“Klas­si­sche Quar­tet­te in der Vil­la” im 4. Iser­loh­ner Kammerkonzert

8. April 2013
von Redaktion

Iser­lohn. „Klas­si­sche Quar­tet­te in der Vil­la”. Unter die­sem Titel wird am Sonn­tag, 14. April, um 19.30 Uhr der his­to­ri­sche Kon­zert­saal der Musik­schu­le Iser­lohn in der Gar­ten­stra­ße 39 zum 4. Iser­loh­ner Kam­mer­kon­zert die­ses Jah­res geöffnet.
 
Im pas­sen­den Ambi­en­te erklin­gen bei die­sem Kon­zert aller­dings nicht Streich­quar­tet­te, son­dern viel sel­te­ner dar­ge­bo­te­ne Quar­tett­mu­sik für drei Blas­in­stru­men­te mit Kla­vier. Adri­an Ebmey­er (Horn) und Andre­as Hering (Kla­vier), bei­de kon­zer­tie­ren­de Künst­ler und Leh­rer an der Musik­schu­le Iser­lohn, inter­pre­tie­ren zusam­men mit der Fagot­tis­tin Tomo­ko Yano-Ebmey­er und dem Kla­ri­net­tis­ten Vin­cent Nit­sche zwei gro­ße Kom­po­si­tio­nen der klas­sisch-roman­ti­schen Zeit. Die Beset­zung mit Kla­ri­net­te, Horn, Fagott und Kla­vier ist eher unge­wöhn­lich und den­noch sehr reiz­voll, da durch das Feh­len der hohen Regis­ter wie Flö­te und Oboe, die nor­ma­ler­wei­se zum Blä­ser­quar­tett bzw. ‑quin­tett dazu­ge­hö­ren, die dunk­len Klang­nu­an­cen und der gro­ße Ton­um­fang der drei Blas­in­stru­men­te beson­ders zum Aus­druck kom­men und ins­ge­samt ein sehr war­mer und wei­cher Klang ent­steht. Dabei ist die Gegen­über­stel­lung der bei­den spät­klas­si­schen, aber schon dem früh­ro­man­ti­schen Klang­ide­al ver­bun­de­nen Kam­mer­mu­sik­wer­ke „Sin­fo­nia Con­cer­tan­te” von Bern­hard Cru­sell und „Gran­de Sere­na­de Con­cer­tan­te” von Carl Czer­ny beson­ders reiz­voll: Cru­sell als Kla­ri­net­ten­vir­tuo­se stellt die Blä­ser als Solis­ten in den Vor­der­grund, wäh­rend Carl Czer­ny, selbst Kla­vier­vir­tuo­se und bedeu­tends­ter Schü­lern Lud­wig van Beet­ho­vens, dem Pia­nis­ten den Part auf den Leib schreibt und die Blas­in­stru­men­te eher als sin­fo­ni­sche Klang­ge­ber versteht.
 
Die drei Blä­ser Vin­cent Nit­sche, Tomo­ko Yano-Ebmey­er und Adri­an Ebmey­er ken­nen sich seit ihrer gemein­sa­men Stu­di­en­zeit in Det­mold und haben zahl­rei­che Kam­mer­mu­sik­kur­se und Kon­zer­te bestrit­ten. Andre­as Hering, der gera­de erst ein Kon­zert bei den Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­kern gab, ist nach der Eröff­nung der Iser­loh­ner Kam­mer­kon­zer­te 2013 nun zum zwei­ten Mal in der Wald­stadt zu hören.
 
Ein­tritts­kar­ten für das etwa ein­stün­di­ge Kon­zert sind zum Preis von zehn Euro (ermä­ßigt fünf Euro) nur an der Abend­kas­se erhält­lich. Nach dem Kon­zert sind Inter­es­sier­te bei Saft und Sekt zum Gespräch mit den Künst­lern herz­lich eingeladen.