JU NRW for­dert bür­ger­freund­li­che­ren Aus­bau der Windenergie

11. April 2014
von Redaktion

Jun­ge Uni­on Hoch­sauer­land stimmt dem Antrag zu

Mesche­de. Die Jun­ge Uni­on NRW hat sich auf dem JU-NRW-Tag in Pader­born für einen bür­ger­freund­li­che­ren Aus­bau der Wind­ener­gie aus­ge­spro­chen. Die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on stimm­te einem Antrag zu, in dem gefor­dert wird, dass die Städ­te und Gemein­den die Ver­ant­wor­tung über den Aus­bau der Wind­ener­gie bekom­men sollen.

Außer­dem for­dert die Jun­ge Uni­on auf ihrer Lan­des­ver­samm­lung, dass auch das Land NRW von einer Klau­sel Gebrauch machen soll, mit der Min­dest­ab­stän­de der Wind­kraft­an­la­gen von Wohn­bau­flä­chen fest­ge­legt wer­den kön­nen. Damit sol­len gera­de die Bür­ger im länd­li­chen Raum unter­stützt wer­den. Auch der Kreis­vor­sit­zen­de der Jun­gen Uni­on Hoch­sauer­land, Tho­mas Becker, stimm­te dem Antrag zu: „Die Ener­gie­wen­de ist nur gemein­sam mit den Men­schen mög­lich. Rot-Grün ver­sucht aber über die Köp­fe der Men­schen hin­weg zu ent­schei­den. So geht es nicht.“

Eben­so sprach sich die JU mit dem Antrag gegen den Bau von Wind­kraft­an­la­gen in Wäl­dern aus. Damit wür­de das Öko­sys­tem zu sehr gestört. Die JU NRW lehnt damit ent­spre­chen­de Aus­zü­ge aus dem Lan­des­ent­wick­lungs­plan ab.

Außer­dem for­dert die JU, dass Beein­träch­ti­gun­gen für die Bür­ger ver­hin­dert wer­den. Die Jun­ge Uni­on mach­te dabei ins­be­son­de­re auf Infra­schall, also nicht hör­ba­re Luft­schwin­gun­gen, und dau­er­haf­te Licht­si­gna­le aufmerksam.

Die rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung hat­te in ihrem Lan­des­ent­wick­lungs­plan im Gebiet der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg eine Flä­che von 18.000 Hekt­ar als Vor­rang­zo­ne für Wind­kraft­an­la­gen fest­ge­legt. Die­ses Gebiet  ist etwa so groß wie 25.210 Fuß­ball­fel­der und damit nicht viel klei­ner als das Stadt­ge­biet von Arns­berg oder Sun­dern. Auch im Kreis­tag führ­te die­se Fest­le­gung im Lan­des­ent­wick­lungs­plan schon zu Diskussionen.