Schlie­renzau­er will die 46

23. Januar 2013
von Redaktion

Mor­gen­stern wie­der in Wil­lin­gen

weltcup Gre­gor Schlie­renzau­er ist zurück und will beim Ski­flie­gen in Viker­sund mög­lichst schon sei­nen 46. Welt­cup-Sieg fei­ern und damit den Rekord des Fin­nen Mat­ti Nykä­nen ein­stel­len. „Gre­gor ist in sehr guter Form und er freut sich schon unheim­lich auf die vier Ski­flie­gen in Viker­sund und Har­r­achov und dann auf die Team-Tour“, ver­riet Chef­trai­ner Alex­an­der Point­ner der öster­rei­chi­schen Nach­rich­ten­agen­tur apa. Mar­tin Koch, Wolf­gang Loitzl, Micha­el Hay­böck und Lukas Mül­ler beglei­ten „Schlie­ri“ nach Nor­we­gen, Tho­mas Mor­gen­stern und Andre­as Kof­ler pau­sie­ren.

Bei­de sind aber dann auf jeden Fall zum Auf­takt der VERIVOX.de FIS-Team-Tour in Wil­lin­gen dabei, für die der ÖSV jetzt Schlie­renzau­er, Mor­gen­stern, Kof­ler, Lotzl, Koch, Manu­el Fett­ner und Micha­el Hay­böck gemel­det hat, die mit ihrem Team­bus wie­der vor und im Sauer­land Stern-Hotel woh­nen wer­den. „So wie der Gre­gor jetzt Stär­ke aus­strahlt, wird es in einer kür­ze­ren Zeit­span­ne sein“, dass sein Vor­sprin­ger den Nykä­nen-Rekord knackt und dann bei der Team-Tour über­bie­tet.

 

Ohne Vor­sprin­ger geht nichts

 

In die­se Tra­gen tru­deln die nament­li­chen Mel­dun­gen der bes­ten Ski­sprin­ger der Welt aus aller Her­ren Län­der im Wal­de­cker Welt­cup-Ort Wil­lin­gen ein. Doch min­des­tens genau­so wich­tig wie die Top­stars der Sze­ne sind für den Kult-Welt­cup und die damit ver­bun­de­ne VERIVOX.de FIS-Team-Tour die Vor­sprin­ger die von zwei Sauer­län­dern betreut wer­den. Denn ohne Vor­sprin­ger geht nichts im Ski­sprin­gen, so wie kein Fuß­ball­spiel ohne Schieds­rich­ter begin­nen kann.

Micha­el Schmidt und Hans-Eber­hard Ein­wäch­ter (67), der einst als Ski­sprung­trai­ner Marc Nöl­ke, den spä­te­ren RTL-Exper­ten und Co-Trai­ner in Öster­reich und Deutsch­land als Ski­sprin­ger ent­deckt hat, zeich­nen bei allen gro­ßen Ski­sprin­gen in Deutsch­land für die Män­ner und manch­mal auch Frau­en ver­ant­wort­lich, die die eisi­ge Anlauf­spur ein­fah­ren müs­sen und sie immer frei hal­ten müs­sen, wenn es schneit oder reg­net. Auch die Jury bedient sich der Vor­sprin­ger, um zu ent­schei­den, wie lang der Anlauf sein soll. Und beson­ders nach pri­ckeln­den Situa­tio­nen, Stür­zen der Stars oder nach Wind­pau­sen oder zu star­kem Schnee­fall , muss wie­der min­des­tens einer ran, bevor der Wett­kampf wei­ter geht.

Die Vor­sprin­ger rekru­tie­ren meist aus dem Natio­nen C-Kader. Sie­ben Akti­ve, dar­un­ter auch der Win­ter­ber­ger David Wink­ler, sind bereits für Wil­lin­gen gemel­det. Aber die Trup­pe ist auch inter­na­tio­nal. Vier Schwei­zer und zwei Slo­we­nen kom­men hin­zu. 15 müs­sen es min­des­tens sein, beim Ski­flie­gen sogar 18 bis 20, weiß das Duo um den Frau­en-Co-Trai­ner Schmidt und den Rou­ti­nier Ein­wäch­ter zu berich­ten. Letz­te­rer betreut sei­ne Ath­le­ten oben im Turm, „wer an der Rei­he ist, ent­schei­den sie meist selbst”, Schmidt steht bei den Trai­nern auf dem Podest, hat Funk­kon­takt zu Ein­wäch­ter  und hält Kon­takt zur Jury. Es ist auch schon vor­ge­kom­men, dass Vor­sprin­ger per Hub­schrau­ber von einem zum ande­ren Wett­be­werb an einem Tag ein­ge­flo­gen wur­den.

Oben auf den Schan­zen ist es in den letz­ten Jah­ren kom­for­ta­bler gewor­den. Auf­wärm­räu­me sind die Rege, mit TV-Gerä­ten aus­ge­stat­tet, um den Wett­kampf ver­fol­gen zu kön­nen, in war­me Decken gehüllt und bei hei­ßem Tee. .

Natür­lich wol­len auch die Vor­sprin­ger eine gute Figur abge­ben, sind stolz, wenn sie mit Schlie­renzau­er, Jacob­sen oder Freund manch­mal sogar unter einem Dach, im sel­ben Hotel woh­nen. Oben auf dem Turm muss jeder von ihnen jeder­zeit ein­satz­be­reit sein. Höhen­angst ken­nen sie nicht. . „Bei star­kem Wind schau­kelt die Schan­ze oben bis zu einem Meter hin und her.“ Und so rei­sen sie quer durch Deutsch­land zu den Welt­cups im Ski­sprin­gen der Frau­en und Män­ner, der Nor­di­schen Kom­bi­na­ti­on oder den Con­ti­nen­tal­cups.

Anders als bei der Vier­schan­zen­tour­nee, wo der Job des Sauer­län­der Duos nach Oberst­dorf und Gar­misch-Par­ten­kir­chen zu Ende ist und ihre öster­rei­chi­schen Kol­le­gen über­neh­men, sind sie bei der VERIVOX.de FIS-Team-Tour von Beginn bis zum Ende dabei.