wehr- leu­te sowie den Vor­sit­zen­den des zustän­di­gen städ­ti­schen Aus­schus­ses Huber­tus Man­to­an im Arns­ber­ger Sauer­land­thea­ter. Nach kur­zen ein­lei­ten­den Wor­ten des Wehr­füh­rers stell­te Gut­ach­ter Roy in einem kurz­wei­li­gen Vor­trag aus­führ­lich den Wer­de­gang und die Inhal­te des aktua­li­sier­ten Brand­schutz­kon­zepts der Stadt dar. Hier­bei ging er inten­siv auf Aspek­te des Bevöl­ke­rungs­wan­dels und der demo­gra­fi- schen Rah­men­be­din­gun­gen ein, die die Arns­ber­ger Feu­er­wehr in den kom­men­den Jah­ren vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen stel­len wer­den. Er mach­te den Anwe­sen­den deut­lich, dass bedeu­ten­de struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen im Auf­bau der Wehr erfor­der- lich sein wer­den, um auch in Zukunft einen aus­rei­chen­den und schlag­kräf­ti­gen Feu- erschutz sowie eine effi­zi­en­te Gefah­ren­ab­wehr zu gewähr­leis­ten.
59821 Arns­berg, den 12. Janu­ar 2013 Anschrift: Ennertstr. 8  Aus­kunft erteilt:
Hilfs­fris­ten und Ziel­er­rei­chungs­gra­de bestim­men Aus­rich­tung der Wehr Als bestim­men­de Fak­to­ren bei der zukunfts­fä­hi­gen Aus­rich­tung der Arns­ber­ger Wehr strich Gut­ach­ter Roy die Begrif­fe Hilfs­fris­ten und Ziel­er­rei­chungs­gra­de her­aus. Als Hilfs­frist wird die Zeit bezeich­net, die zwi­schen dem Ein­gang eines Not­ru­fes bei der Feu­er­wehr-Leit­stel­le und dem Ein­tref­fen des ers­ten Feu­er­wehr­fahr­zeugs an der Ein- satz­stel­le ver­geht. Unter dem Ziel­er­rei­chungs­grad ver­steht man den pro­zen­tua­len Anteil der Fäl­le, in denen die Feu­er­wehr mit einer min­des­tens zehn­köp­fi­gen Mann- schaft inner­halb der Hilfs­frist vor Ort ein­trifft. Zur Ermitt­lung des Ziel­er­rei­chungs­gra­des wer­den fest­ge­leg­te Ein­satz­ar­ten her­an­ge­zo­gen, bei denen die Feu­er­wehr min­des- tens in der vor­ge­nann­ten Stär­ke alar­miert wird. Auf­bau­end auf die­sen Infor­ma­tio­nen stell­te Hans Roy in der Fol­ge die in dem Brand- schutz­be­darfs­plan auf­ge­führ­ten viel­schich­ti­gen Maß­nah­men vor, die in meh­re­ren Abschnit­ten bis zum Jahr 2018 dazu bei­tra­gen sol­len, den Ziel­er­rei­chungs­grad inner- halb der Stadt Arns­berg zu erhö­hen. Kern­punk­te hier­bei waren zum einen die erst- mali­ge Fest­le­gung einer Min­dest-Mann­schafts­stär­ke von 12 aus­ge­bil­de­ten und ein- satz­fä­hi­gen Wehr­leu­ten in den Ein­hei­ten der Arns­ber­ger Feu­er­wehr. Unter­schrei­tet eine Ein­heit die­sen Wert für mehr als ein Jahr, wird sie mit einer ande­ren Ein­heit zu- sam­men­ge­legt. Zum ande­ren sorg­te der geplan­te Neu­bau eines gemein­sa­men Feu­er­wehr­ge­rä­te­hau­ses für die Weh­ren aus Bruch­hau­sen und Nie­der­ei­mer im Ge- wer­be­ge­biet Nie­der­eim­erfeld für Dis­kus­sio­nen unter den Anwe­sen­den. Durch die­se Maß­nah­me soll ins­be­son­de­re tags­über die Ein­satz-Effi­zi­enz im Gebiet Nie­der­ei­mer- Bruch­hau­sen-Hüs­ten-Her­drin­gen durch die Ein­bin­dung von Feu­er­wehr-Ein­satz­kräf­ten, die bei einem nahe­ge­le­ge­nen Che­mie-Betrieb und bei den eben­falls in der Nähe ange­sie­del­ten Stadt­wer­ken arbei­ten, ver­bes­sert wer­den. Im Anschluss an den Vor- trag des Gut­ach­ters war dies dann auch das bestim­men­de The­ma einer kur­zen Dis- kus­si­on über die vor­ge­stell­ten Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung des Brand­schut­zes und der Hil­fe­leis­tung in Arns­berg.
„Noch nie wur­de der Brand­schutz in der Stadt Arns­berg der­art trans­pa­rent kom­mu­ni- ziert.“ (Wehr­füh­rer Bernd Löhr) Wehr­füh­rer Bernd Löhr zog zum Abschluss der Ver­an­stal­tung ein posi­ti­ves Fazit und rich­te­te den Blick dabei auch auf den gesam­ten Pro­zess der Fort­schrei­bung des Brand­schutz­be­darfs­plans: „Mit die­ser neu­ar­ti­gen und erst­mals durch­ge­führ­ten Ver- anstal­tung haben wir alle Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­gen in der Stadt in die Kon­zep­tio­nie- rung des Brand­schut­zes ein­ge­bun­den. Noch nie wur­de der Brand­schutz in der Stadt Arns­berg der­art trans­pa­rent kom­mu­ni­ziert: Ange­fan­gen bei den bei­den Work­shops unter Ein­bin­dung der Kom­mu­nal­po­li­tik über zahl­rei­che Infor­ma­ti­ons­ter­mi­ne bei den kom­mu­nal­po­li­ti­schen Gre­mi­en, Ver­an­stal­tun­gen für die Feu­er­wehr-Füh­rungs­kräf­te bis hin zu der heu­ti­gen Zusam­men­kunft für alle inter­es­sier­ten Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­gen. Ich dan­ke allen, die das Gebot der Stun­de erkannt haben und durch ihre Mit­ar­beit an die­sem Pro­zess aktiv dazu bei­getra­gen haben, die Struk­tur des Brand­schut­zes und der Hil­fe­leis­tung in unse­rer Stadt ori­en­tiert an den künf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen zu- kunfts­fä­hig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Denn auch hier gilt: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“