Mil­des Dezem­ber­wet­ter ließ Win­ter­sport­an­ge­bot schrump­fen

4. Januar 2013
von Redaktion
Schneehoehen im Sauerland live

Schnee­hoehen im Sauer­land live

Mildes Dezemberwetter ließ Wintersportangebot schrumpfen

Mil­des Dezem­ber­wet­ter ließ Win­ter­sport­an­ge­bot schrump­fen

Win­ter­berg (Hoch­sauer­land) Nach einem Bil­der­buch­start in die Sai­son gestal­te­te sich der Win­ter wenig aus­dau­ernd. Mil­des, reg­ne­ri­sches Wet­ter redu­zier­te das zunächst umfang­rei­che Win­ter­sport­an­ge­bot. Zehn Lif­te dre­hen sich zur­zeit in der Feri­en­welt Win­ter­berg. Die Bilanz für die Weih­nachts­fe­ri­en fällt ent­spre­chend durch­wach­sen aus. Die Tou­ris­ti­ker hof­fen nun auf eine Wen­de Mit­te Janu­ar.

 

Mit rund 40 Lif­ten und 150 Loi­pen­ki­lo­me­tern star­te­te die Win­ter­sport-Are­na Sauer­land am zwei­ten Dezem­ber­wo­chen­en­de in die Sai­son. Ein Groß­teil des Ange­bots ent­fiel auf die Feri­en­welt Win­ter­berg. Mas­sen an Neu­schnee lie­ßen die Schnee­de­cke immer wei­ter anwach­sen. Bei tie­fen Minus­tem­pe­ra­tu­ren schu­fen die Beschnei­ungs­an­la­gen wei­te­re Schnee­re­ser­ven.

 

„Die Men­ge an Natur­schnee und Kunst­schnee hät­te nor­ma­ler­wei­se gereicht, um min­des­tens die Weih­nachts­fe­ri­en als ers­te Hoch­sai­son zu über­brü­cken, eher sogar noch mehr“, weiß Win­ter­bergs Tou­ris­mus­di­rek­tor Micha­el Beck­mann. Doch schon das drit­te Dezem­ber­wo­chen­en­de lei­te­te den Wet­ter­um­schwung ein. „Die unge­wöhn­lich mil­den Tem­pe­ra­tu­ren waren gar nicht das größ­te Pro­blem“, weiß Meinolf Pape vom Ski­dorf Neu­as­ten­berg. Teils über 30 Liter Regen pro Qua­drat­me­ter und Tag sei­en in der Zeit um Weih­nach­ten her­um gefal­len und hät­ten die Schnee­mas­sen nach und nach tal­wärts gespült.

 

Bereits an den Weih­nachts­ta­gen redu­zier­te sich das Ange­bot auf die hoch­ge­le­ge­nen, beschnei­ten Ski­ge­bie­te. Knapp 30 Lif­te dreh­ten sich in der Feri­en­welt Win­ter­berg. Loi­pen stan­den nir­gend­wo in der Regi­on zur Ver­fü­gung.

 

„In den Weih­nachts­fe­ri­en stand unse­ren Gäs­ten ledig­lich ein Rumpf­an­ge­bot zur Ver­fü­gung“, so Beck­mann. „Das ist zwar ärger­lich, aber ohne Beschnei­ungs­an­la­gen hät­ten wir gar nichts anbie­ten kön­nen.“ Nur der vor­he­ri­ge, mas­si­ve Ein­satz der Schnee-Erzeu­ger habe Win­ter­sport in die­ser Zeit über­haupt mög­lich gemacht. „Maschi­nell erzeug­ter Schnee ist deut­lich wider­stands­fä­hi­ger“, bestä­tigt auch Pape. „Das zeigt allei­ne schon die Tat­sa­che, dass die dick beschnei­ten Pis­ten teil­wei­se jetzt noch befahr­bar sind, wäh­rend schon nach eini­gen Tagen Regen kei­ne Loi­pen mehr vor­han­den waren.“

 

Trotz ungüns­ti­ger Wit­te­rung habe es in den Weih­nachts­fe­ri­en in der fast aus­ge­buch­ten Feri­en­welt nicht mehr Stor­nie­run­gen als im zurück­lie­gen­den Jahr gege­ben, gibt Beck­mann zu beden­ken. „Das liegt einer­seits dar­an, dass ja eini­ge Lif­te lie­fen.“ Zudem habe die Tou­rist-Infor­ma­ti­on recht­zei­tig reagiert und Alter­na­tiv­an­ge­bo­te bereit­ge­hal­ten. Ein umfang­rei­cher Akti­vi­tä­ten­plan, eigens in Betrieb genom­me­ne Frei­zeit­an­ge­bo­te auf dem Erleb­nis­berg Kap­pe und vie­le wei­te­re Aus­flugs­zie­le in und um Win­ter­berg her­um sei­en will­kom­me­ne Vor­schlä­ge zur Berei­che­rung des Urlaubs­pro­gramms gewe­sen. Anders sah die Situa­ti­on bei den Tages­gäs­ten aus. Nur weni­ge Besu­cher ent­schlos­sen sich spon­tan, den Weg nach Win­ter­berg anzu­tre­ten.

 

Zur­zeit ist der Ski­be­trieb auf rund zehn Lif­te geschrumpft. Nicht nur Lift­be­trei­ber, auch Gas­tro­no­men und Ein­zel­händ­ler hof­fen auf einen bal­di­gen Wet­ter­um­schwung. „Die Zahl der Spon­tan­bu­chun­gen, ange­kur­belt durch gute Win­ter­sport­be­din­gun­gen, ist nach den Feri­en viel grö­ßer“, gibt Beck­mann zu beden­ken.

„Eine Aus­sicht auf sta­bi­le­res, käl­te­res Win­ter­wet­ter haben wir in der Monats­mit­te“, weiß Diplom-Geo­graph Meinolf Pape, der auch das Wet­ter­por­tal Sauer­land betreibt. „Wenn sich die Wet­ter­mo­del­le bestä­ti­gen, könn­ten die Schnee-Erzeu­ger dann wie­der arbei­ten und wie­der umfang­rei­che­rer Lift­be­trieb mög­lich sein.“ „Kehrt der Win­ter zurück, kann die Sai­son 2012/2013, ähn­lich wie im Vor­jahr, noch durch­aus erfolg­reich ver­lau­fen. Die zwei­te Hoch­sai­son im Febru­ar steht schließ­lich noch bevor“, betont Beck­mann.