Kul­tur­etat ein­stim­mig beschlossen

27. Februar 2013
von Redaktion

Ein­stim­mig beschlos­sen die Mit­glie­der des Kul­tur­aus­schus­ses des Mär­ki­schen Krei­ses in ihrer jüngs­ten Sit­zung in Alte­na den Kul­tur­etat für das lau­fen­de Jahr. Er umfasst rund zwei Mil­lio­nen Euro. In einer ergän­zen­den Mit­tei­lung hat­te die Kreis­ver­wal­tung anhand der Jah­res­er­geb­nis­se 2011 die ordent­li­chen Auf­wen­dun­gen auf­ge­lis­tet. Danach betrug der Anteil des Kul­tur­bud­gets im Ver­gleich zum Gesamt­haus­halt des Krei­ses in Höhe von 386 Mil­lio­nen Euro 0,5 Prozent.
 
Der Aus­schuss mach­te auch den Weg frei für die bar­geld­lo­se Bezah­lung bei den Füh­run­gen in den Muse­en. Aktu­ell wer­den fünf­zehn unter­schied­li­che Füh­run­gen und muse­ums­päd­ago­gi­sche Pro­gram­me auf der Burg sowie dem Deut­schen Draht­mu­se­um ange­bo­ten. Hin­zu kom­men gemein­sa­me Akti­vi­tä­ten mit der Jugend­her­ber­ge Burg Alte­na. Mit Inbe­trieb­nah­me des Burg­auf­zugs und der tou­ris­ti­schen Ver­mark­tung hin­sicht­lich Bus­rei­sen sei die Mög­lich­keit eines ver­ein­fach­ten Zah­lungs­sys­tems für die Füh­rungs­ho­no­ra­re leich­ter zu hand­ha­ben und von Vor­teil für die Kun­den. Nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Höhe der Hono­ra­re habe die­se Ände­rung der Gebüh­ren­sat­zung nicht.
 
Ein­stim­mig gefolgt wur­de auch einem Vor­stoß der UWG. Die Unab­hän­gi­gen sor­gen sich um den bar­rie­re­frei­en Zugang zur Burg Alte­na und deren Ein­rich­tun­gen. Mit dem Burg­auf­zug sei damit zu rech­nen, dass mehr Behin­der­te, etwa Roll­stuhl­fah­rer, die Burg besu­chen. Kreis­di­rek­to­rin Bar­ba­ra Dienstel-Küm­per gab zu beden­ken, dass ein „behin­der­ten­ge­rech­ter Durch­bau“ der Burg lei­der nicht mög­lich sei. Sie ver­wies aber dar­auf, dass die Toi­let­ten­an­la­ge für Roll­stuhl­fah­rer pro­blem­los erreich­bar sei. Beim Zugang zum Burg-Restau­rant sah sie noch Poten­zi­al, beim Muse­ums­shop wer­de es schwie­ri­ger. Bar­rie­re­frei sei schon das Deut­sche Draht­mu­se­um. Innen sei­en alle Räu­me zugäng­lich, der Außen­auf­gang kön­ne über eine Roll­stuhl-Trep­pen­rau­pe ermög­licht wer­den. Ein­hel­lig spra­chen sich alle Kul­tur­po­li­ti­ker dafür aus, dem für die bau­li­chen Ange­le­gen­hei­ten zustän­di­gen Gebäu­de­ma­nage­ment des Krei­ses einen Prüf­auf­trag zu ertei­len. Die Ergeb­nis­se sol­len noch vor der Som­mer­pau­se im Bau­aus­schuss vor­ge­stellt und den Kul­tur­aus­schuss­mit­glie­dern zur Kennt­nis gege­ben werden.
 
Kei­ne nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf die gro­ßen Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen des Mär­ki­schen Krei­ses sieht die Ver­wal­tung auf­grund von Mel­dun­gen aus Düs­sel­dorf, wonach die Lan­des­re­gie­rung die Mit­tel für die Kul­tur­för­de­rung redu­zie­ren wol­le. Dienstel-Küm­per: „Unse­re Big-Points, das Fest Lui­se heizt ein sowie die Finan­zie­rung des Ser­vice­bü­ros der Kul­tur­re­gi­on Süd­west­fa­len sind gesi­chert.“ In Wort und Bild erleb­ten die Kul­tur­po­li­ti­ker dann noch ein­mal einen Rück­blick auf die durch­weg gelun­ge­nen Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen im abge­lau­fe­nen Jahr sowie einen Aus­blick auf die Vor­ha­ben in die­sem Jahr.
Gute Kun­de hat­te die Kreis­di­rek­to­rin auch von der Part­ner­schaft zwi­schen der Phil­har­mo­nie Süd­west­fa­len und dem Mär­ki­schen Jugend­sin­fo­nie­or­ches­ter. Es sei ein gemein­sa­mer Auf­tritt des Pro­fi-Orches­ters mit den Nach­wuchs-Musi­kern in Vor­be­rei­tung. Ein Ter­min ste­he aller­dings noch nicht fest. Ange­regt vom Aus­schuss und von der Ver­wal­tung geprüft wird die Mit­glied­schaft bei der RUHR.Topcard. Fast 100 Ein­rich­tun­gen und Insti­tu­tio­nen gewäh­ren den Inha­bern der Kar­te frei­en Ein­tritt. Muse­ums­lei­ter Ste­phan Sen­sen erklär­te, dass die Let­ma­ther Dechen­höh­le samt Höh­len­mu­se­um 9.000 Gäs­te mehr ver­zeich­nen konn­te, nach­dem die Höh­le Mit­glied gewor­den war.
 
Sen­sen berich­te­te auch vom neu­es­ten Stand der Rekon­struk­ti­on der von Maxi­mi­li­an-Fried­rich Wey­he gestal­te­ten his­to­ri­schen Gar­ten­an­la­ge rund um die Burg. Er nann­te für die auch von der Mär­ki­schen Kul­tur­stif­tung Burg Alte­na unter­stüt­zen Maß­nah­me einen geschätz­ten Kos­ten­rah­men von net­to 86.000 Euro. Auch die Stadt Alte­na habe För­der­gel­der beantragt.