Ste­ter Trop­fen höhlt das Gestein – Pro-Fracking-Pro­pa­gan­da rollt und rollt und rollt ….

15. März 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. NRW. Deutsch­land. „Fracking“ ist für man­che das Zau­ber-Wort des Jah­res. Für man­che, längst nicht für alle! „Fracking“ ist für uns, die wir angeb­lich auf den fan­tas­ti­schen Schät­zen sit­zen, das Hor­ror-Gespenst der Zukunft, sozu­sa­gen der Super-GAU.

 

Ängs­te kön­nen posi­tiv beein­flusst und rela­ti­viert wer­den. Hilf­reich ist dabei mit­un­ter die Presse.

 

Es ist unüber­seh­bar, es rollt eine gigan­ti­sche media­le Pro­pa­gan­da-Maschi­ne­rie pro För­de­rung des angeb­lich so wachs­tums­brin­gen­den und glücks­ver­hei­ßen­den Gas-Schat­zes. Rollt sie so lan­ge, bis sie uns eines Tages überrollt?

 

Bei­spie­le aus der aktu­el­len Bericht­erstat­tung don­nern uns förm­lich auf die Füße, z.B. diese:

 

Frank­fur­ter All­ge­mei­ne vom 11.03.2013 „Fracksau­sen vor dem Fracking“ „Deutsch­land sitzt auf einem gro­ßen Gas­schatz in tief lie­gen­dem Gestein. Um es ans Tages­licht zu beför­dern, muss das Gestein „gefrackt“ wer­den. Vie­le Bür­ger machen sich Sor­gen. Doch es wäre töricht, aus purer Angst vor jedem Risi­ko, die­sen Schatz nicht zu heben. Eine Ana­ly­se. …“ Und hier zum Ein­le­sen ein klei­ner Abschnitt aus der besag­ten „Ana­ly­se“:

„ … Denn die wirt­schaft­li­chen Effek­te einer Gewin­nung von unkon­ven­tio­nel­lem Öl und vor allem Gas könn­ten auch in Deutsch­land beacht­lich sein. Die Bun­des­an­stalt für Geo­wis­sen­schaf­ten und Roh­stof­fe schätzt die vor allem in Nord­deutsch­land ver­mu­te­ten Gas­re­ser­ven auf sie­ben bis 22 Bil­lio­nen Kubik­me­ter. Selbst wenn davon nur ein Zehn­tel geför­dert wür­de, könn­te das rei­chen, die deut­sche Gas­nach­fra­ge auf Jah­re zu decken. …“

Klick:

http://​www​.faz​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​/​e​n​e​r​g​i​e​p​o​l​i​t​i​k​-​f​r​a​c​k​s​a​u​s​e​n​-​v​o​r​-​d​e​m​-​f​r​a​c​k​i​n​g​-​1​2​1​1​0​9​6​6​.​h​tml

 

Das nächs­te Bei­spiel offe­riert uns Spie­gelon­line eben­falls am 11.03.2013 „Umstrit­te­ne Erd­gas­för­de­rung: For­scher wol­len Fracking in Deutsch­land Fracking bedeu­tet einen har­ten Ein­griff in die Natur: Um Gas zu för­dern, wer­den bei Boh­run­gen Mil­lio­nen Liter Che­mieb­rü­he in den tie­fen Unter­grund gepresst. Wis­sen­schaft­ler haben das Risi­ko für Deutsch­land unter­sucht – und geben grü­nes Licht. Unter stren­gen Auflagen. …“

Klick:

http://​www​.spie​gel​.de/​w​i​s​s​e​n​s​c​h​a​f​t​/​t​e​c​h​n​i​k​/​u​m​s​t​r​i​t​t​e​n​e​-​e​r​d​g​a​s​-​f​o​e​r​d​e​r​u​n​g​-​f​o​r​s​c​h​e​r​-​w​o​l​l​e​n​-​f​r​a​c​k​i​n​g​-​i​n​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​-​a​-​8​8​7​6​5​2​.​h​tml

 

Süddeutsche.de vom 12.03.13 ist mit Blick auf die USA ein wenig kri­ti­scher, aber …:

„Fracking belas­tet umlie­gen­de Gewässer

… Sowohl Chlo­rid, als auch die Schweb­stof­fe hät­ten nega­ti­ve Fol­gen für die Umwelt, sagen die US-Wis­sen­schaft­ler. Bis­her wur­den vor allem Aus­wir­kun­gen des Frackings auf das Grund­was­ser befürch­tet. Die For­scher war­nen nun vor Fol­gen für das Ober­flä­chen­was­ser und for­dern wei­te­re Untersuchungen.

In Deutsch­land sieht es nach Exper­ten­mei­nung bes­ser aus. “Die Risi­ken für das Grund­was­ser sind im Ver­gleich zu den Gefah­ren für das Ober­flä­chen­was­ser die grö­ße­ren”, sagt Bernd Kirsch­baum vom Umwelt­bun­des­amt. Der wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter im Fach­ge­biet Was­ser und Boden erklärt, sagt, die Stu­die sei inter­es­sant, aber kaum auf Deutsch­land übertragbar. …“

Klick:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/erdgasgewinnung-in-den-usa-fracking-belastet-umliegende-gewaesser‑1.1621882

Wir kön­nen gespannt dar­auf sein, wel­che Lawi­nen da noch auf uns zurollen.

Auch dar­um: Kein Fracking – hier und nirgendwo!

Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)