Umsied­lung von Fischen akti­ver Tierschutz

29. August 2013
von Redaktion

Umsied­lung von Fischen akti­ver Tierschutz

Mit einem Elektrofischereigerät wurde der Obergraben abgefischt. Foto: Märkischer Kreis

Mit einem Elek­tro­fi­sche­rei­ge­rät wur­de der Ober­gra­ben abge­fischt. Foto: Mär­ki­scher Kreis

Mär­ki­scher Kreis. (pmk). Um War­tungs­ar­bei­ten an einer Was­ser­kraft­an­la­ge durch­füh­ren zu kön­nen, muss­te in Plet­ten­berg ein Teil des Ober­gra­bens der Len­ne abge­las­sen wer­den. Das teil­te der Mär­ki­sche Kreis mit. In dem Fluss ist eine Viel­zahl von Fischen behei­ma­tet, die ster­ben wür­den, wenn das ange­stau­te Was­ser abge­las­sen wird. Um die­se umzu­sie­deln und zu ret­ten, tra­fen sich fünf­zehn Ang­ler des Fische­rei­ver­eins „AC Forel­le Eiring­hau­sen“. Beglei­tet wur­de die Maß­nah­me von der Unte­ren Jagd- und Fische­rei­be­hör­de des Mär­ki­schen Krei­ses, die für die Ein­hal­tung der fische­rei­recht­li­chen Bestim­mun­gen zustän­dig ist.

Als ers­tes lief die Fisch­trep­pe, eine künst­lich ange­leg­te Anla­ge, um den Fischen den Auf­stieg gegen die Strö­mung in der Len­ne zu ermög­li­chen, tro­cken. Mehr­fach wur­den die unzäh­li­gen Fels­spal­ten nach zurück geblie­be­nen Fischen abge­sucht und die­se von Hand in Eimern gesam­melt und unter­halb der Fisch­trep­pe zurück in die Len­ne gesetzt.

Die noch ver­blie­be­nen Fische wur­den mit Hil­fe eines Elek­tro­fi­sche­rei­ge­rä­tes kurz­zei­tig im Was­ser betäubt und aus dem Fluss genom­men. Nach weni­gen Sekun­den schwam­men Bach­fo­rel­len und Eschen, ohne Scha­den genom­men zu haben, wie­der mun­ter im Sam­me­lei­mer und wur­den kur­ze Zeit spä­ter unter­halb der Was­ser­kraft­an­la­ge wie­der in die Len­ne ent­las­sen. Um die­se Form der Befischung durch­füh­ren zu kön­nen, sind im Vor­feld ein beson­de­rer Lehr­gang und ein vom TÜV geprüf­tes Gerät not­wen­dig und eine Geneh­mi­gung der Unte­ren Fische­rei­be­hör­de einzuholen.

Auch hier wur­den wie­der sämt­li­che Stein­zwi­schen­räu­me abge­sucht, um auch die klei­nen Kop­pen und Neunau­gen aus den letz­ten Win­keln zu sam­meln. Für den Kreis war beein­dru-ckend zu sehen, dass so vie­le Men­schen ihre Frei­zeit opfern und sogar Urlaub neh­men, um meh­re­re Stun­den lang Fische von Hand ein­zu­sam­meln und umzu­sie­deln. Das ist akti­ver Tier­schutz, der ohne die Hil­fe von vie­len Hän­den der Mit­glie­der des Fische­rei­ver­eins nicht mach­bar ist.