„Kennt jeden Baum mit Vor­na­men“:

20. April 2013
von Redaktion

Peter Kott­hoff hat Mesche­der Stadt­forst geprägt

Foto: Über fast vier Jahrzehnte den Mescheder Stadtforst geprägt und weiterentwickelt: Bürgermeister Uli Hess (li.) verabschiedete jetzt den langjährigen Stadtförster Peter Kotthoff in den Ruhestand. Bildnachweis: Stadt Meschede

Foto: Über fast vier Jahr­zehn­te den Mesche­der Stadt­forst geprägt und wei­ter­ent­wi­ckelt: Bür­ger­meis­ter Uli Hess (li.) ver­ab­schie­de­te jetzt den lang­jäh­ri­gen Stadt­förs­ter Peter Kott­hoff in den Ruhe­stand. Bild­nach­weis: Stadt Mesche­de

Mesche­de. Der Mesche­der Stadt­forst ist Lebens­raum für unzäh­li­ge Pflan­zen- und Tier­ar­ten, Was­ser­spei­cher und Erho­lungs­ort, wirt­schaft­lich gese­hen „Spar­do­se“ für die Stadt Mesche­de und ein enorm viel­sei­ti­ges Öko­sys­tem. Geprägt, mit­ge­stal­tet und wei­ter­ent­wi­ckelt hat den Stadt­forst über die Zeit von fast vier Jahr­zehn­ten Peter Kott­hoff. Jetzt wur­de der lang­jäh­ri­ge Mesche­der Stadt­förs­ter in den Ruhe­stand ver­ab­schie­det – „stan­des­ge­mäß“ im Rah­men eines Wald­be­gangs von Stadt­rat und -ver­wal­tung.

Sowohl in öko­lo­gi­scher wie auch in wirt­schaft­li­cher Hin­sicht sei­en Wald und Holz enorm wich­tig, wür­dig­te Bür­ger­meis­ter Uli Hess die Bedeu­tung eines funk­tio­nie­ren­den Stadt­fors­tes: „Über fast 40 Jah­re war Peter Kott­hoff dafür ein Garant.“ In sei­ner Per­son hät­ten sich „Beruf und Beru­fung“ ver­bun­den, so Bür­ger­meis­ter Hess – Peter Kott­hoff ken­ne „bei­na­he jeden Baum mit Vor­na­men“, ergänz­te Wil­li Raulf, Vor­sit­zen­der des Arbeits­krei­ses Schna­de­zug, augen­zwin­kernd.

Ende Mai geht Peter Kott­hoff in den Ruhe­stand – Stadt­förs­ter Roland Wie­se über­nimmt nun die Gesamt­ver­ant­wor­tung für den Mesche­der Stadt­forst, bevor das Team per­so­nell wie­der auf­ge­stockt wird. Der Stadt­forst sei „gut gerüs­tet für die Zukunft“, beton­te Uli Hess. „Made in Mesche­de“ sei im Forst­be­reich zu einem „Qua­li­täts­merk­mal“ gewor­den, stell­te auch Peter Kott­hoff fest – das aber habe man nur gemein­sam errei­chen kön­nen: „Ver­trau­en ist dabei die Geschäfts­grund­la­ge“. Das Zusam­men­spiel von Rat, Stadt­ver­wal­tung, Förs­tern, Forst­un­ter­neh­men sowie Kun­den funk­tio­nie­re in der Kreis­stadt: „Und wenn alle dar­an mit­wir­ken, bleibt das auch so.“

Dazu soll auch der regel­mä­ßi­ge Wald­be­gang von Rats­mit­glie­dern und Stadt­ver­wal­tung bei­tra­gen. Der schei­den­de Stadt­förs­ter Peter Kott­hoff und sein Kol­le­ge Roland Wie­se mach­ten deut­lich, dass der Forst für die Stadt Mesche­de eine „her­vor­ra­gen­de Geld­an­la­ge“ sei: „Genera­tio­nen über­grei­fend ist Wald­ei­gen­tum eine siche­re Anla­ge­form, die sich trotz Stür­men, Brän­den oder ande­ren Aus­fäl­len deut­lich sta­bi­ler ver­hält als zum Bei­spiel Akti­en oder ande­re Finanz­ti­tel.“ Öko­lo­gie und Öko­no­mie sei­en dabei kein Wider­spruch – sie gehö­ren zusam­men, so Peter Kott­hoff: „Die rich­ti­ge Bewirt­schaf­tung sorgt für funk­tio­nie­ren­de Öko­sys­te­me – das nutzt der Umwelt und in letz­ter Kon­se­quenz auch der Ertrags­kraft.“