Arns­berg 2020 Inklu­si­ons­bei­rat für Arns­berg

1. Februar 2013
von Redaktion

Sehr geehr­ter Herr Bür­ger­meis­ter Vogel,

die SPD-Frak­ti­on im Rat der Stadt Arns­berg bean­tragt die Ein­rich­tung eines Inklu­si­ons­bei­rats.”

 

Begrün­dung:

In Anleh­nung an den von Sozi­al­mi­nis­ter Gun­tram Schnei­der ins Leben geru­fe­nen Inklu­si­ons­bei­rat NRW hal­ten wir es für unum­gäng­lich und not­wen­dig, einen Bei­rat auch für die Stadt Arns­berg zu instal­lie­ren. Eine zusätz­li­che Bera­tung und Unter­stüt­zung durch einen Inklu­si­ons­bei­rat ist für die Umset­zung der Inklu­si­on von gro­ßem Vor­teil. Die Sicher­stel­lung der gleich­be­rech­tig­ten Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­run­gen an allen Berei­chen der Gesell­schaft (Inklu­si­on) ist eine der zen­tra­len Auf­ga­ben auch auf kom­mu­na­ler Ebe­ne. Dabei ist die Zusam­men­ar­beit mit den direkt und indi­rekt Betrof­fe­nen von gro­ßer Bedeu­tung. Im Bereich der Sicher­stel­lung von Bar­rie­re­frei­heit zum Bei­spiel exis­tiert mit der Behin­der­ten Inter­es­sen Ver­tre­tung (BIV) bereits ein funk­tio­nie­ren­des Modell.

Das dring­lichs­te und schwie­rigs­te Pro­blem­feld ist zur­zeit die Umset­zung der schu­li­sche Inklu­si­on. Dabei sind prak­ti­sche Aus­füh­run­gen in bau­li­cher, sach­li­cher und orga­ni­sa­to­ri­scher Hin­sicht außer­or­dent­lich kom­plex, und gera­de Nicht­be­trof­fe­nen fällt es schwer, alle Facet­ten mit zu beden­ken.

Es ist aus unse­rer Sicht daher nötig, Angehörige/ Eltern, Selbst­hil­fe­grup­pen und ihre Inter­es­sen­ver­bän­de mög­lichst früh in Ent­schei­dun­gen mit ein­zu­be­zie­hen und ihre Rat­schlä­ge ein­zu­ho­len.

Wir schla­gen daher vor, die­se mit zum Bei­spiel Ver­tre­tern der Schu­len (soweit es um schu­li­sche Inklu­si­on geht), der Ver­wal­tung und der Kom­mu­nal­po­li­tik in einem Inklu­si­ons­bei­rat an einen Tisch zu brin­gen, um im Vor­feld von Ent­schei­dun­gen zu einem abge­stimm­ten Vor­ge­hen aller Sei­ten zu kom­men. Mög­li­cher­wei­se kos­ten­in­ten­si­ve Nach­bes­se­run­gen kön­nen durch eine der­ar­ti­ge Ein­bin­dung der Betrof­fe­nen ver­mie­den wer­den.

Die genau­en Moda­li­tä­ten, ins­be­son­de­re die Rech­te und Pflich­ten des Bei­ra­tes und des­sen Zusam­men­set­zung sind mög­lichst bereits in Zusam­men­ar­beit mit den Betrof­fe­nen zu klä­ren.