Leser­brief: Roter Tep­pich für Kulturschaffende

7. April 2014
von Redaktion
Leserbriefe

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Sun­dern (Hoch­sauer­land) Ein wei­te­rer Mark­stein auf dem Weg in ein Kul­tur- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­trum in der frei wer­den­den Diet­rich-Bon­hoef­fer Schu­le wur­de  In der letz­ten Sit­zung des Kul­tur­aus­schus­ses gesetzt. Nach dem Besich­ti­gungs­ter­min, zu dem vie­le Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­den gekom­men waren ist die Ver­wal­tung jetzt beauf­tragt wor­den gemein­sam mit inter­es­sier­ten Kul­tur­schaf­fen­den ein Nut­zungs­kon­zept zu ent­wi­ckeln. Es geht dar­um,  wie die unter­schied­li­chen Nut­zer­grup­pen  ent­spre­chend ihrer Bedürf­nis­se unter­ge­bracht wer­den kön­nen. Mit Aus­nah­me der FDP bestand par­tei­über­grei­fend Kon­sens dar­in, die Chan­cen in einer Nut­zung von sehr unter­schied­li­chen Grup­pen zu sehen, übri­gens im Gegen­satz zur Ver­wal­tungs­vor­la­ge, die mehr Pro­ble­me als Chan­cen in einer Mul­ti­nut­zung sah. Ich mei­ne, wo ein Wil­le ist, ist auch ein Weg, der ers­te gro­ße Schritt ist jetzt getan.  Für Sun­derns Kul­tur­schaf­fen­de wür­de ich mich sehr freu­en, wenn die poli­ti­sche Mehr­heit als Ent­schei­der die­se Sicht­wei­se bei­be­hält  – bis zur tat­säch­li­chen Rea­li­sie­rung  des Kul­tur- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­trums.  Denn wei­te­re mög­li­che Stol­per­stei­ne war­ten an der nächs­ten Ecke: die Umbau­kos­ten und der Miet­zins. Ein Teil der Umbau­kos­ten wird durch Eigen­leis­tung der Ver­ei­ne geschul­tert wer­den kön­nen, da läuft die Stadt bei den Ver­ei­nen sicher offe­ne Türen ein. Unab­ding­bar aber ist, dass die Anmie­tung der Räum­lich­kei­ten bezahl­bar ist, Ehren­amt­li­che sind schließ­lich kei­ne Krö­sus­se.  Auch jun­ge Leu­te, die kei­nem Ver­ein ange­hö­ren  – Schü­ler und Schü­le­rin­nen bei­spiels­wei­se – soll­ten dort ihre Räu­me erhal­ten, z.B. als Pro­be­raum für eine Band oder als Krea­tiv­raum für Tech­nik- und Elek­tronik­fans oder auch nur als Raum zum ‚Chil­len‘. Selbst­ver­ständ­lich müss­ten die Räu­me für die ver­ein­sun­ge­bun­de­nen Jugend­li­chen kos­ten­los sein. Seit Schlie­ßung des Jugend­zen­trums gibt es in der Kern­stadt kei­ne wirk­li­chen Alter­na­ti­ven für Jugend­li­che.   Wo ein Wil­le ist, ist ein Weg, das haben wir kürz­lich an ande­rer Stel­le gese­hen. Da gab es doch einen gro­ßen roten Tep­pich,  er war geschmückt  mit Bril­lis auf dem Weg zum Traum­haus. Bril­lis kön­nen Kul­tur­schaf­fen­de lei­der nicht erwar­ten (Kul­tur­aus­ga­ben sind schließ­lich frei­wil­li­ge Aus­ga­ben),  der  rote Tep­pich aber müss­te mach­bar sein. Immer­hin, er steht schon mal bereit,  jetzt muss er nur noch aus­ge­rollt wer­den.  Ich fän­de es groß­ar­tig, wenn eine viel­fäl­ti­ge Kul­tur­sze­ne Ein­zug hält in der Diet­rich-Bon­hoef­fer Schu­le, wo nach Her­zens­lust geprobt und Erar­bei­te­tes  im pas­sen­den Ambi­en­te prä­sen­tiert wer­den kann.  Ich stel­le mir vor, dass die­ser Ort für ganz Sun­dern eine gro­ße Berei­che­rung wäre, so wie schon seit vie­len Jah­ren die Alte Mol­ke­rei  mit ihrem attrak­ti­ven  Kul­tur­ange­bot für Jung und Alt.

Karin Schrö­der, für die SPD Frak­ti­on sach­kun­di­ge Bür­ge­rin im Schul‑,Sport – und Kul­tur­aus­schuss  59846 Sundern

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