Selbst­hil­fe im Wal­bur­ga-Kran­ken­haus

18. Juni 2013
von Redaktion

Grup­pen und Kon­takt­stel­le prä­sen­tier­ten sich bei Gesund­heits­wo­che

Hoch­sauer­land­kreis. „Gemein­sam stark sein“ – Unter die­sem Mot­to prä­sen­tier­ten sich im Rah­men der Gesund­heits­wo­che im St. Wal­bur­ga-Kran­ken­haus Mesche­de am Sams­tag vie­le Selbst­hil­fe­grup­pen aus dem Hoch­sauer­land­kreis sowie die Selbst­hil­fe­kon­takt­stel­le AKIS im HSK, das Kom­pe­tenz­team Selbst­hil­fe Hoch­sauer­land und die Sucht­be­ra­tungs­stel­le des Cari­tas­ver­ban­des Bri­lon.

Was machen eigent­lich Selbst­hil­fe­grup­pen? Und wo fin­de ich die pas­sen­de Grup­pe? Die­se und wei­te­re Fra­gen rund um das The­ma Selbst­hil­fe beant­wor­ten die AKIS im HSK – Arns­ber­ger Kon­takt- und Infor­ma­ti­ons­stel­le für Selbst­hil­fe­grup­pen im Hoch­sauer­land­kreis – und das Kom­pe­tenz­team Selbst­hil­fe Hoch­sauer­land, eine Gemein­schaft von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, die sich ehren­amt­lich für die För­de­rung und Unter­stüt­zung der Selbst­hil­fe im HSK enga­gie­ren.

„Noch immer haben vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Vor­stel­lung, dass in Selbst­hil­fe­grup­pen Men­schen in Nor­we­ger-Pul­lis und Bir­ken­stock-Schlap­pen im Stuhl­kreis sit­zen, und genau die­ses Vor­ur­teil  wol­len wir abbau­en!” erzählt Mari­on Brasch, Lei­te­rin der AKIS im HSK. Die AKIS im HSK ist die zen­tra­le Anlauf­stel­le für alle Fra­gen und Infor­ma­tio­nen zur Selbst­hil­fe und Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on im HSK und unter­stützt sowohl Selbst­hil­fe­grup­pen als auch Betrof­fe­ne, Ange­hö­ri­ge und Fach­leu­te.

Eine „Selbst­hil­fe-Mei­le” an Infor­ma­ti­ons­stän­den bot sich nun den Besu­che­rIn­nen und Patienten/Patientinnen des St. Wal­bur­ga Kran­ken­hau­ses vom Foy­er aus über den gesam­ten Flur des Erd­ge­schos­ses. Aber nicht nur zu ver­schie­de­nen Krank­heits­bil­dern wie Krebs, Schlag­an­fall, Dia­be­tes, Bor­der­line, Bor­re­lio­se, Fibro­my­al­gie und Such­ter­kran­kun­gen konn­ten sich Inter­es­sier­te infor­mie­ren, son­dern sie konn­ten auch Grup­pen zu beson­de­ren Lebens­la­gen wie Ü50, Pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge, Ange­hö­ri­ge um Sui­zid, Allein­er­zie­hen­de und den Club Behin­der­ter und ihrer Freun­de ken­nen­ler­nen. Selbst­hil­fe basiert auf der Ver­ant­wor­tung des Men­schen für sich selbst und ent­steht immer dort, wo Men­schen ver­su­chen, ihre Lebens­pro­ble­me zu meis­tern. In Selbst­hil­fe­grup­pen kom­men Men­schen zusam­men, die unter einem gemein­sa­men Pro­blem lei­den, das sie mit ver­ein­ten Kräf­ten über­win­den möch­ten. Sie ent­ste­hen aus der Initia­ti­ve der von der Krank­heit oder Pro­blem­la­ge Betrof­fe­nen selbst her­aus. Sie selbst sind die Exper­ten, die sich zur gemein­sa­men Pro­blem­be­wäl­ti­gung zusam­men­fin­den.

Ergänzt wur­de das Ange­bot durch Vor­trä­ge des ehren­amt­li­chen Behin­der­ten­be­auf­trag­ten des Krei­ses, Heinz Aren­hö­vel, zum The­ma „Stu­fe für Stu­fe – Wir besei­ti­gen sie! Bar­rie­re­frei in Mesche­de”  und der AKIS im HSK mit dem Kom­pe­tenz­team Selbst­hil­fe Hoch­sauer­land, die über die His­to­rie, Bedeu­tung und Ent­wick­lung der Selbst­hil­fe im HSK refe­rier­ten.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über Selbst­hil­fe­grup­pen gibt es bei der AKIS im HSK, Tel.: 02931 9638–105, e‑Mail: selbsthilfe@arnsberg.de oder unter www.arnsberg.de/selbsthilfe.