Sekun­dar­schu­le Olsberg-Bestwig

17. Februar 2016
von Redaktion

Schü­ler nach ihren Talen­ten und Bega­bun­gen indi­vi­du­ell fördern
sekundarschuleanmeldungBestwig/​Olsberg. Die Sekun­dar­schu­le Ols­berg-Best­wig sieht sich als „Ort zum Leben und Ler­nen“, will an bei­den Stand­or­ten in Ols­berg und im Schul­zen­trum Best­wig ein wohn­ort­na­hes, hoch­wer­ti­ges und zukunfts­ori­en­tier­tes Schul­an­ge­bot für alle Kin­der machen. Rek­tor Micha­el Auf­mkolk nimmt im Inter­view Stel­lung zu den Vor­tei­len die­ser Schul­form und sei­nen Erfahrungen.
 
Was ist der ent­schei­den­de Vor­teil der Sekundarschule?
Das län­ge­re gemein­sa­me Ler­nen in den ers­ten bei­den Jah­ren. Wie in der Grund­schu­le blei­ben leis­tungs­star­ke und leis­tungs­schwa­che Kin­der in einer Klas­se zusam­men. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler wer­den ganz indi­vi­du­ell nach ihren Stär­ken und Schwä­chen, ihren Talen­ten und Bega­bun­gen geför­dert. In einer gro­ßen Klas­se einer Regel­schu­le wäre das schwie­ri­ger. Wir wol­len das Ange­bot für alle Kin­der sein. Gera­de die Mischung aus leis­tungs­star­ken und leis­tungs­schwa­chen Schü­lern wol­len wir. Die Kin­der ler­nen auch von­ein­an­der, es gibt viel Part­ner­ar­beit und gegen­sei­ti­ge Lernkontrollen.
 
Wie funk­tio­niert dabei die indi­vi­du­el­le Förderung?
Durch Lern­grup­pen, Kur­se und Arbeits­ge­mein­schaft gibt es auch da schon eine Dif­fe­ren­zie­rung. Ein Bei­spiel: Wer beim Voka­bel­test gut abge­schnit­ten hat, liest einen zusätz­li­chen Text. Die schwä­che­re Grup­pe wie­der­holt die Voka­beln noch ein­mal. Bei einem neu­en The­ma sind dann aber wie­der alle zusammen.
 
Anfangs gab es Vor­be­hal­te gegen­über der Ganz­tags­form. Wie hat sich das entwickelt? 
Das ist inzwi­schen selbst­ver­ständ­lich. Mon­tags, mitt­wochs und don­ners­tags ist Schu­le bis 15.15 Uhr. Ein Drit­tel der Kin­der isst in der Schu­le zu Mit­tag. Wäh­rend der 50 Minu­ten lan­gen Mit­tags­pau­se machen wir den Schü­le­rin­nen und Schü­lern Ange­bo­te, die sie frei­wil­lig nut­zen kön­nen: Les­e­club in der Schü­ler­bi­blio­thek, Bewe­gung bei Spie­le-Mix, Vol­ley­ball, Fuß­ball oder Tisch­ten­nis, außer­dem ist der Kicker­raum geöff­net. Mitt­wochs gibt es außer­dem noch einen Sin­ge­kreis mit viel Bewe­gung und Rhythmus.
 
Wie sieht der Nach­mit­tags­un­ter­richt aus?
Die Mischung macht’s. Es gibt mehr pra­xis­ori­en­tier­te Stun­den wie Sport oder Arbeits­leh­re, aber auch den nor­ma­len Unter­richt in Fächern wie Phy­sik, Bio­lo­gie oder Mathe­ma­tik. Mitt­wochs wer­den außer­dem Arbeits­grup­pen für die fünf­te Klas­se ange­bo­ten – unter ande­rem Musik, Sport und Schach.
 
Was müs­sen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler noch zu Hau­se erledigen?
Es gibt gene­rell kei­ne schrift­li­chen Haus­auf­ga­ben. Wir haben 36 Schul­stun­den pro Woche, davon sind vier bis sechs Stun­den für Lern­zei­ten vor­ge­se­hen. Dar­in erle­di­gen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler qua­si die ehe­ma­li­gen Haus­auf­ga­ben, denn die­se Stun­den haben einen hohen selbst­stän­di­gen Übungs­an­teil, bei dem die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zuneh­mend auch selbst ent­schei­den sol­len, zu wel­chem Fach sie arbei­ten wol­len. Natür­lich müs­sen sich die Kin­der trotz­dem zu Hau­se noch auf Klas­sen­ar­bei­ten vor­be­rei­ten oder Voka­beln üben. Aber das ist schon eine deut­li­che Ent­las­tung. Wenn sie nach 15.15 Uhr zu Hau­se sind, sind sie in der Regel auch wirk­lich fer­tig mit der Schu­le. Auch die Eltern wis­sen es zu schät­zen, wenn sie sich nicht mehr um Haus­auf­ga­ben küm­mern müssen.
 
Wie wer­den Fami­li­en bei Pro­ble­men unterstützt?
Wir haben an bei­den Stand­or­ten in Best­wig und Ols­berg jeweils einen Schul­so­zi­al­ar­bei­ter. In Best­wig ist das Ily­as Bali, der auch Tür­kisch spricht. In Ols­berg über­nimmt Sven­ja Brach­haus die­se Auf­ga­be. Bei­de haben fes­te Sprech­stun­den und ste­hen nach Bedarf für wei­te­re Ter­mi­ne zur Ver­fü­gung, um mit Eltern und Schü­lern über Pro­ble­me in der Schu­le und im Umfeld zu bespre­chen und gemein­sam nach Lösun­gen zu suchen.
 
Wann und wie kön­nen Eltern ihre Kin­der für das neue Schul­jahr 2016/17 in der Sekun­dar­schu­le Ols­berg-Best­wig anmelden?
Von Diens­tag, 16. Febru­ar, bis ein­schließ­lich Frei­tag, 26. Febru­ar, jeweils von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätz­lich am Mitt­woch, 24. Febru­ar, von 16 Uhr bis 18. Uhr wer­den in Best­wig und auch in Ols­berg die Anmel­dun­gen ent­ge­gen­ge­nom­men. Ein Anmel­de­for­mu­lar ist auf der Home­page hin­ter­legt. Mit­zu­brin­gen sind eine Geburts­ur­kun­de sowie das letz­te Grund­schul­zeug­nis nebst Schul­emp­feh­lung. Ansprech­part­ner für wei­te­re Infor­ma­tio­nen bin ich als Rek­tor, per Tele­fon unter 02962/976180 oder per E‑Mail an sekretariat@​sekundarschule-​olsberg.​de erreichbar.
 
Bild­zei­le: Freu­en sich auf die Anmel­dun­gen zum neu­en Schul­jahr: Petra Becker (re.) und Mar­ti­na Bücker im Sekre­ta­ri­at des Teil­stand­orts Best­wig sowie Schul­lei­ter Micha­el Auf­mkolk. Foto: Gemein­de Bestwig