Bell Book & Cand­le “Unplug­ged”

31. Januar 2013
von Redaktion

Bell Book & Cand­le “Unplug­ged” Sams­tag, 13. April 2013 Stadt­hal­le Atten­dorn Beginn 20 Uhr Ein­lass 19 Uhr

Bild Bell Book and Candle etwas kleinerWas kann es schö­ne­res geben, als Band gleich mit der ers­ten Sin­gle einen Rie­sen­hit zu lan­den? Rie­sen­hit meint Rie­sen­hit, einen, den die Spat­zen von den Dächern pfei­fen, einen, der über alle Kanä­le kommt, eine Num­mer, an der man nicht vor­bei kommt, nicht nur hier, son­dern in etli­chen wei­te­ren Län­dern. So gesche­hen bei Bell Book & Cand­le. „Res­cue Me“ heißt das gute Stück, das mil­lio­nen­fach über die Ver­kaufs­tre­sen gereicht wur­de, in 20 Län­dern mit die Charts anführ­te und die Drei zu den weni­gen deut­schen Bands mit inter­na­tio­na­lem Erfolg avan­cie­ren ließ.

Was kann es düm­me­res geben, als Band gleich mit der ers­ten Sin­gle einen Rie­sen­hit zu lan­den? Plötz­lich kei­ne Zeit mehr zu haben, um krea­tiv arbei­ten zu kön­nen, oft­mals von einem Teil der Medi­en nur auf die­ses eine Lied redu­ziert und vor allem von eini­gen Kol­le­gen der eige­nen Plat­ten­fir­ma nicht als ernst zu neh­men­de For­ma­ti­on mit Kon­zep­ten und Visio­nen, son­dern aus­schließ­lich als schnel­ler Hit­lie­fe­rant akzep­tiert zu wer­den. Die Kehr­sei­te der Medail­le von Bell Book & Cand­le.

Das Trio hat sich für den zwar stei­ni­ge­ren, aber durch­aus ehr­li­che­ren Weg ent­schie­den. Sie woll­ten immer eine rich­ti­ge Band sein, rich­ti­ge Songs haben. Selbst auf das Risi­ko hin, Plat­ten­fir­men und ande­re ver­meint­lich (über)lebenswichtige Insti­tu­tio­nen zu ver­lie­ren. Weil sie sich und ihren Fans treu blie­ben, kön­nen wir mit Jana Groß, Hen­drik Röder und Andy Birr mitt­ler­wei­le das 18jährige Band­ju­bi­lä­um fei­ern.

Die knapp zwei Band­jahr­zehn­te glei­chen einer rasan­ten Ach­ter­bahn­fahrt. Die Fak­ten: Weit mehr als zwei Mil­lio­nen ver­kauf­ter Ton­trä­ger, über 1500 Kon­zer­te zwi­schen Tem­plin und Texas, Gold, Pla­tin und Drei­fach­gold, Echo und Bam­bi. Sound­tracks für Schimanski-„Tatort“ und „Das Bes­te aus mei­nem Leben“ sowie sechs Alben („Read My Sign“ – 1997, „Lon­ging“ – 1999, „The Tube“ – 2001, „Prime Time“ – 2003, „Big­ger“ – 2006 und „3 Day Under Pres­su­re“ – 2009).

Das jüngs­te Album heißt: „3 Day Under Pres­su­re“ und beinhal­tet gro­ße Momen­te der Ban­dära in abge­speck­ten Akus­tik­ver­sio­nen – ohne Fir­le­fanz und mit weit­rei­chen­der Tie­fe. Das über­stra­pa­zier­te „Weni­ger ist mehr“ fin­det hier sei­ne vol­le Anwen­dung. Irgend­je­mand hat ein­mal gesagt, dass man einen guten Song dar­an erkennt, dass man ihn auch pro­blem­los auf der Akus­tik­gi­tar­re spie­len kann. Bell Book & Cand­le haben das ver­stan­den.

Die Span­ne der Songs reicht vom Mega­sel­ler „Res­cue Me“ über den Schi­m­an­ski-Sound­track „Bliss In My Tears“ und dem aktu­ell von Eis­blu­me geco­ver­ten „Loui­se“ bis hin zu dem bis­her unver­öf­fent­lich­ten „Ana­bell“. Bell Book und Cand­le sind eine erwach­se­ne Band gewor­den, die es ver­steht, aus Pop­songs klei­ne Meis­ter­wer­ke zu machen. Freu­en wir uns auf die nächs­ten 19 Jah­re.