Wie vie­le Men­schen im Hoch­sauer­land­kreis sind auf Lebens­mit­tel­spen­den ange­wie­sen?

6. Mai 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Wie vie­le Men­schen in unse­rem Kreis­ge­biet sind auf Lebens­mit­tel­spen­den ange­wie­sen? Dazu stell­te die Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL) Mit­te April eine Anfra­ge an den Land­rat. Die Ant­wort kam schnell; denn die Kreis­ver­wal­tung hat dazu kei­ner­lei Erkennt­nis­se.
Hier der Text unse­rer Anfra­ge. (Viel­leicht hat ja jemand mehr Infos als die Kreis­ver­wal­tung und ist so freund­lich, uns wei­ter zu hel­fen?):
„Im Jahr 2001 grün­de­te der Cari­tas­ver­band in Mesche­de eine Hilfs­ein­rich­tung, die Lebens­mit­tel­spen­den an Bedürf­ti­ge aus­gibt. Die Mesche­der Tafel ver­teilt laut ihren Publi­ka­tio­nen an immer mehr Men­schen gespen­de­te und „über­flüs­si­ge“ Nah­rungs­mit­tel. Mit­te 2012 unter­stütz­te die Ein­rich­tung rund 880 Per­so­nen. Ca. 50 ehren­amt­li­che Hel­fe­rin­nen und Hel­fer sind bei der Mesche­der Tafel in Ein­satz. Hil­fe­be­rech­tigt sind Hartz IV- und Grund­si­che­rungs­emp­fän­ge­rIn­nen.
Den Ehren­amt­li­chen gilt viel Dank für ihr Enga­ge­ment. Trotz­dem, die Ent­wick­lung bei den Waren­kör­ben und Tafeln stimmt vie­le Men­schen nach­denk­lich. Frag­lich ist, ob die­se Art der Ver­wal­tung und Unter­stüt­zung von Armut der rich­ti­ge Weg ist. Wich­ti­ger und drin­gen­der sind aus­kömm­li­che Ein­kom­men und Ren­ten. Zur Armuts­be­kämp­fung ist eine grund­sätz­lich ande­re Rich­tungs­ent­schei­dung der Poli­tik erfor­der­lich. Das Pro­blem kön­nen wir im Sauer­land allein nicht lösen. Aber wir soll­ten wis­sen, wie vie­le Men­schen im Hoch­sauer­land­kreis gezwun­gen sind, sich Nah­rungs­mit­tel und ande­re Hil­fen zum Lebens­un­ter­halt über Waren­kör­ben und Tafeln zu orga­ni­sie­ren.
Daher bit­te ich Sie zu beant­wor­ten:
1. Ist Ihnen bekannt, wie vie­le Ein­rich­tun­gen im HSK, ähn­lich wie die Mesche­der Tafel, gespen­de­te Lebens­mit­tel an Bedürf­ti­ge ver­tei­len und wie vie­le Ehren­amt­li­che bei die­sen Orga­ni­sa­tio­nen mit­ar­bei­ten?
2. Wel­chen Dach­or­ga­ni­sa­tio­nen gehö­ren die Ein­rich­tun­gen an (Cari­tas, Dia­ko­nie, etc.)?
3. Wie vie­le Men­schen (Kin­der, Fami­li­en, Rent­ne­rIn­nen) nah­men die Hilfs­leis­tun­gen im ver­gan­ge­nen Jahr in Anspruch?
4. Ist Ihnen bekannt, wer die „Lie­fe­ran­ten“ der Lebens­mit­tel- und sons­ti­gen Spen­den sind und um wel­che Men­gen und Arten von Nah­rungs­mit­teln es sich han­delt?
5. In wel­chem Maße hat sich seit 2010 die Zahl der Hil­fe­su­chen­den ver­än­dert, in wel­chem die Men­ge der zur Ver­fü­gung ste­hen­den und gespen­de­ten Lebens­mit­tel?“
Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)