60 Sekun­den Adre­na­lin pur.

1. Februar 2014
von Redaktion
Die Medaillengewinnerin zeigt den Kindern die Trophäe

Die Medail­len­ge­win­ne­rin zeigt den Kin­dern die Trophäe

Ein rasanter eiskalter  Sport. Nichts für schwache Nerven

Ein rasan­ter eis­kal­ter Sport. Nichts für schwa­che Nerven

Die  For­mel 1 im Eis­ka­nal in Winterberg.

FIBT Junio­ren Welt­meis­ter­schaft Bob & Ske­le­ton. Die Aka­de­mie 6 bis 99 aus Arns­berg ist life dabei. Die Gäs­te fie­bern mit, wenn sich die Jugend-Eli­te des Kufen­sports  im Eis­ka­nal misst. Die Bob­bahn Win­ter­berg ist eine Kunst­eis­bahn für den Rodel‑, Ske­le­ton- und Bob-Sport in Deutsch­land. Sie ist die viert­äl­tes­te Kunst­eis­bahn nach Königs­see, Ober­hof und Innsbruck-Igls.

„Immer an der stei­len Wand ent­lang“ rasen die Skel­le­ti­nis mit einer Geschwin­dig­keit von 135 Std./km durch die Win­ter­ber­ger Bob­bahn. Eine unbe­schreib­li­che Flieh­kraft!  Mit 2 g Erd­an­zie­hungs­kraft don­nern sie im Krei­sel in nur 4 Sekun­den an der Steil­wand ent­lang. Der Schei­tel­punkt liegt bei 5 Metern. Bei über 4 g Erd­an­zie­hungs­kraft wür­de der Ath­let das Bewusst­sein ver­lie­ren. Der Eis­ka­nal hat eine Gesamt­län­ge mit Aus­lauf von 1609 mit ins­ge­samt 15 Kur­ven. Man erreicht im Laby­rinth zwi­schen der Kur­ve 12 und Kur­ve 13 eine Höchst­ge­schwin­dig­keit von bis zu 140 km/​h. Die Eis­ober­flä­che beträgt unge­fähr 65000 m².

„Wer bremst hat Angst!“, sagen die  Bobfahrer.

Die Bob­bahn Win­ter­berg gehört zu den moderns­ten und schnells­ten der Welt. Die welt­bes­ten Bob­fah­rer, Renn­rod­ler und Ske­le­to­nis­ten lie­fern sich hier Win­ter für Win­ter span­nen­de Ren­nen. Der Eis­ka­nal ist die Heim­bahn von Ex-Euro­pa­meis­ter René Spies und Welt­meis­te­rin San­dra Kiria­sis. Die Aka­de­mie 6 bis 99 erlebt die Kufen­stars aus der Nähe. Dabei erhal­ten die Klei­nen und Gro­ßen einen  Ein­blick in die Ent­wick­lung des Bob­sports in Win­ter­berg. Sie erfah­ren, wie aus der ers­ten Natur­bob­bahn die heu­ti­ge Kunst­eis­bahn wur­de. Wer­fen einen Blick hin­ter die Kulis­sen. 18 Natio­nen sind am Start.  Zwi­schen 16 und 24 Jah­re alt sind die Spit­zen­sport­ler. Der Nach­wuchs star­tet schon im Kin­der­gar­ten-Alter ins Trai­ning. Die Pilo­ten müs­sen den Bob in den Kur­ven rich­tig ein- und aus­len­ken, dar­auf ach­ten, dass Sie kei­nen Ban­den­kon­takt haben und einen „Sturz” ver­mei­den! Wir hören auch von hava­rier­ten Bobs, die es nicht schaf­fen, im Ziel auf zwei Kufen anzu­kom­men. „Es ist ein rasan­ter und gefähr­li­cher Sport. Ein har­tes Geschäft. Nur für furcht­lo­se Men­schen! Es gibt durch­aus auch Ver­let­zun­gen, Ver­bren­nun­gen durch die hohe Rei­bung, wenn ein Sport­ler ohne sein Sport­ge­rät durch den Eis­ka­nal rutscht“, erklärt uns der Bahn-Füh­rer. „Der Adre­na­lin­kick ist so hoch, dass man sei­nen Schmerz bei einem Sturz nicht spürt“, ver­rät uns einer der Trai­ner im Vorbeigehen.

„Aus­stei­gen kommt nicht gut“, ver­rät Paul, der Ken­ner der Bahn.

Welt­weit exis­tie­ren inklu­si­ve Sot­schi nur 17 Bob­renn­bah­nen. „Des­halb haben wir min­des­tens ein­mal im Jahr ein Tref­fen der Welt­eli­te im Bob­fah­ren hier in Win­ter­berg“, erklärt Alo­is Schnor­bus. Der ehe­ma­li­ge Bob­fah­rer von Lake Lui­se in Kana­da und Bahn­ma­na­ger des Erho­lungs- und Win­ter­sport­zen­trums und zwei sei­ner Kol­le­gen füh­ren  die Gäs­te der Aka­de­mie 6 bis 99 durch das Win­ter­ber­ger Sport­zen­trum. „Ich habe Gefühl, dass das här­tes­te Fahr­ge­schäft auf der Hüs­te­ner Kir­mes  dage­gen ein Kin­der­ka­rus­sel ist“, sagt Car­la zu ihrer Mut­ter. „Wahr­schein­lich kön­nen nur weni­ge Ach­ter­bah­nen mit die­sem Event mit­hal­ten“, ant­wor­tet der 68 jäh­ri­ge Wil­helm. „Ein Kick für jeden Geschwin­dig­keits­fa­na­ti­ker und Adre­na­lin-Jun­ky. Ham­mer, ein­fach ein bra­chia­ler Ritt“. Mat­thi­as (48 J.) steht stau­nend am eisi­gen Kanal. „Ich habe den Ein­druck, dass es nicht vie­le Stei­ge­run­gen gibt. Viel­leicht Düsen­jä­ger flie­gen“, schwärmt der 11 jäh­ri­ge Ben. „Jetzt sehe ich das Bob­fah­ren mit ande­ren Augen! Es war ein­fach klas­se. Sen­sa­tio­nell die­sen  jun­gen, toll­küh­nen Skel­le­ti­nis und Bob­fah­rern auf ihren flie­gen­den Sport­ge­rä­ten zuzu­schau­en“, ant­wor­tet sein Vater.

Eis­kalt zum sport­li­chen Erfolg. 60 Sekun­den Ner­ven­kit­zeln. Das war der abso­lu­te WAHNSINN!

Dan­ke an Paul Sen­s­ke, Bei­rats­mit­glied der Aka­de­mie 6 bis 99 und Spre­cher der Bob­bahn Win­ter­berg, der die­sen ein­drucks­vol­len Blick hin­ter die Kulis­sen des  For­mel 1 im Eis­ka­nal mög­lich gemacht hat. Eine Foto­ga­le­rie fin­den Sie hier:

http://​www​.lokal​kom​pass​.de/​a​r​n​s​b​e​r​g​/​s​p​o​r​t​/​a​u​f​-​d​e​n​-​s​p​u​r​e​n​-​d​e​r​-​k​u​f​e​n​s​t​a​r​s​-​i​n​-​w​i​n​t​e​r​b​e​r​g​-​d​3​9​3​5​0​7​.​h​tml

Die Aka­de­mie 6 bis 99 aus Arns­berg ist vom Fami­li­en­mi­nis­te­ri­um NRW nomi­niert für die Wahl zum „Enga­ge­ment des Jah­res 2013”. Jetzt kommt es auf jede ein­zel­ne Stim­me an. Wir freu­en uns, wenn Sie ihre Stim­me für das Pro­jekt abge­ben wür­den. Mehr dazu lesen Sie hier:

http://​www​.enga​giert​-in​-nrw​.de/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​/​e​n​g​a​g​e​m​e​n​t​_​d​e​s​_​m​o​n​a​t​s​/​e​n​g​a​g​e​m​e​n​t​_​d​e​s​_​j​a​h​r​e​s​_​2​0​1​3​/​e​n​g​a​g​e​m​e​n​t​v​o​r​s​t​e​l​l​u​n​g​e​n​/​i​n​d​e​x​.​php