SPD nimmt Mars­bergs Bar­rie­re­frei­heit unter die Lupe

25. März 2013
von Redaktion

P1120593In der Rei­he „SPD-Frak­ti­on vor Ort“ hat die Mars­ber­ger SPD inner­städ­ti­sche Berei­che besich­tigt und neben eini­gen guten Ansät­zen auch nicht weni­ge, ver­bes­se­rungs­wür­di­ge Zustän­de vor­ge­fun­den. Zusam­men mit der Ver­trau­ens­per­son der schwer­be­hin­der­ten Men­schen im LWL-The­ra­pie­zen­trum, Ralf Wal­fort, und dem Mars­ber­ger Orts­vor­ste­her Man­fred Gie­sche unter­such­ten zwei Roll­stuhl­fah­re­rin­nen und die Mit­glie­der des SPD-Stadt­ver­ban­des in einer zwei­stün­di­gen Bege­hung rund 80 an und in der Nähe der Haupt­stra­ße lie­gen­de Geschäfts­ge­bäu­de eben­so, wie das Bür­ger­haus. Wäh­rend die abge­flach­ten Bür­ger­stei­ge und die Ein­gän­ge der Spar­kas­se und der Volks­bank posi­tiv notiert wer­den konn­ten, gab ins­be­son­de­re das Bür­ger­haus Anlass zur Kri­tik. Hier fin­det sich zwar die ein­zi­ge, behin­der­ten­ge­rech­te Toi­let­te der Stadt, die­se ist aber mit einem Roll­stuhl nicht erreich­bar. Selbst wenn man in das nicht immer geöff­ne­te Gebäu­de gelangt, kann dort der Fahr­stuhl in das Unter­ge­schoss nicht genutzt wer­den, da der Aus­gang zuge­stellt ist. Ein unhalt­ba­rer Zustand auch nach Auf­fas­sung des Stadt­mar­ke­ting Mars­berg e.V.: „Als öffent­li­che und ein­zig behin­der­ten­ge­rech­te Toi­let­te der Stadt ist das Bür­ger­haus auch an den Wochen­en­den ein Muss“, so des­sen Geschäfts­füh­rer Rüdi­ger Nent­wig. Pro­blem­be­wusst zeig­ten sich nahe­zu alle Ein­zel­händ­ler, deren Hilfs­be­reit­schaft hier­ne­ben vor­bild­lich war. Die Roll­stuhl­fah­re­rin­nen muss­ten jedoch bei vie­len der mit Trep­pen und Stu­fen ver­se­he­nen Ein­gän­ge der Geschäf­te zunächst von außen auf sich Auf­merk­sam machen, bevor Ihnen Türen geöff­net oder bar­rie­re­freie Sei­ten­ein­gän­ge  gezeigt wer­den konn­ten. Hier reg­ten die Betei­lig­ten eine gut sicht­ba­re, ein­heit­li­che Kenn­zeich­nung der Laden­lo­ka­le an, durch die auch orts­un­kun­di­ge Men­schen mit Behin­de­rung ange­spro­chen und infor­miert wer­den. Wei­te­re Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge z.B. bei der Aus­wei­sung von Park­flä­chen und Besei­ti­gung von Bord­stei­nen und Rin­nen wer­den in den kom­men­den Wochen in einer Arbeits­grup­pe bespro­chen und an die Ver­wal­tung wei­ter­ge­lei­tet. Inter­es­sier­te kön­nen sich bei dem Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Peter Prüm­per mel­den und mit eige­nen Vor­schlä­gen einbringen.