Hän­de weg von „ver­wais­ten“ Jungvögeln

8. April 2014
von Redaktion

Mär­ki­scher Kreis. (pmk) . Bald ist es wie­der soweit. Es piepst in der Natur über­all – in Nist­käs­ten, Gebü­schen oder Hecken. Mit zar­ten Stimm­chen bet­teln die Jung­vö­gel um Fut­ter und eini­ge von ihnen ver­las­sen bereits das siche­re Nest. Die­se ein­sam und hilf­los wir­ken­den Jung­vö­gel soll­ten aber nicht gleich auf- und mit­ge­nom­men wer­den. Dar­um bit­tet der Fach­dienst Natur­schutz und Land­schafts­pfle­ge des Mär­ki­schen Krei­ses. Nur ganz sel­ten han­delt es sich näm­lich bei gefun­de­nen Jung­vö­geln um ver­las­se­ne, ver­letz­te oder geschwäch­te Tie­re, die die Hil­fe des Men­schen benö­ti­gen. Der Schein trügt häu­fig, denn die Jun­gen man­cher Vogel­ar­ten haben noch kein voll­stän­dig aus­ge­bil­de­tes Gefie­der, wenn sie das Nest ver­las­sen. Sie wer­den aber wei­ter­hin – auch außer­halb des Nes­tes – von ihren Eltern ver­sorgt. Zu die­sem Zweck tei­len die Jung­vö­gel ihren Eltern durch Stand­ort­lau­te lau­fend mit, wo sie stecken.

Nur ganz sel­ten ist es so, dass Jung­tie­re tat­säch­lich ver­las­sen sind. Mitt­ler­wei­le ste­hen sämt­li­che wild­le­ben­den Vogel­ar­ten, die im euro­päi­schen Gebiet der Mit­glied­staa­ten hei­misch sind, unter Schutz. Das gilt nicht nur für die Vögel selbst, son­dern auch für deren Eier und Nester.

Die Mit­ar­bei­ter des Fach­diens­tes Natur­schutz und Land­schafts­pfle­ge des Krei­ses stel­len ver­mehrt, dass Spa­zier­gän­ger Nest­flücht­lin­ge auf­ge­ho­ben und mit­ge­nom­men haben. Zu Hau­se konn­te oft eine art­ge­rech­te Ver­sor­gung der Jung­vö­gel nicht gewähr­leis­tet wer­den. Aus die­sem Grund wur­den die­se Vögel dann an die im Mär­ki­schen Kreis bekann­ten Auf­fang­sta­tio­nen, die über genü­gend Sach­kun­de ver­fü­gen, abge­ge­ben. Die Kapa­zi­tä­ten sind aller­dings begrenzt, so dass gera­de im Früh­jahr die Auf­fang­sta­tio­nen an ihre Gren­zen kommen.