Natur­schutz­ge­biet „Bom­me­cketal“ erwei­tert

17. Dezember 2012
von Redaktion

Klamm im Naturschutzgebiet „Bommecketal“. Foto: Bußmann/Märkischer Kreis

Klamm im Natur­schutz­ge­biet „Bom­me­cketal“. Foto: Bußmann/Märkischer Kreis


Das ein­zig­ar­ti­ge Plet­ten­ber­ger Natur­schutz­ge­biet „Bom­me­cketal“ ist mit der aktu­el­len Ände­rung des Land­schafts­pla­nes Nr.1 „Plet­ten­berg-Her­scheid-Neu­en­ra­de“  neu abge­grenzt wor­den. Mit die­ser Ände­rung wird das „Bom­me­cketal“ an die FFH-Richt­li­nie ange­passt, also EU-Recht umge­setzt.
Wie der Mär­ki­scher Kreis mit­teilt, umfasst das Natur­schutz­ge­biet das bewal­de­te Tal der Bom-mecke mit eini­gen sei­ner Neben­täl­chen und ist nun­mehr rd. 51 ha groß – 9 ha grö­ßer als vor­her. Kern­stück ist die natur­na­he, unver­bau­te Bom­me­cke als typi­scher Mit­tel­ge­birgs­bach. Vor allem im unte­ren Bereich spru­delt der Bach­lauf über Fels­bän­ke, bil­det Strom­schnel­len und Stru­del­töp­fe. Schließ­lich tost das Bach­was­ser durch eine schat­ti­ge schma­le Klamm zu Tale.
Die Nord­ex­po­si­ti­on und die Bewal­dung des Tales sor­gen selbst im Hoch­som­mer für ein aus­ge­gli­che­nes, kühl-feuch­tes Kli­ma.
 
An den stei­len Hän­gen tre­ten Fels­klip­pen zu Tage. In Teil­be­rei­chen konn­te sich so ein frag­men­ta­ri­scher Schlucht­wald erhal­ten. Die­se Beson­der­hei­ten haben schon früh dazu geführt, dass das „Bom­me­cketal“ die Auf­merk­sam­keit von Geo­lo­gen, Bota­ni­kern und Zoo­lo­gen auf sich zog. Somit lie­gen umfang­rei­che Doku­men­ta­tio­nen unter ande­rem zu Vor­kom­men beson­de­rer Tier- und Pflan­zen­ar­ten vor, die ein­drucks­voll  die Bedeu­tung des Tales bele­gen.
 
Im Mit­tel­punkt der Natur­schutz­be­mü­hun­gen des Mär­ki­schen Krei­ses stan­den bis­lang die eben­falls im Natur­schutz­ge­biet lie­gen­den his­to­ri­schen Berg­werk­stol­len. Neben ihrer kul­tur­his­to­ri­schen Bedeu­tung sind sie wich­ti­ge Win­ter­quar­tie­re für vie­le hei­mi­sche Fle­der­maus-, Amphi­bi­en- und Insek­ten­ar­ten. Die Siche­rung die­ser Stol­len konn­te in Zusam­men­ar­beit mit dem zustän­di­gen Berg­amt erreicht wer­den.
 
In den nächs­ten Jah­ren wer­den vor­ran­gig wald­bau­li­che Maß­nah­men umge­setzt. Obers­tes Ziel dabei ist die Umwand­lung von Nadel­holz­be­stän­den in natur­na­hes, stand­ort­ge­rech­tes Laub­holz.