Zwil­lings­rad am Lini­en­bus lös­te sich

29. November 2017
von Redaktion

Drol­s­ha­gen – (Kreis Olpe) Am Mitt­woch­mor­gen befuhr ein 52-jäh­ri­ger Bus­fah­rer aus Sie­gen mit sei­nem Lini­en­bus um 06:30 Uhr (ohne Fahr­gäs­te) die B 55, aus Rich­tung Drol­s­ha­gen kom­mend, in Rich­tung Wege­ring­hau­sen. In Höhe der Ort­schaft Hüt­zemert pas­sier­te der Bus im Bereich der dor­ti­gen Ver­kehrs­in­sel eine Fahr­bahn­ver­schwen­kung. Hier­bei lös­te sich das lin­ke hin­te­re Rad der Zwil­lings­be­rei­fung. Das Rad roll­te zunächst nach links weg vom Bus, anschlie­ßend nach rechts vor dem Bus her und danach die dor­ti­ge Böschung hin­ab. Hier prall­te das Rad gegen die groß­flä­chi­ge, beleuch­te­te Wer­be­ta­fel eines Rei­fen­han­dels. Der Bus­fah­rer hielt sofort an und stell­te den Bus in der ört­li­chen Hal­te­stel­le ab. Er roll­te das Rad die Böschung hoch und stell­te es an den abge­stell­ten Bus. Anschlie­ßend nahm er sei­ne Arbeit wie­der auf und fuhr mit einem zwi­schen­zeit­lich von der Fir­ma nach­ge­or­der­ten Ersatz­bus wei­ter. Durch die im Ein­satz befind­li­chen Poli­zei­be­am­ten wur­de die beschä­dig­te Hin­ter­ach­se inspi­ziert. Bei­de Räder wer­den übli­cher­wei­se an der Ach­se hin­ter­ein­an­der auf die dor­ti­gen Steh­bol­zen auf­ge­steckt und mit ins­ge­samt zehn Mut­tern fixiert. Im Bereich der Unfall­stel­le wur­den jedoch nur zwei die­ser Siche­rungs­mut­tern auf­ge­fun­den. In jedem Fall befand sich durch die nicht mehr vor­han­de­nen Mut­tern auch das inne­re Rad nur noch lose auf den Steh­bol­zen. Glück­li­cher­wei­se kol­li­dier­te das unkon­trol­liert weg­rol­len­de und ca. 100 kg schwe­re Rad nicht mit ent­ge­gen­kom­men­den Fahr­zeu­gen oder gar Fuß­gän­gern, so dass es bei meh­re­ren tau­send Euro Sach­scha­den blieb. Der Bus­fah­rer, der die Unfall­stel­le ver­ließ, ohne auf das Ein­tref­fen der Ein­satz­kräf­te zu war­ten und ohne den Geschä­dig­ten über den Scha­den zu infor­mie­ren, muss mit einem Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen Uner­laub­tem Ent­fer­nen von der Unfall­stel­le rech­nen. Die Ermitt­lun­gen hin­sicht­lich der Fra­ge des Ver­bleibs der übri­gen Rad­mut­tern dau­ern an.