Frau­en­be­ra­tungs­stel­le in Mesche­de ist sehr gefragt … aber lei­der immer noch nicht bar­rie­re­frei

6. Februar 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Mesche­de. Für die nächs­te Kreis­tags­sit­zung am Frei­tag dem 22.02.2013 lie­gen vom Frau­en­zen­trum Frau­en­zim­mer e.V. in Mesche­de und von Frau­en hel­fen Frau­en e.V. in Arns­berg Anträ­ge auf För­de­rung ihrer Ein­rich­tung vor. Aus unse­rer Sicht ist es sehr wahr­schein­lich, dass die­sen Anträ­gen ent­spro­chen wird. Die bei­den Frau­en­be­ra­tungs­stel­len leis­ten sicher wich­ti­ge und gute Arbeit! Der Hoch­sauer­land­kreis emp­fiehlt, die frei­wil­li­gen Leis­tun­gen zu gewäh­ren

(Druck­sa­che 8/787).

 

Das Frau­en­zen­trum aus Mesche­de hat im Antrag auf Wei­ter­be­wil­li­gung des Kreis­zu­schus­ses vom Sep­tem­ber 2012 eine klei­ne Sta­tis­tik auf­ge­führt. Die Auf­stel­lung ver­deut­licht, wie die Bera­tungs­zah­len für hil­fe­su­chen­de Frau­en in den letz­ten vier Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich gestie­gen sind. 2008 waren es dem­nach „nur“ 919 Bera­tungs­ge­sprä­che, 2011 hin­ge­gen 1214.

 

Wei­ter wird in dem Schrei­ben erläu­tert, dass die Anzahl der rat­su­chen­den Frau­en aus dem öst­li­chen und süd­öst­li­chen Kreis­ge­biet in den zurück­lie­gen­den Jah­ren stets über der Anzahl der Frau­en aus dem Stadt­ge­biet von Mesche­de lag.  Bei­spiels­wei­se sei­en im Jahr 2011 131 Kli­en­tin­nen aus Mesche­de und 234 aus dem übri­gen Kreis­ge­biet gekom­men.

 

 

Die Grün­de für die Besu­che der Bera­tungs­stel­le lägen neben der Gewalt­pro­ble­ma­tik und dem The­ma Schei­dung und Tren­nung zuneh­mend bei psy­chi­schen Erkran­kun­gen. Ein Pro­blem im Zusam­men­hang mit den psy­chi­schen Erkran­kun­gen wie Depres­sio­nen und psy­cho­so­ma­ti­schen Stö­run­gen sehen die Mit­ar­bei­te­rin­nen vom Frau­en­zim­mer Mesche­de in den lan­gen War­te­zei­ten auf einen The­ra­pie­platz. Sie könn­ten sich von eini­gen Mona­ten bis zu einem Jahr hin­zie­hen. In der Bera­tungs­stel­le fän­den betrof­fe­ne Frau­en unbü­ro­kra­ti­sche Hil­fe.

 

Neben der Freu­de über die neu gestal­te­te Home­page berich­ten die Mit­ar­bei­te­rin­nen vom Frau­en­zim­mer e.V. über ein The­ma bei dem sie bis­her lei­der kei­ne Fort­schrit­te erzie­len konn­ten. Das ist die Bar­rie­re­frei­heit. Die Bera­tungs­stel­le „thront“ immer noch hoch oben in der Kol­ping­stra­ße 18 in Mesche­de. Um über die vie­len Trep­pen in die Räu­me zu kom­men, bedarf es einer gewis­sen Sport­lich­keit. Auch Müt­ter mit Kin­der­wa­gen ste­hen dort vor einer „Her­aus­for­de­rung“. So viel ich weiß, ist kein Auf­zug vor­han­den.  Bes­ser geeig­ne­te Räum­lich­kei­ten konn­ten dem Ver­ein von der Stadt Mesche­de bis­her lei­der nicht ange­bo­ten wer­den. Auch eige­ne Bemü­hun­gen sei­en nicht erfolg­reich gewe­sen.

 

Das ist sehr bedau­er­lich, zumal die Sied­lungs- und Bau­ge­nos­sen­schaft in Mesche­de ganz in der Nähe, im Rin­schen Park, in Kür­ze ein gro­ßes, neu­es Gebäu­de  auf einem ehe­mals städ­ti­schen Grund­stück errich­ten will.  Dort sol­len schon bald Senio­rin­nen und Senio­ren und Begi­nen ein­zie­hen.

Viel­leicht hät­ten die Pla­ner und Inves­to­ren dar­über ernst­haft nach­den­ken sol­len, in dem innen­stadt­na­hen Haus eini­ge Räu­me für die Frau­en­be­ra­tungs­stel­le zu berück­sich­ti­gen!? Wahr­schein­lich ist die Chan­ce

aber schon ver­tan!? Scha­de!

 

Wer mehr Infos über den Frau­en­zim­mer e.V. haben möch­te, hier noch der Link zur Home­page:

 

http://www.frauenberatung-hsk.de/startseite.html

 

Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)