Fünf-Meter-Riss sorg­te für „tro­cke­ne Leitung“

4. April 2013
von Redaktion

Groß-Scha­den an Haupt­ver­sor­gungs­lei­tung im Bereich „Itt­me­cke“

Mesche­de. Eine Groß­scha­dens­la­ge an der Haupt­ver­sor­gungs­lei­tung hat am Mitt­woch, 3. April, zu Pro­ble­men mit der Trink­was­ser­ver­sor­gung im Bereich der Itt­me­cke in Mesche­de geführt: Meh­re­re hun­dert Haus­hal­te waren kurz­fris­tig ohne das „Lebens­mit­tel Nr. 1“; rund 50 Gebäu­de konn­ten sogar erst nach meh­re­ren Stun­den wie­der mit Trink­was­ser ver­sorgt wer­den. Ursa­che: Ein mehr als fünf Meter lan­ger Riss in der Trink­was­ser­lei­tung – und das noch direkt unter der Fahr­bahn der Hermann-Voss-Straße.

Gegen 11 Uhr wur­de das Team des hei­mi­schen Trink­was­ser­ver­sor­gers Hoch­sauer­land­was­ser GmbH (HSW) über Pro­ble­me im Bereich des Sche­der­wegs infor­miert. Bei der sofort ein-gelei­te­ten Scha­den­sor­tung stell­te sich her­aus, dass das Lei­tungs­netz im Bereich der Her­mann-Voss-Stra­ße beschä­digt sein muss­te. Die Was­ser­ver­lus­te waren dabei so umfang­reich, dass sogar der Hoch­be­häl­ter „Sün­delt“, der die­se Lei­tung speist, nahe­zu kom­plett „leer­ge­lau­fen“ ist. „Zeit­wei­se sind bis zu 60 Kubik­me­ter Was­ser pro Stun­de aus der schad­haf­ten Lei­tung aus­ge­tre­ten“, so Was­ser­meis­ter Micha­el Stappert.

Wäh­rend meh­re­re hun­dert Haus­hal­te ober­halb des St.-Walburga-Krankenhauses schnell über ande­re Trink­was­ser­lei­tun­gen ver­sorgt wer­den konn­ten, gestal­te­te sich die Situa­ti­on für Bewoh­ner von Itt­me­cker Weg, Reh­weg und Fasa­nen­weg weit­aus kom­pli­zier­ter. Das Pro­blem: „Hier gibt es kei­ne Quer­ver­bin­dung zu ande­ren Haupt­ver­sor­gungs­lei­tun­gen, die wir hät­ten nut­zen kön­nen“, erläu­tert Micha­el Stap­pert. Des­halb muss­ten die­se HSW-Kun­din­nen und Kun­den war­ten, bis das schad­haf­te Rohr auf einer Län­ge von über fünf Metern aus­ge­tauscht wor­den war. Dafür muss­te Stück für Stück die Fahr­bahn der Her­mann-Voss-Stra­ße auf­ge­bro­chen wer­den, um die in rund 1,40 Meter Tie­fe befind­li­che Ver­sor­gungs­lei­tung errei-chen zu kön­nen. Erst am Mitt­woch­abend konn­te daher in die­sem Bereich schritt­wei­se wie­der Trink­was­ser ins Lei­tungs­netz ein­ge­speist werden.

Es sei über­aus bedau­er­lich, dass vie­le Haus­hal­te über gleich meh­re­re Stun­den ohne Trink­was­ser gewe­sen sei­en, unter­streicht Robert Diet­rich, Tech­ni­scher Geschäfts­füh­rer der HSW – aller­dings habe der weit über­wie­gen­de Teil der Bevöl­ke­rung mit Ver­ständ­nis auf die sehr unge­wöhn­li­che Scha­dens­la­ge reagiert. Im Lauf des Don­ners­tags soll­ten die Repa­ra­tur­ar­bei­ten am Lei­tungs­netz abge­schlos­sen werden.