Gro­ßes Inter­es­se an His­to­ris­mus in Iserlohn

5. März 2013
von Redaktion

Dr. Reinhold Schreiber

Dr. Rein­hold Schreiber


Iser­lohn. In der stadt­ge­schicht­li­chen Vor­trags­rei­he von Stadt­ar­chiv und Volks­hoch­schu­le Iser­lohn refe­rier­te Dr. Rein­hold Schnei­der, Geschäfts­füh­rer der Bau­Werk Gesell­schaft für Denk­mal­pfle­ge und Sanie­rungs­pla­nung in Lipp­stadt, kürz­lich über die Ver­än­de­run­gen im Iser­loh­ner Stadt­bild wäh­rend der wil­hel­mi­ni­schen Gründerzeit.
Dr. Schnei­der beschränk­te sich bei sei­nem Vor­trag auf die Kern­stadt, das heißt auf den Bereich der Innen­stadt, der noch bis Ende des 18. Jahr­hun­derts von der Stadt­mau­er umge­ben war. Aus­ge­hend vom Urka­tas­ter aus den 1830er Jah­ren erläu­ter­te er, wie sich in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts Details in der Stra­ßen­füh­rung ver­än­der­ten, mit der Anla­ge des Poths ein völ­lig neu­er Stadt­zu­gang geschaf­fen wur­de und mar­kan­te Plät­ze in der Innen­stadt ent­stan­den sind.
Dr. Schnei­der, der schon im Jahr 2000 im Auf­trag der Stadt eine städ­te­bau­li­che Bestands­auf­nah­me für die Innen­stadt vor­ge­nom­men hat, stell­te fest, dass rund zwei Drit­tel der his­to­ri­schen Bau­sub­stanz in Iser­lohn der Zeit des His­to­ris­mus zuzu­ord­nen ist. Lan­ge wur­den Gebäu­de die­ser Zeit von Kunst­his­to­ri­kern und Denk­mal­pfle­gern igno­riert, inzwi­schen hat man jedoch erkannt, dass auch im His­to­ris­mus qua­li­tät­voll gebaut wur­de. Anhand von Bei­spie­len zeig­te der Refe­rent die Viel­sei­tig­keit der zwi­schen 1870 und dem Ers­ten Welt­krieg ent­stan­de­nen Häu­ser in Iser­lohn. Zahl­rei­che Fotos von Fas­sa­den­an­sich­ten aus der Unnaer Stra­ße und Wer­mingser Stra­ße beglei­te­ten die anschau­li­chen Erklä­run­gen des Referenten.
Neben dem 1875 fer­tig gestell­ten Rat­haus wid­me­te sich Dr. Schnei­der zum Abschluss des Vor­tra­ges dem 1902/03 errich­te­ten Kauf­haus Bas­se & Uerp­mann an der Ecke Unnaer Stra­ße / Was­ser­stra­ße, dem ers­ten gro­ßen Jugend­stil­bau in Iserlohn.