Mas­ter­plan Win­ter­sport-Are­na geht in die zwei­te Run­de

6. Februar 2013
von Redaktion

skiVor rund zehn Jah­ren haben enga­gier­te Kräf­te den Mas­ter­plan Win­ter­sport-Are­na ent­wi­ckelt, um den Win­ter­tou­ris­mus im Sauer­land und Sie­ger­land-Witt­gen­stein zu för­dern – und damit die Regi­on zur füh­ren­den Win­ter­sport­re­gi­on nörd­lich der Alpen ent­wi­ckelt. Die Wei­ter­ent­wick­lung, der Mas­ter­plan 2.0, knüpft nun dar­an an.

 

Inner­halb weni­ger Jah­re ist es den Betei­lig­ten gelun­gen, das Gebiet zur bedeu­tends­ten Win­ter­sport­re­gi­on nörd­lich der Alpen zu ent­wi­ckeln. „Wir haben gemein­sam viel erreicht, doch die künf­ti­gen Bedin­gun­gen sind ande­re als noch vor zehn Jah­ren“, betont Micha­el Beck­mann, Vor­sit­zen­der der Win­ter­sport-Are­na Sauer­land. Dar­um will das Pro­jekt­bü­ro jetzt gemein­sam mit der Deut­schen Sport­hoch­schu­le Köln die erfor­der­li­chen Hand­lungs­fel­der  unter­su­chen und ein Kon­zept zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung erar­bei­ten.

 

Land­schafts- und Natur­schutz, Ener­gie und Ver­kehr, Schnee­si­cher­heit und Kli­ma­wan­del, ver­än­dern­de sozio­öko­no­mi­sche und demo­gra­phi­sche Rah­men­be­din­gun­gen sind die gegen­wär­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen.

Schneehoehen im Sauerland live

Schnee­hoehen im Sauer­land live

 

Wert­vol­le Erkennt­nis­se vor dem Hin­ter­grund des Kli­ma­wan­dels

Lang­jäh­ri­ge Wet­ter­auf­zeich­nun­gen zei­gen, dass die durch­schnitt­li­che Tem­pe­ra­tur lang­sam steigt – mit ent­spre­chen­den Aus­wir­kun­gen auf den Win­ter­sport. Ins­be­son­de­re der war­me Win­ter 2006/2007 hat die Dis­kus­si­on um den Kli­ma­wan­del ange­heizt. Ande­rer­seits ist der Win­ter­sport ein bedeu­ten­der Wirt­schafts­fak­tor in der Regi­on. Der Win­ter­sport-Are­na Sauer­land ist dar­an gele­gen, die Dis­kus­si­on sach­lich zu betrei­ben und die Pro­gno­sen mit Fak­ten zu unter­mau­ern.

 

Dar­um bil­den das Aus­wer­ten von neu­es­ten Pro­gno­sen auf dem Gebiet der Kli­ma­for­schung und regio­na­le Aus­wer­tung die Basis des Mas­ter­plans 2.0 Die Ver­ant­wort­li­chen erfas­sen zudem die Wet­ter­da­ten der Gegen­wart und wer­ten sie vor dem Hin­ter­grund der lang­fris­ti­gen Ent­wick­lung im Ver­lauf der zurück­lie­gen­den Jah­re aus, um dar­aus mög­lichst zuver­läs­si­ge Vor­her­sa­gen zie­hen zu kön­nen.

 

Wert­vol­le Erkennt­nis­se vor dem Hin­ter­grund des Kli­ma­wan­dels

Lang­jäh­ri­ge Wet­ter­auf­zeich­nun­gen zei­gen, dass die durch­schnitt­li­che Tem­pe­ra­tur lang­sam steigt – mit ent­spre­chen­den Aus­wir­kun­gen auf den Win­ter­sport. Ins­be­son­de­re der war­me Win­ter 2006/2007 hat die Dis­kus­si­on um den Kli­ma­wan­del ange­heizt. Ande­rer­seits ist der Win­ter­sport ein bedeu­ten­der Wirt­schafts­fak­tor in der Regi­on. Der Win­ter­sport-Are­na Sauer­land ist dar­an gele­gen, die Dis­kus­si­on sach­lich zu betrei­ben und stra­te­gi­sche Anpas­sungs­op­tio­nen zu prü­fen

 

Umfang­rei­che Erhe­bung von Daten

Die rich­tungs­wei­sen­de Kon­zep­ti­on bedarf umfang­rei­cher, sorg­fäl­ti­ger Erhe­bun­gen. So wird die Deut­sche Sport­hoch­schu­le die rele­van­ten räum­li­chen Nut­zungs­da­ten erfas­sen. Dazu gehö­ren Unter­su­chun­gen und Visua­li­sie­run­gen des zur­zeit nutz­ba­ren Pis­ten­rau­mes. Auch Ver­kehrs­raum, Park­flä­chen und Hotel­le­rie wer­den regis­triert, anschlie­ßend Bilanz zu zie­hen.

 

Eine Online-Befra­gung rich­tet sich an Gäs­te, aber auch an Bür­ger. Ein­hei­mi­sche und Dienst­leis­ter sol­len sich direkt an der Ange­bots- und Pro­dukt­ent­wick­lung betei­li­gen kön­nen. Dabei ste­hen die The­men­fel­der Ange­bots- und Pro­dukt­ent­wick­lung, Beschnei­ung, und Infra­struk­tur im Vor­der­grund.

 

Direk­te Bür­ger­be­tei­li­gung erwünscht

Die Betei­li­gung der Bür­ger reicht aber noch wei­ter. Ein Work­shop gibt ihnen die Mög­lich­keit, über mög­li­che Pro­ble­me zu dis­ku­tie­ren, Ide­en mit ein­zu­brin­gen und Bedürf­nis­se zu äußern. Ein­ge­la­den wer­den sol­len neben Bür­gern auch die Gemein­de­rä­te der betei­lig­ten Kom­mu­nen und die Dienst­leis­ter.

 

Auf Basis der erho­be­nen Daten aus der Online­be­fra­gung und vor­han­de­ner gesell­schaft­li­cher, wirt­schaft­li­cher und öko­lo­gi­scher Pro­gno­sen wagen die Ver­ant­wort­li­chen einen Blick in die Zukunft.

 

Da ein Groß­teil der Erhe­bun­gen bei lau­fen­dem Ski­be­trieb statt­fin­den muss, ist der Zeit­rah­men eng gestrickt und müs­sen bis zum Ende der Sai­son ange­schlos­sen sein.

 

Die Fort­ent­wick­lung des Mas­ter­plans in Höhe von bis zu 55.000 Euro wird durch das Land Nord­rhein-West­fa­len geför­dert. 80 Pro­zent trägt das Land, 20 Pro­zent die Win­ter­sport-Are­na Sauer­land.

 

 

Hin­ter­grund:

Tou­ris­ti­ker und Lift­be­trei­ber haben 2001 den Mas­ter­plan Win­ter­sport-Are­na auf den Weg gebracht. Unter­stützt wer­den sie dabei vom Land Nord­rhein West­fa­len, dem Hoch­sauer­land­kreis und dem Kreis Sie­gen-Witt­gen­stein. Zie­le waren und sind:

  • Die      all­ge­mei­ne Qua­li­täts­ver­bes­se­rung im Win­ter­sport
  • Die      Erhö­hung der Schnee­si­cher­heit
  • Die      gemein­sa­me, pro­fes­sio­nel­le Ver­mark­tung des Win­ter­sports
  • Die      Koor­di­na­ti­on und Bün­de­lung staat­li­cher För­de­rungs­mög­lich­kei­ten
  • Die      Instal­la­ti­on eines ein­heit­li­chen Ticket­sys­tems

 

Hin­ter­grund war der wet­ter­be­ding­te Ein­bruch im Win­ter­sport­tou­ris­mus. Nach den star­ken 80er Jah­ren brach­ten die 90er nur noch schnee­ar­me Win­ter, die für sin­ken­de Besu­cher- und Über­nach­tungs­zah­len ver­ant­wort­lich waren. Kern­punkt der Erwar­tun­gen ist eine zugrun­de geleg­te Anzahl von 80 Schnee­ta­gen pro Sai­son. Die­se Zahl sol­len Beschnei­ungs­an­la­gen aller­orts sichern. Dies betrifft sowohl im Bereich Ski alpin, als auch den Bereich Ski Nor­disch.

 

 

Infor­ma­ti­on:  

Die   Win­ter­sport-Are­na Sauer­land ist ein Zusam­men­schluss der Ski­ge­bie­te in den   Krei­sen Hoch­sauer­land, Sie­ger­land-Witt­gen­stein, Olpe und der Gemein­de   Wil­lin­gen. Durch gemein­sa­me Ver­mark­tung, ste­ti­ge Qua­li­täts­ver­bes­se­rung des   Win­ter­sport­an­ge­bots und Opti­mie­rung der Schnee­si­cher­heit hat sich die Regi­on   seit 2001 zur bedeu­tends­ten Win­ter­sport-Regi­on nörd­lich der Alpen ent­wi­ckelt.   Ins­ge­samt wur­den seit­dem rund 85 Mil­lio­nen Euro in den Aus­bau der Ange­bo­te   inves­tiert. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter http://www.wintersport-arena.de/.