IG Metall hält Ableh­nung der Erhö­hung des Demo­gra­fietop­fes für unverantwortlich

10. September 2021
von Redaktion

West­fa­len-Lip­pe/Arns­berg. Als „unter­ir­di­sches Ange­bot” bezeich­net die IG Metall Arns­berg das Ange­bot der Arbeit­ge­ber der Holz- und Kunst­stoff­ver­ar­bei­ten­den Indus­trie und haben eine Stel­lung­nah­me zum ers­ten Ver­hand­lungs­tag der Tarif­run­de veröffentlicht:

In der ers­ten Ver­hand­lung der Tarif­run­de für die Beschäf­tig­ten in der Holz- und Kunst­stoff­ver­ar­bei­ten­den Indus­trie in West­fa­len-Lip­pe haben die Arbeit­ge­ber ges­tern ein ers­tes Ange­bot vor­ge­legt. Bei einer Lauf­zeit von 30 Mona­ten soll es zunächst bis 28. Febru­ar 2022 Null­mo­na­te geben. Zum 01. März 2022 soll sich das Ent­gelt für 12 Mona­te um 1,2 Pro­zent erhö­hen und dann für ein wei­te­res Jahr um 1,3 Pro­zent. Die Tarif­for­de­rung der IG Metall nach einer Erhö­hung des Demo­gra­fietop­fes, zur Gestal­tung des demo­gra­fi­schen Wan­dels in den Betrie­ben, leh­nen die Arbeit­ge­ber ab.

Car­men Schwarz, 1. Bevoll­mäch­tig­te der IG Metall Arns­berg: „Die­ses Ange­bot ist unter­ir­disch. Es wür­de auf­grund der anzie­hen­den Infla­ti­on ein Real­lohn­ver­lust für die Beschäf­tig­ten bedeu­ten.“ Car­men Schwarz beton­te zudem, dass die Ableh­nung der Erhö­hung des Demo­gra­fietop­fes ange­sichts der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen in den Betrie­ben unver­ant­wort­lich sei. „Wer die Zukunft der Bran­che sichern will, muss den demo­gra­fi­schen Wan­del in den Betrie­ben gestal­ten. Dafür braucht es eine finan­zi­ell attrak­ti­ve Mög­lich­keit in Alters­teil­zeit gehen zu kön­nen. Wer das nicht will, wird die Bran­che sehen­den Auges vor die Wand fah­ren“, Sven Schu­mann, Sekre­tär der IG Metall Arnsberg.

Schwar­zer Tag

Ange­sichts die­ses Ange­bo­tes bewer­tet die IG Metall Arns­berg den 1. Ver­hand­lungs­tag als schwar­zen Tag für die Bran­che. Die IG Metall for­dert in die­ser Tarif­run­de für die rund 31 000 Beschäf­tig­ten 4,5% mehr Ent­gelt bei einer Lauf­zeit von 12 Mona­ten und eine überproportionale Anhe­bung der Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen. Des Wei­te­ren soll der Demo­gra­fie-Betrag von aktu­ell 300 auf dann 750 Euro erhöht wer­den. Damit beläuft sich das For­de­rungs­vo­lu­men der dies­jäh­ri­gen Tarif­run­de auf ins­ge­samt 5,8 Prozent.

Nächs­ter Ver­hand­lungs­ter­min ist der 04. Okto­ber 2021