Land­rats-Besuch bei Akzo­No­bel: Füh­rend bei Pul­ver­la­cken in Euro­pa Werk Neheim mit wei­te­ren Mit­tel­ständ­lern in der Regi­on ver­netzt

23. Mai 2013
von Redaktion
Landrats-Besuch bei AkzoNobel: Führend bei Pulverlacken in Europa Werk Neheim mit weiteren Mittelständlern in der Region vernetzt

 

Hoch­sauer­land­kreis. „Die­se Dach­re­ling ist mit unse­ren Pul­ver­la­cken beschich­tet.“ Auf dem Fir­men­park­platz fällt es Geschäfts­füh­rer Marc Kon­ers­mann leicht, zu zei­gen, wo Pro­duk­te der Akzo Nobel Pow­der Coa­tings GmbH zum Ein­satz kom­men. Jetzt besuch­te Land­rat Dr. Karl Schnei­der zusam­men mit Micha­el Bison, Geschäfts­füh­rer der HSK-Wirt­schafts­fö­de­rungs-Gesell­schaft, das Werk in Neheim. Dort wer­den seit 1972 Pul­ver­la­cke pro­du­ziert.

 

Seit 2010 gehört es zu Akzo­No­bel. Der Kon­zern mit Sitz in den Nie­der­lan­den ist einer der welt­weit größ­ten Her­stel­ler von Far­ben, Lacken und Spe­zi­al­che­mi­ka­li­en mit welt­weit über 50.000 Mit­ar­bei­tern. In Deutsch­land sind es rund 4.000 Mit­ar­bei­ter. „Dem End­ver­brau­cher bekann­ter sind unse­re Mar­ken aus dem Bau­markt, wie Dulux, Mol­to oder Ham­me­ri­te und Sik­kens“, erklärt Kon­ers­mann.

Die Pul­ver­la­cke wer­den unter dem Mar­ken­na­men „Inter­pon“ ver­trie­ben. Anwen­dung fin­den die­se unter ande­rem in der Auto­mo­bil­in­dus­trie, wie das Bei­spiel Dach­re­ling zeigt. Auch Leicht­me­tall­fel­gen, Zier­leis­ten und Fahr­zeug­fe­dern wer­den damit beschich­tet. Zahl­rei­che der im Werk aus­ge­stell­ten Expo­na­te stam­men von Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rern aus der Regi­on, die aber eben­so wie Akzo­No­bel glo­bal agie­ren. „Es ist bemer­kens­wert, wie ver­netzt der hei­mi­sche Mit­tel­stand ist und damit wie­der ein­mal zeigt, wie stark und inno­va­tiv der Wirt­schafts-Stand­ort in unse­rer Regi­on ist“, sagt Land­rat Dr. Schnei­der.

 

Das Werk Neheim hat als „Cen­ter of Exper­ti­se“ im Bereich Auto­mo­ti­ve eine füh­ren­de Rol­le unter den Akzo­No­bel-Pul­ver­lack­be­trie­ben in Euro­pa. Wei­te­re Abneh­mer der Pul­ver­la­cke fin­den sich in den Bran­chen Archi­tek­tur, Möbel­her­stel­lung und in der all­ge­mei­nen Indus­trie.

 

In der Pro­duk­ti­ons­hal­le wird den Besu­chern der Her­stel­lungs­pro­zess vom Roh­stoff, über das Anset­zen der Roh­stof­fe und Extrusi­ons­ver­fah­ren bis hin zur Ver­mah­lung erklärt. „Ein gro­ßer Vor­teil von Pul­ver­la­cken ist, dass nicht auf­ge­tra­ge­nes Mate­ri­al im Beschich­tungs­pro­zess abge­saugt und in den Pro­zess zurück­ge­führt wer­den kann. Das schont die Umwelt“, erläu­tert Kon­ers­mann.

 

Die Pro­duk­ti­on wur­de im Jahr 2002 kom­plett neu gebaut und befin­det sich durch regel­mä­ßi­ge Inves­ti­tio­nen in Bezug auf Maschi­nen­aus­stat­tung, Arbeits­er­go­no­mie und Ener­gie­ver­wer­tung auf moderns­tem Stand. Pflicht im Pro­duk­ti­ons­be­reich, auch für die Gäs­te: das Tra­gen von Schutz­aus­rüs­tung wie einer Schutz­bril­le. „Sicher­heit spielt bei uns ein zen­tra­les The­ma“, so Kon­ers­mann. „Wir legen gro­ßen Wert auf ergo­no­mi­sche und siche­re Arbeits­plät­ze und schu­len unse­re Mit­ar­bei­ter fort­wäh­rend.“ Der Stand­ort ver­fügt über ver­schie­de­ne Zer­ti­fi­zie­run­gen bezüg­lich Qua­li­täts- und Umwelt­ma­nage­ment sowie Arbeits­si­cher­heit.

 

Nicht nur in Maschi­nen und Sicher­heit wur­de und wird inves­tiert, auch in die Mit­ar­bei­ter. „Wir konn­ten die Mit­ar­bei­ter­zahl inner­halb von zwei Jah­ren von 99 auf 145 stei­gern“, berich­tet Per­so­nal­lei­te­rin und Pro­ku­ris­tin Cari­na Opitz. Hin­zu kom­men noch 20 Mit­ar­bei­ter eines Ver­triebs­stand­orts, der in Lud­wigs­burg ansäs­sig ist.

 

Für die Mit­ar­bei­ter gibt es umfang­rei­che Ange­bo­te zur Wei­ter­bil­dung und zur fle­xi­blen Arbeits­zeit­ge­stal­tung. Auch wird sich der Stand­ort in die­sem Jahr in Zusam­men­ar­beit mit dem Hoch­sauer­land­kreis und der HSK-Wirt­schafts­för­de­rungs-Gesell­schaft um die Zer­ti­fi­zie­rung als fami­li­en­freund­li­ches Unter­neh­men bewer­ben.