Jah­res­be­richt 2013: Feu­er­wehr Arnsberg

22. März 2014
von Redaktion

feuerwehr-arnsbergArns­berg. (Hoch­sauer­land) Brand­schüt­zer ret­te­ten über 300 Men­schen aus aku­ter Gefahr Arns­berg. Die Feu­er­wehr der Stadt Arns­berg hat sich im Jahr 2013 mit inno­va­ti­ven Pro­jek­ten und der Moder­ni­sie­rung ihrer Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur zukunfts­fä­hig auf­ge­stellt, um den Arns­ber­ge­rin­nen und Arns­ber­gern auch künf­tig als ein ver­läss­li­cher Part­ner der Gefah­ren­ab­wehr rund um die Uhr zur Ver­fü­gung zu ste­hen. Zudem ret­te­ten die 545 Ange­hö­ri­gen der Feu­er­wehr-Ein­satz­ab­tei­lung im Zuge ihrer letzt­jäh­ri­gen Ein­sät­ze über 300 Men­schen aus aku­ter Gefahr. Die­se Infor­ma­tio­nen und noch eini­ge mehr lie­fert der Jah­res­be­richt 2013, den die Feu­er­wehr der Ruhr­stadt jetzt vorlegte.
Per­so­nal­be­stand leicht erhöht Vor dem Hin­ter­grund der all­ge­gen­wär­ti­gen Dis­kus­si­on über den demo­gra­fi­schen Wan­del kann als eine erfreu­li­che Erkennt­nis des Jah­res­be­richts fest­ge­stellt wer­den, dass die Anzahl der Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­gen in Arns­berg im Jahr 2013 gegen­über dem Vor­jahr leicht gestie­gen ist. Zu den 545 Män­nern und Frau­en im Ein­satz­dienst (Vor­jahr: 541) gesel­len sich 157 Ange­hö­ri­ge der Jugend­feu­er­wehr (Vor­jahr: 150) und 180 Mit­glie­der der Ehren­ab­tei­lung (unver­än­dert zum Vor­jahr). Die Arns­ber­ger Feu­er- wehr ist damit ins­ge­samt 882 Mann und Frau stark (Vor­jahr: 871). Trotz die­ser gegen den Trend posi­ti­ven Ent­wick­lung ver­schlie­ßen die Ver­ant­wort­li­chen nicht die Augen vor den Her­aus­for­de­run­gen, die die Zukunft noch bereit­hal­ten kann. Daher betei­ligt sich die Wehr aktiv an ver­schie­de­nen Pro­jek­ten zur Per­so­nal­ge­win­nung und Bestands­si­che­rung auf Lan­des- und Bun­des­ebe­ne. Hier ist zum einen das Enga­ge­ment der Arns­ber­ger Brand­schüt­zer im Rah­men des nach­hal­ti­gen Pro­jekts „Feu­er­wEH­Ren­sa­che“ des NRW-Innen­mi­nis­te­ri­ums und des Ver­ban­des der Feu­er­weh­ren in NRW und zum ande­ren die Ein­spei­sung der eige­nen Erfah­run­gen im Bereich der Inte­gra­ti­on von Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund in zwei EU-geför­der­te Pro­jek­te des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­ban­des zu nennen.

Ein­satz­zah­len auf gleich­blei­bend hohem Niveau Die Zahl der Ein­sät­ze im Jahr 2013 beweg­te sich mit ins­ge­samt 7.535 (Vor­jahr: 7.577) auf einem gleich­blei­bend hohen Niveau. Von die­ser beein­dru­cken­den Zahl sind al- lein 6.737 Ein­sät­ze (Vor­jahr: 6.817) dem Bereich Ret­tungs­dienst und Kran­ken­trans­port zuzu­ord­nen. 159 mal (Vor­jahr: 100) muss­ten die Blau­rö­cke zu Brän­den und Explo­sio­nen und 249 mal (Vor­jahr: 283) zu tech­ni­schen Hil­fe­leis­tun­gen aus­rü­cken. Zudem er- for­der­ten 97 Alar­me von Brand­mel­de­an­la­gen (Vor­jahr: 90) den Ein­satz der Feu­er- wehr. Ein ewi­ges Ärger­nis: In 86 Fäl­len (Vor­jahr: 84) muss­ten die über­wie­gend ehren- amt­li­chen Ein­satz­kräf­te zu bös­wil­li­gen Alar­men aus­rü­cken und hier­für ihre Frei­zeit opfern. In den aller­meis­ten Fäl­len kön­nen die Urhe­ber die­ser Alar­me lei­der nicht iden­ti­fi­ziert wer­den. Dabei han­delt es sich hier­bei kei­nes­wegs um ein „Kava­lier-Delikt“. Das Straf­ge­setz­buch sieht für sol­che Fäl­le eine Haft­stra­fe von bis zu einem Jahr oder eine Geld­stra­fe vor. Der Täter oder die Täte­rin gilt nach einer Ver­ur­tei­lung zudem als vor- bestraft, was u.a. emp­find­li­che Aus­wir­kun­gen auf den eige­nen Berufs­weg oder die Wahr­neh­mung öffent­li­cher Ämter haben kann. Als beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen für die Arns­ber­ger Feu­er­wehr weist der Jah­res­be­richt 2013 unter ande­rem fol­gen­de Ein­sät­ze aus: Einen Brand im Senio­ren­zen­trum an der Ring­leb­stra­ße mit fünf Ver­letz­ten am 07. Janu­ar, den Groß­brand des Auto­hau­ses Schul­te in Bruch­hau­sen am 19. Janu­ar, eine auf­wen­di­ge Tier­ret­tung am Gut Win­trop bei Arns­berg am 10. Febru­ar und lei­der auch den Brand im Senio­ren-Wohn­park auf dem Arns­ber­ger Klos­ter­berg, bei dem am 18. Okto­ber eine Brand­to­te zu bekla­gen war.
Mit moder­ner Struk­tur in die Zukunft Bereits mit der Ver­ab­schie­dung des fort­ge­schrie­be­nen Brand­schutz­be­darfs­plans durch den Rat der Stadt Arns­berg im Jahr 2012 wur­de die Ein­füh­rung einer neu­en gestraff­ten Struk­tur der Feu­er­wehr der Stadt Arns­berg beschlos­sen. Die Feu­er­wehr- Ein­hei­ten im Stadt­ge­biet glie­dern sich seit dem in 6 sog. Basis­lösch­zü­ge, in denen jeweils zwei bis drei Ein­hei­ten orga­ni­sa­to­risch zusam­men­ge­fasst sind. Die­se Lösch­zü­ge wer­den von einem Basis­lösch­zugfüh­rer gelei­tet. Ihm zur Sei­te ste­hen für jede Ein­heit jeweils ört­li­che Lösch­zug- oder Lösch­grup­pen­füh­rer. Die­se neue Struk­tur, die dazu bei­trägt, die Füh­rungs­auf­ga­ben in den Feu­er­wehr-Ein­hei­ten mit einem gestraff­ten Per­so­nal-Pool wahr­neh­men zu kön­nen, wur­de im Jahr 2013 stadt­weit ein­ge­führt und hat sich seit dem bewährt. Zudem wur­de die Haupt­wa­che an der Arns­ber­ger Ruhr­stra­ße von einer Tages­wa­che in eine rund um die Uhr besetz­te 24 Stun­den-Wache umge­wan­delt, für den Basis­lösch­zug 6 (Bruchhausen/​Niedereimer) wur­de die Pla­nung und der Bau eines gemein­sa­men Gerä­te­hau­ses ange­gan­gen, und es wur­de damit begon­nen, den Feu­er­wehr-Stütz­punkt bei der Arns­ber­ger Fir­ma Reno De Medi­ci zu erwei­tern. So stellt sich die Feu­er­wehr der Stadt Arns­berg mit vie­len Akti­vi­tä­ten neu auf, um den Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft wirk­sam begeg­nen zu kön­nen. Und dies tut sie in dem ste­ten Bewusst­sein ihres Auf­trags, der Arns­ber­ger Bevöl­ke­rung das größt­mög­li­che Maß an Schutz und Sicher­heit bie­ten zu kön­nen. Der Jah­res­be­richt 2013 steht auf der Home­page der Arns­ber­ger Feu­er­wehr www​.feu​er​wehr​-arns​berg​.de unter der Rubrik „Wir über uns“ → „Down­loads“ zum Her­un­ter­la­den zur Verfügung.