Spe­di­ti­on ver­län­gert Lenk­zei­ten ihrer Fah­rer auf ille­ga­le Weise

20. März 2013
von Redaktion

Fah­rer­kar­ten und Kon­troll­ge­rä­te im gro­ßen Stil manipuliert

In Zusam­men­ar­beit mit dem Amt für Arbeits­schutz stell­te der Ver­kehrs­dienst der Kreis­po­li­zei­be­hör­de Olpe bei einer Ver­kehrs­kon­trol­le Ende letz­ten Jah­res fest, dass der Fah­rer einer im Kreis Olpe ansäs­si­gen Spe­di­ti­on die Fah­rer­kar­te einer ande­ren Per­son benutz­te. So konn­te der Fah­rer, der mit sei­nem Lkw aus Ita­li­en anreis­te, die gesam­te Stre­cke zurück­le­gen, ohne dass auf­fiel, dass er die zuläs­si­ge Tages­lenk­zeit erheb­lich über­schrit­ten und die Ruhe­zei­ten nicht ein­ge­hal­ten hat­te. Bei wei­te­ren Ermitt­lun­gen bei der Spe­di­ti­on wur­den die Daten aller Fahr­zeu­ge des Unter­neh­mens her­un­ter­ge­la­den und sicher­ge­stellt. Die Aus­wer­tung ergab, dass die Fah­rer­kar­te, die eine nicht mehr zum Unter­neh­men gehö­ren­de Per­son zur Ver­fü­gung gestellt hat­te, an 141 Tagen von meh­re­ren Fah­rern benutzt wur­de. Die Benut­zung einer frem­den Fah­rer­kar­te stellt eine Straf­tat gemäß § 269 StGB „Fäl­schung beweis­erheb­li­cher Daten“ dar und wird mit Frei­heits­stra­fe bis fünf Jah­ren oder mit Geld­stra­fe bestraft. Außer­dem stell­ten die Poli­zei­be­am­ten bei ihren Ermitt­lun­gen fest, dass eini­ge Kon­troll­ge­rä­te der Lkw tech­nisch mani­pu­liert wur­den. Dies stellt eine Straf­tat nach § 268 StGB „Fäl­schung tech­ni­scher Auf­zeich­nun­gen“ dar, die eben­falls mit Frei­heits- oder Geld­stra­fe geahn­det wird.

Durch die Ver­län­ge­rung der Lenk- und Ver­kür­zung der Ruhe­zei­ten wird die Ver­kehrs­si­cher­heit erheb­lich beein­träch­tigt. Der Fah­rer fährt über­mü­det, so dass Ver­kehrs­un­fäl­le unter Betei­li­gung von Lkw durch das Abkom­men von der Fahr­bahn oder das Auf­fah­ren auf ein Stau­en­de vor­pro­gram­miert sind. Außer­dem ver­spricht sich die Spe­di­ti­on natür­lich wirt­schaft­li­che Vor­tei­le von den Manipulationen.

Erschwe­rend kommt in dem genann­ten Fall hin­zu, dass durch die tech­ni­sche Mani­pu­la­ti­on der Kon­troll­ge­rä­te je nach Fahr­zeug­typ die Assis­tenz­sys­te­me, wie z.B. das ABS, der Brems­kraft­ver­stär­ker oder der Getrie­be­schutz aus­fal­len oder nicht mehr ihre vol­le Wir­kung ent­fal­ten kön­nen. Bei einem Fahr­zeug der Spe­di­ti­on hat­te die Mani­pu­la­ti­on zur Fol­ge, dass der  Geschwin­dig­keits­be­gren­zer aus­fiel. Somit konn­te der 40 Ton­nen schwe­re Sat­tel­zug eine Geschwin­dig­keit von über 130 km/​h errei­chen. Man kann sich gut vor­stel­len, was die­se Geschwin­dig­keit mit den gege­be­nen­falls ein­ge­schränkt funk­tio­nie­ren­den Assis­tenz­sys­te­men für die Ver­kehrs­si­cher­heit bedeutet.

Die Ermitt­lun­gen der Poli­zei sind nun zum Abschluss gekom­men. Die Spe­di­ti­on sowie die betei­lig­ten Fah­rer wer­den sich nun einem Straf­ver­fah­ren stel­len müssen.

 

 

 

 

Bereich Atten­dorn / Finnentrop

 

Ein­bruch in metall­ver­ar­bei­ten­de Firma

 

Am spä­ten Diens­tag­abend bra­chen unbe­kann­te Täter in eine Fir­ma in der Stra­ße Obe­rer Ham­mer in Fin­nen­trop – Len­hau­sen ein.

Die Ein­bre­cher gelang­ten auf noch unge­klär­te Wei­se auf das ein­ge­frie­de­te Betriebs­ge­län­de. Am Fir­men­ge­bäu­de zer­schlu­gen sie eine Außen­leuch­te mit einem Bewe­gungs­mel­der und ver­stell­ten eine wei­te­re Leuch­te. Anschlie­ßend stie­gen sie über ein ein­ge­schla­ge­nes Kunst­stoff­fens­ter in die Fer­ti­gungs­hal­le der Fir­ma ein, in der unter ande­rem Edel­me­tall ver­ar­bei­tet wird. In der Hal­le zer­stör­ten die Täter an der Wand ange­brach­te akus­ti­sche Alarm­si­gnal­ge­ber und einen Bewe­gungs­mel­der. Nach der­zei­ti­gem Ermitt­lungs­stand zogen die Ein­bre­cher jedoch wie­der ohne Beu­te ab.

 

Zwei Pkw aufgebrochen

 

In Atten­dorn wur­den am Diens­tag­nach­mit­tag zwei Pkw aufgebrochen.

Unbe­kann­te Täter zer­schlu­gen in der Zeit zwi­schen 15 Uhr und 17:30 Uhr eine Sei­ten­schei­be eines Opel Cor­sa, der in der Brei­ten Techt abge­stellt wor­den war. Da sich kei­ne Wert­ge­gen­stän­de im Auto befan­den, konn­ten die Täter kei­ne Beu­te machen. Anders lief es bei einem Pkw der Mar­ke Toyo­ta ab, der in der Zeit zwi­schen 17:30 Uhr und 18:10 Uhr in der Fin­nen­tro­per Stra­ße geparkt wor­den war. Auch hier schlu­gen unbe­kann­te Täter eine Schei­be ein und gelang­ten ins Fahr­zeug, aus dem sie eine Hand­ta­sche mit Bar­geld und Papie­ren der geschä­dig­ten 45-jäh­ri­gen Fah­re­rin ent­wen­de­ten. Von den Tätern fehlt der­zeit jede Spur.