Ver­such­ter Betrug durch Schock­an­ruf durch gute Reak­ti­on verhindert

26. Juni 2013
von Redaktion

Bri­lon  Erneut ist im Hoch­sauer­land­kreis zu einem ver­such­ten Betrug durch einen soge­nann­ten Schock­an­ruf gekom­men. In die­sem Fall wur­de eine Ehe­paar aus Bri­lon ange­ru­fen. Der Anru­fer gab sich zunächst als Sohn des Paa­res aus. Als die Ehe­frau erwi­der­te, ihr Sohn sei zu Hau­se, schwen­ket der Täter um und gab sich als Nef­fe aus.

Anschlie­ßend schil­der­te der angeb­li­che Nef­fe, er habe einen Unfall gehabt und sei ver­letzt. Dann über­gab er das Tele­fon an einen wei­te­ren Mann, der vor­gab, Anwalt zu sein. Die­ser schil­der­te, der Nef­fe hät­te bei einem Unfall ein klei­nes Mäd­chen ange­fah­ren und dabei schwer ver­letzt. Bei einer Straf­an­zei­ge wür­den den Nef­fen jetzt drei bis fünf Jah­re Frei­heits­stra­fe erwar­ten. Dies kön­ne nur mit einer sofor­ti­gen Zah­lung eines fünf­stel­li­gen Bar­geld­be­trags an die Eltern des Kin­des abge­wen­det werden.

 

Da dem Ehe­paar die Umstän­de sehr merk­wür­dig erschie­nen, frag­ten sie den „Anwalt” gezielt nach dem Geburts­da­tum des Nef­fen und nach wei­te­ren Details zu des­sen Per­son. Da die Anru­fer die­se Fra­gen nicht beant­wor­ten konn­ten, been­de­ten sie das Gespräch. Das Tele­fo­nat wur­de kom­plett in rus­si­scher Spra­che geführt.

 

Der Poli­zei ist die­se Vor­ge­hens­wei­se bes­tens bekannt. Es han­delt sich um Betrü­ger, die über­wie­gend aus Ost­eu­ro­pa anru­fen und den Opfern immer ähn­li­che Geschich­ten von einer angeb­li­chen Not­la­ge naher Ver­wand­ter erzäh­len. Die­se ver­meint­li­chen Not­la­gen kön­nen vor­geb­lich immer nur mit der sofor­ti­gen Zah­lung hoher Bar­geld­be­trä­ge abge­wen­det wer­den. Alle die­se Fäl­le sind frei erfun­den und die Täter haben es ledig­lich auf das Geld der Opfer abge­se­hen. Wenn die Ange­ru­fe­nen auf den Betrug her­ein­fal­len, erscheint wenig spä­ter ein Bote an der Wohn­an­schrift der Opfer und möch­te das Bar­geld abho­len. Ziel­grup­pe sind meis­tens älte­re Men­schen, die aus dem ost­eu­ro­päi­schen Raum stammen.

 

Die Poli­zei rät drin­gend, sich kei­nes­falls auf die Über­ga­be von Bar­geld ein­zu­las­sen. Hin­ter­fra­gen Sie genau, wer sie angeb­lich anruft. Details zu der vor­ge­ge­be­nen Per­son kön­nen die Täter nicht ange­ben und ent­lar­ven sich damit sel­ber. Suchen Sie im Zwei­fels­fall von sich aus Kon­takt zu den Per­so­nen, die sie angeb­lich um Hil­fe bit­ten. Erstat­ten Sie eine Anzei­ge bei der Polizei