20 Mäd­chen in den Ret­tungs­wa­chen

29. April 2013
von Redaktion

17 Jungs durf­ten in den „Bun­ker“

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Chris­toph Haber führ­te die Jun­gen durch das Kata­stro­phen­schutz- und Lage­zen­trum im Lüden­schei­der Kreis­haus. Foto: Kat­ja Fall/Märkischer Kreis


Der Ret­tungs­dienst und die klas­si­sche Ver­wal­tungs­ar­beit waren die Schwer­punk­te beim Girls‚- und Boys‚Day der Kreis­ver­wal­tung. Wäh­rend sich die jun­gen Damen in den vier Ret­tungs­wa­chen des Krei­ses in Hal­ver, Wer­dohl, Mein­erz­ha­gen und Bal­ve genau umschau­en konn­ten, wur­de den Jun­gen unter ande­rem ein Blick in das „Herz“ des Kata­stro­phen­schut­zes des Mär­ki­schen Krei­ses gewährt. Sie durf­ten sich im „Kata­stro­phen­schutz- und Lage­zen­trum“ des Lüden­schei­der Kreis­hau­ses genau umse­hen.
Unter dem Mot­to „Unter die Lupe genom­men“ konn­ten die 20 Mäd­chen nicht nur einen Blick hin­ter die Kulis­sen des Ret­tungs­diens­tes wer­fen, sie durf­ten sich auch bei prak­ti­schen Übun­gen – bei­spiels­wei­se einer Herz-Lun­gen-Wie­der­be­le­bung an einer Reani­ma­ti­ons­pup­pe – bewei­sen. Der Beruf des Ret­tungs­as­sis­ten­ten ist einer mit Zukunft, da sind sich die Gast­ge-ber in den Wachen sicher. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te die Ret­tungs­wa­che Wer­dohl ein Ange­bot für die Mäd­chen gemacht. Die­sem guten Bei­spiel fol­gen in die­sem Jahr auch die übri­gen Wachen des Krei­ses. Ein­ge­la­den waren Mäd­chen der Klas­sen 8 bis 10. Die Kreis­ver­wal­tung hat­te zum elf­ten Mal zum Girls´Day ein­ge­la­den – zum ers­ten Mal in die Ret­tungs­wa­chen.
Die 17 Jun­gen erfuh­ren bei ihrem Blick hin­ter die Kulis­sen der Kreis­ver­wal­tung etwas über den Beruf des Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­ten. Die Teil­neh­mer waren zwi­schen 12 und 16 Jah-ren alt und kamen aus Lüden­scheid, Alte­na, Hemer und Hagen. Sie besu­chen sowohl Haupt- oder Real­schu­len als auch Gym­na­si­en. Über­rascht von der gro­ßen Reso­nanz zeig­te sich Kat­ja Fall, Aus­bil­dungs­lei­te­rin des Mär­ki­schen Krei­ses: „Die Plät­ze für den Boys‘ Day waren schnell ver­ge­ben, wir haben sogar noch zwei Mal auf­ge­stockt, um mehr Jun­gen die Mög­lich­keit für einen Ein­blick in das Ver­wal­tungs­ge­sche­hen zu geben“.
Chris­toph Haber aus dem Bür­ger­bü­ro, Orga­ni­sa­tor des Boys‘ Days, stell­te den Kreis und des­sen Ein­rich­tun­gen vor, erläu­ter­te, wel­che Aus­bil­dungs- und Prak­ti­kums­mög­lich­kei­ten bestehen, was bei Bewer­bun­gen zu beach­ten ist und wie die Ein­stel­lungs­ver­fah­ren ablau­fen. „Der Beruf ist sehr viel­sei­tig, denn mit Abschluss der Aus­bil­dung kann man eigent­lich in jedem Bereich der Kreis­ver­wal­tung ein­ge­setzt wer­den“, so Haber.
Die Jugend­li­chen hat­ten Gele­gen­heit, bei einem Rund­gang durch das Kreis­haus einen Ein­blick in die Tätig­kei­ten des Bür­ger­bü­ros bekom­men. Dort haben sie einen Antrag auf Aus­stel­lung einer vor­über­ge­hen­den Fahr­erlaub­nis aus­ge­füllt (hier: Fahr­rad, Inli­ner und Skate­board). Die­se ist ihnen dann auch aus­ge­stellt wor­den mit der Auf­la­ge, wäh­rend der Fahrt einen ent­spre­chen­den Helm zu tra­gen. Als Erin­ne­rung an die­sen Tag durf­ten sie die­se Erlaub­nis dann mit­neh­men.
Eben­falls in ihrer Erin­ne­rung blei­ben dürf­te der Rund­gang durch die Kata­stro­phen­schutz- und Lage­zen­trum beim Mär­ki­schen Kreis, kurz auch „Der Bun­ker“ genannt. In einem Zeit­al­ter von Inter­net und Han­dys waren die Jun­gen dar­über ver­wun­dert, dass dort noch Funk­an­la­gen betrie­ben wer­den. Denn, sogar wenn das Tele­fon- und Mobil­funk­netz aus­fal­len, kann über die Funk­an­la­ge kom­mu­ni­ziert wer­den. Abge­run­det wur­de die Füh­rung noch durch einen Besuch in der Dru­cke­rei im Kreis­haus. „Wir wün­schen uns für die Zukunft, dass mehr jun­ge Män­ner die Chan­ce auf Viel­falt in einem Ver­wal­tungs­be­ruf erken­nen und sich für die Aus­bil­dung beim Mär­ki­schen Kreis bewer­ben wer­den“, gab Kat­ja Fall zum Abschluss der Ver­an­stal­tung den Jun­gen mit auf den Weg.