Enkel­trick­be­tür­ger

28. März 2013
von Redaktion

Brilon/​Olsberg (Hoch­sauer­land)  Lei­der gleich zwei­mal hat­ten bis­lang unbe­kann­te Täter am Mitt­woch Erfolg mit der soge­nann­ten „Enkel­trick­ma­sche”. Vor­mit­tags rie­fen sie bei einer 77-jäh­ri­gen Frau aus Bri­lon an und gaben vor, der Enkel­sohn hät­te einen Unfall und bräuch­te drin­gend Bar­geld. Ein Bekann­ter wür­de das Geld abho­len und dem Enkel brin­gen. Wenig spä­ter erschien auch ein Mann an der Woh­nung der Frau und sie hän­dig­te ihm einen nied­ri­gen vier­stel­li­gen Bar­geld­be­trag aus. Nach­mit­tags sprach sie dann mit dem wah­ren Enkel und bemerk­te den Betrug. Dar­auf­hin ver­stän­dig­te die­ser die Polizei.

Am Mitt­woch­nach­mit­tag wur­de eine 87-jäh­ri­ge Frau aus Ols­berg gleich drei­mal ange­ru­fen. Auch ihr wur­de eine Geschich­te erzählt, bei der ein Ange­hö­ri­ger Geld aus einer Not­la­ge her­aus bräuch­te. Auch sie hän­dig­te dem nur zehn Minu­ten spä­ter an ihrer Woh­nungs­tür erschei­nen­den Mann einen nied­ri­gen vier­stel­li­gen Geld­be­trag aus und eine Fla­sche Was­ser. Um die hat­te der Täter sie näm­lich vor­ab schon am Tele­fon gebe­ten. Der Täter der Geld­über­ga­be aus Bri­lon wur­de beschrie­ben als etwa 25 Jah­re alt, süd­län­di­sche Erschei­nung, etwa 1,80 Meter groß, dunk­le Haa­re und beklei­det mit einem hel­len Kapu­zens­hirt. Von dem Mann aus Ols­berg liegt lei­der kei­ne Beschrei­bung vor. Auf Grund der recht ähn­li­chen Vor­ge­hens­wei­se, der ört­li­chen und zeit­li­chen Nähe und der Wahl des Opfers, dies­mal han­delt es sich nicht wie übli­cher­wei­se um rus­sisch­spra­chi­ge Geschä­dig­te, geht die Poli­zei von einem Zusam­men­hang zwi­schen die­sen Taten aus. Es wird noch ein­mal aus­drück­lich davor gewarnt, sich auf Geld­for­de­run­gen jeg­li­cher Art am Tele­fon ein­zu­las­sen und nie­man­den Geld aus­zu­hän­di­gen. Im Zwei­fels­fall soll­te man immer die Poli­zei oder eine Ver­trau­ens­per­son hin­zu­zie­hen. Zeu­gen, denen in die­sem Zusam­men­hang etwas Ver­däch­ti­ges auf­ge­fal­len ist oder die sogar selbst ange­ru­fen wor­den sind, wen­den sich bit­te an die Poli­zei Bri­lon unter der Tele­fon­num­mer 02961–90200.