Vor­sicht bei Zei­tungs-Inse­ra­ten

30. Januar 2013
von Redaktion

PolizeiberichtHer­scheid (Mär­ki­scher Kreis) – Vor­sicht bei Zei­tungs-Inse­ra­ten wie: „Machen Sie Ihre Wert­sa­chen zu Geld – wir kau­fen Pel­ze, Tep­pi­che, Bestecke, Gold­schmuck etc. gegen Bar­be­zah­lung” auf oder ” gesucht, Tel.: …”.

Wer hin­ter die­sen Inse­ra­ten steht, lässt sich meist nicht ermit­teln. Die anony­men Käu­fer agie­ren stets mit Han­dy­num­mern und oft mit Pseu­do-Fir­men­na­men, die nicht exis­tent sind. Sofern sie sich auf eine sol­che Annon­ce mel­den und etwas anbie­ten, dann kom­men die Käu­fer zu Ihnen nach Hau­se. Sie inter­es­sie­ren sich jedoch weni­ger für ihre Gebrauchs­ge­gen­stän­de als viel­mehr für Schmuck oder sons­ti­ges Alt­gold oder Sil­ber­tei­le. Nur die­se kau­fen sie auf und geben ihnen in der Regel nicht den rea­len Wert.
Eine sol­che Erfah­rung mach­te erst kürz­lich (28.01.2013) ein Ehe­paar (81 und 74 Jah­re alt) aus Her­scheid. Sie hat­ten sich auf ein sol­ches Inse­rat in der Tages­zei­tung gemel­det und Schmuck, Tep­pi­che und ande­re Wert­ge­gen­stän­de zum Ver­kauf ange­bo­ten. Ein seri­ös wir­ken­der Mann kamen dar­auf­hin zu Ihnen nach Hau­se. Das Ehe­paar such­te etwas zusam­men und der „Käu­fer” nah­men sofort das Gold nach betrü­ge­ri­scher Wägung in Besitz, bezahl­te dafür deut­lich zu wenig und woll­te den Tep­pich und ande­re Gegen­stän­de ande­ren Tag mit einem Lkw abho­len, was er dann natür­lich nicht mehr tat. Die Geschä­dig­ten erstat­te­ten schließ­lich Anzei­ge wegen des Ver­dachts des Betru­ges bei der Poli­zei. Die Poli­zei rät des­halb:
Bit­te prü­fen Sie Inse­ra­te mit der not­wen­di­gen Sorg­falt.
Sei­en Sie miss­trau­isch bei For­mu­lie­run­gen wie: „Wir kau­fen Ihre alten Näh­ma­schi­nen, Schreib­ma­schi­nen, ein­zel­ne Besteck­tei­le u.ä” Hier han­delt es sich häu­fig um Lock­an­ge­bo­te der kri­mi­nel­len Auf­käu­fer. Nach wert­vol­len Gegen­stän­den wie alten Möbeln, Tep­pi­che, Schmuck und Pel­zen wird oft erst spä­ter von den ver­meint­li­chen Auf­käu­fern gefragt.
Suchen Sie sich selbst Ihre orts­an­säs­si­gen Anbie­ter (Anti­qui­tä­ten­händ­ler, Pelz­händ­ler, Juwe­lie­re u.a.) und ver­han­deln Sie dort Kauf­preis und Abho­lungs­mo­da­li­tä­ten.
Reagie­ren Sie nicht auf ver­meint­lich güns­ti­ge Inse­ra­te! Nie­mand hat etwas zu ver­schen­ken!
Geben Sie bei Eigen­in­se­ra­ten nie Ihre Adres­se an, son­dern bie­ten Sie unter einer Chif­fre-Nr. der Zei­tung an. So erhal­ten Sie zumin­dest schrift­li­che Anga­ben des mög­li­chen Käu­fers die über­prüf­bar sein kön­nen.
Über­prü­fen Sie immer die ange­ge­be­nen Adres­sen! Post­fach­adres­sen und Han­dy­num­mern sind oft unse­ri­ös.
Las­sen Sie kei­ne Haus­be­su­che zu.
Holen Sie immer Zeu­gen hin­zu wenn die Auf­käu­fer uner­war­tet vor Ihrer Tür erschei­nen.
Las­sen Sie sich von Per­so­nen Ihres Ver­trau­ens über alter­na­ti­ve Ver­kaufs­mög­lich­kei­ten bera­ten.
Tipps erhal­ten Sie auch bei Ihrer nächs­ten Ver­brau­cher­be­ra­tung.