Arns­berg: Feu­er­wehr ret­tet Pferd vor Erfrie­rungs­tod – Fotos

11. Februar 2013
von Redaktion

130210-Tierrettung Gut Wintrop 002 Gut Win­trop (Arns­berg). (Hoch­sauer­land) Zu einem nicht all­täg­li­chen Ret­tungs-Ein­satz rück­ten am Sonn­tag, den 10. Febru­ar um 20:34 Uhr meh­re­re Ein­hei­ten der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr der Stadt Arns- berg zum Gut Win­trop bei Arns­berg aus. Der Feu­er­wehr-Leit­stel­le war gemel­det wor­den, dass ein Pferd, das auf dem Gut ein­ge­stallt ist, unter einen Holz­sta­pel gera­ten und dort der- art ein­ge­klemmt sei, dass es sich aus eige­ner Kraft nicht befrei­en kön­ne. Dar­auf­hin wur­den die Haupt­wa­che, der Lösch­zug Arns­berg sowie die Lösch­grup­pe Wen­nig­loh alar­miert, um den in Bedräng­nis gera­te­nen Vier­bei­ner aus sei­ner Zwangs­la­ge zu befrei­en.  Die Erkun­dung der ers­ten Ein­satz­kräf­te vor Ort ergab, dass die knapp sechs­jäh­ri­ge Pfer­de­da­me „Mrs. Elli” aus noch unge­klär­ter Ursa­che den ver­schnei­ten und ver­eis­ten abschüs­si­gen Hang einer Pfer­de-Kop­pel in der Nähe des Guts­ho­fes her­ab­ge­rutscht war. Auf der Sei­te lie­gend durch­brach das Tier nach gut 100 Meter einen Wei­de­zaun und rutsch­te unter eini­ge neben der Wei­de lie­gen­de Holz­stäm­me. Aus die­ser Lage konn­te es sich aus eige­ner Kraft nicht mehr befrei­en. Der Unfall wur­de ent­deckt, nach­dem das Pferd abends nicht zusam­men mit den ande­ren Tie­ren von der Wei­de in den Stall zurück­kam. Da das Tier höchst­wahr­schein-ich bereits meh­re­re Stun­den abseits der Wie­se  bei Tem­pe­ra­tu­ren unter dem Gefrier­punkt auf dem gefro­re­nen Boden lag, galt es für die Ret­tungs­kräf­te, schnell zu han­deln, um eine wei­te­re Unter­küh­lung des Pfer­des zu ver­hin­dern.  Ein her­bei­ge­ru­fe­ner Tier­arzt stell­te das Tier zunächst mit einem Medi­ka­ment ruhig, damit es sich nicht in Panik im Zuge der Ret­tungs­ar­bei­ten selbst ver­letz­te. Die wei­te­ren Maß­nah­men wur­den durch die Feu­er­wehr dann so geräusch­los wie mög­lich ein­ge­lei­tet, um das Tier nicht wei­ter zu beun­ru­hi­gen und dadurch zu gefähr­den. Die Wehr­leu­te schaff­ten End­los­schlau­fen und brei­te Schläu­che her­bei, die dem Pferd um die Vor­der­läu­fe gelegt wur­den. Ein Trak­tor als gelän­de­gän­gigs­te Zug­ma­schi­ne posi­tio­nier­te sich zeit­gleich auf dem höchs­ten Punkt der Kop­pel. An des­sen Seil­win­de wur­den dann die Schlau­fen befes­tigt, und die Ein­satz­kräf­te konn­ten nach gut einer Stun­de damit begin­nen, das Pferd unter den Holz­stäm­men her­vor­zu­zie­hen. Dies gelang auch, jedoch konn­te das Tier auf Grund der ein­ge­tre­te­nen Schwä­chung und des ver­ab­reich­ten Beru­hi­gungs­mit­tels nicht aus eige­ner Kraft zur wei­te­ren tier­ärzt­li­chen Behand­lung in den Stall gelan­gen. Daher wur­de es mit Hil­fe des Trak­tors unter stän­di­ger Be-glei­tung von Ein­satz­kräf­ten und besorg­ten Pfer­de­be­sit­zern behut­sam über die Wie­se in sei­ne Box im Pfer­de­stall trans­por­tiert, wo die wei­te­re Behand­lung durch den Tier­arzt erfolg­te.  Über den Gesund­heits­zu­stand des Pfer­des lie­gen der Feu­er­wehr kei­ne abschlie­ßen­den Er-kennt­nis­se vor. Jedoch hof­fen die rund 30 ein­ge­setz­ten Ret­tungs­kräf­te, die an die­sem Abend mit 7 Fahr­zeu­gen rund zwei Stun­den lang im Ein­satz  waren, dass sich „Mrs. Elli” voll­stän­dig erholt und im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes wie­der auf die Bei­ne kommt!