Jugend und Par­la­ment 2013

14. Juni 2013
von Redaktion

Fabi­an Blo­me ver­tritt den Wahl­kreis HSK in Ber­lin

UnbenanntHSK/Berlin. Im Rah­men des Rol­len­spiels „Jugend und Par­la­ment“ wur­den alle teil­neh­men­den Abge­ord­ne­ten des deut­schen Bun­des­ta­ges für 4 Tage durch einen Jugend­li­chen aus ihrem Wahl­kreis ersetzt. Für Patrick Sen­s­burg (CDU) durf­te Fabi­an Blo­me nach Ber­lin rei­sen.  Fabi­an Blo­me, 17 Jah­re alt, kommt aus Sun­dern und besucht zur­zeit das Wirt­schafts­gym­na­si­um in Neheim-Hüs­ten. Poli­tisch ist er in der Jun­gen Uni­on, der CDU und im Jugend­par­la­ment der Stadt Sun­dern aktiv.

Bei dem Rol­len­spiel des Besu­cher­diens­tes des Bun­des­ta­ges wur­den alle 311 Teil­neh­mer aus ganz Deutsch­land  mit neu­em Namen, neu­er Bio­gra­phie und neu­er poli­ti­schen Besin­nung aus­ge­stat­tet. Auch sei­ne rea­le Par­tei­zu­ge­hö­rig­keit wur­de dadurch aus­ge­he­belt, dass man einer Frak­ti­on zuge­lost wur­de. Die Par­tei­na­men wur­den im Spiel leicht abge­än­dert. So wur­de Fabi­an Blo­me der APD („Arbeit­neh­mer-Par­tei-Deutsch­lands“) zuge­lost, wel­ches in der Rea­li­tät der SPD ent­spricht. „Die­ses Los hat mich nicht gera­de erfreut. Ich habe es aber auch als Her­aus­for­de­rung ange­se­hen, 4 Tage lang poli­ti­sche Stand­punk­te zu ver­tre­ten die ich eigent­lich per­sön­lich so nie­mals ver­tre­ten könn­te. So muss­te man sich inten­siv mit Argu­men­ten und ver­schie­de­nen Sicht­wei­sen aus­ein­an­der­setz­ten, wodurch der eige­ne Argu­men­ta­ti­ons­hor­ri­zont deut­lich erwei­tert wur­de“, erzählt er uns. Am 1. der 4. Tage des Plan­spiels  wur­de man inner­halb der Frak­tio­nen in Lan­des­grup­pen auf­ge­teilt und bekam einem Aus­schuss zuge­teilt,  sowie die 4 fik­ti­ven Geset­zes­ent­wür­fe vor­ge­legt. Debat­tiert wur­de über die Ent­wür­fe PKW-Maut, Pfle­ge­frei­stel­lungs­ge­setz, anony­mi­sier­te Bewer­bung, sowie über eine Wahl­pflicht. „Ich bekam den  Aus­schuss Fami­lie zuge­wie­sen und durf­te mich dadurch mit dem Pfle­ge­frei­stel­lungs­ge­setz beschäf­ti­gen“ so Fabi­an zu unse­rer Zei­tung. Am fol­gen­den Tag wur­den die Pos­ten inner­halb der Frak­tio­nen und Arbeits­grup­pen belegt. Hier­bei durf­te sich Fabi­an Blo­me über den Pos­ten als Vor­sit­zen­der und Spre­cher der Arbeits­grup­pe Pfle­ge­frei­stel­lung freu­en, wo er sich gegen­über den wei­te­ren 24 Mit­glie­dern beson­ders  her­vor­he­ben konn­te. An die­sem Tag fand die inhalt­li­che Bespre­chung der Geset­zes­ent­wür­fe inner­halb der Arbeits­grup­pen und Frak­tio­nen statt. Fabi­an Blo­me beschrieb die­sen Ablauf als „einen sehr lang­wie­ri­gen und ner­ven­auf­rei­ben­den Pro­zess, da es immer wie­der Abweich­ler inner­halb der Frak­tio­nen gab und dadurch auch lan­ge Debat­ten, wodurch Frak­ti­ons­sit­zun­gen schon an die 4 Stun­den dau­ern konn­ten“. Am vor­letz­ten Tag stan­den die 1. Lesung im Bun­des­tag sowie die Arbeit in den Aus­schüs­sen mit anschlie­ßen­der Frak­ti­ons­sit­zung auf der Agen­da. „In den Aus­schüs­sen fand die wirk­li­che inhalt­li­che Arbeit an den Geset­zes­ent­wür­fen statt. Dort prall­ten ver­schie­de­ne Frak­ti­ons­mei­nun­gen auf­ein­an­der und man muss­te sich mit Mehr­heits­be­schluss auf einen Kom­pro­miss eini­gen, wobei natür­lich die Regie­rung, wozu wir von der APD lei­der nicht zähl­ten, deut­lich im Vor­teil war und ihre Vor­stel­lun­gen und Stand­punk­te deut­lich durch­brin­gen konn­te. Da hat man sich schon geär­gert, wenn am Ende 3 Stun­den Aus­schuss­ar­beit hin­ter einem lie­gen und man trotz­dem kei­ner sei­ner poli­ti­schen Stand­punk­te durch­brin­gen konn­te. Aber wie schon Franz Mün­te­fe­ring sag­te, Oppo­si­ti­ons­ar­beit ist Mist“, so Fabi­an. Am letz­ten Tag von „Jugend und Par­la­ment“ fand die 2. und 3. Lesung zu den Geset­zes­ent­wür­fen im Bun­des­tag statt. Hier­bei hat­te Fabi­an die Ehre, einer der 41 Red­ner von ins­ge­samt 311 Teil­neh­mern sein zu dür­fen, um sich vor den Bun­des­tag klar zu posi­tio­nie­ren. „Das war für mich etwas ganz beson­de­res, vor dem Red­ner­pult des deut­schen Bun­des­ta­ges ste­hen zu dür­fen und mich vor dem Ple­num erklä­ren zu kön­nen“ beschrieb Fabi­an. Am Ende des Pro­jek­tes fand eine Dis­kus­si­ons­run­de mit allein Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der im Bun­des­tag ver­tre­ten­den Par­tei­en statt, sowie ein Tref­fen mit dem Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nor­bert Lam­mert. Fabi­an Blo­me sel­ber beur­teilt die 4 Tage als „einen sehr prä­gen­den Ein­druck in die poli­ti­sche Gestal­tung und den gesetz­ge­ben­den Ablauf“.