Infor­ma­tio­nen und Mei­nun­gen zur Kreis­po­li­tik im HSK “Land­rä­te haben sich auf ihrem Invest­ment ausgeruht”

17. April 2014
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Ges­tern fand in Essen die Haupt­ver­samm­lung der RWE AG statt. Wie mehr­fach berich­tet, hält der HSK direkt und indi­rekt mehr als 5,9 Mio Akti­en und hat damit einen Anteil von 0.96 % am gesam­ten Akti­en­be­stand der RWe. Wie vie­le ande­ren Kom­mu­nen auch, muss der HSK in den nächs­ten Mona­ten sei­nen Akti­en­be­stand neu bewer­ten. Es wird sich eine Abwer­tung um ca. 300 Mio Euro erge­ben. Gleich­zei­tig feh­len die bis­he­ri­gen Ein­nah­men aus der Divi­den­de, die auf Vor­schlag des RWE-Vor­stands ges­tern von zuletzt 2 Euro auf nun nur noch 1 Euro je Aktie gekürzt wurde.

Die Wirt­schafts­zei­tung “Han­dels­blatt” ging in ihrem gest­ri­gen Leit­ar­ti­kel näher auf das Dilem­ma der Kom­mu­nen ein, unter dem Titel “Im Sog der Krise”.
Eini­ge Auszüge:
“Die Bür­ger­meis­ter und Land­rä­te müs­sen zwei bit­te­re Erkennt­nis­se akzep­tie­ren. An dem Dilem­ma, in dem die Kom­mu­nen jetzt ste­cken, sind sie zu einem gro­ßen Teil selbst schuld. Viel zu lan­ge haben sie sich auf ihrem Invest­ment aus­ge­ruht, ohne auf den per­ma­nen­ten Wert­ver­lust zu reagie­ren. Zwei­tens: Die Divi­den­den­kür­zung müs­sen sie not­ge­drun­gen akzep­tie­ren. Ohne die­sen Sanie­rungs­bei­trag der Aktio­nä­re wird RWE die Kri­se nicht bewäl­ti­gen können.”
“Die betrof­fe­nen Städ­te, Gemein­den und Land­krei­se haben zu Boom­zei­ten ihre Betei­li­gun­gen auf­ge­wer­tet, um die Bilan­zen auf­zu­hüb­schen – und sie haben sich viel zu lan­ge davor gedrückt, den Wert anzupassen.”
“Eben­so opti­mis­tisch war es, die eige­ne Mit­tel­frist-Pla­nung auf die zwei Euro auf­zu­bau­en, die RWE zuletzt an Divi­den­de bezahlt hat.”
“Über­haupt hät­te es seit dem Höchst­kurs 2008, als der Kurs über 100 Euro klet­ter­te, genü­gend Gele­gen­hei­ten gege­ben, gewinn­brin­gend aus­zu­stei­gen. Die Stadt Düs­sel­dorf hat Mit­te des letz­ten Jahr­zehnts bei­spiel­haft ihre Akti­en zu Geld gemacht.”

Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL/FW)