DSV-Adler in Wil­lin­gen auf dem Podest

9. Februar 2013
von Redaktion
Ammann / Schüttler (Foto: SCW)

Ammann / Schütt­ler (Foto: SCW)

Siegerehrung (c) WLZ

Sie­ger­eh­rung © WLZ

Slo­we­ni­en gewinnt Team­wett­be­werb   Slo­we­ni­en (990,4 Punk­te) hat zum Auf­takt des Wil­lin­ger Kult-Welt­cups auf der Müh­len­kopfschan­ze den Team­wett­be­werb vor Nor­we­gen (972,5) und Deutsch­land (963,7) gewon­nen und damit sei­ne Ambi­tio­nen auf den Gesamt­sieg bei der 5. VERIVOX.de FIS-Team-Tour unter­stri­chen. Vor 12.988 Zuschau­ern domi­nier­ten Jurij Tepes, Jaka Hla­va, Peter Prevc und Ski­flug-Welt­meis­ter Robert Kran­jec den Wett­be­werb klar. Für die sieg­ge­wohn­ten Öster­rei­cher (958,6) blieb ohne Tho­mas Mor­gen­stern, aber mit einem über­ra­gen­den Gre­gor Schlie­renzau­er über­ra­schend nur der vier­te Platz.

Die DSV-Adler mit Micha­el Neu­may­er, Richard Frei­tag, der am Vor­tag die Qua­li­fi­ka­ti­on für das Ein­zel­sprin­gen am Sonn­tag für sich ent­schie­den hat­te, Andre­as Wel­lin­ger und Seve­rin Freund erreich­ten damit ihr ers­tes Ziel auf der Tour, einen Podest­platz. „Wir hat­ten uns vor­ge­nom­men, vor hei­mi­schen Publi­kum aufs Podest zu sprin­gen. Wir brau­chen uns nicht zu ver­ste­cken. Wir haben eine ordent­li­che Leis­tung gebracht“, erklär­te Micha­el Neu­may­er. „Slo­we­ni­en hat heu­te eine sen­sa­tio­nel­le Leis­tung gebracht und auch Nor­we­gen war eben noch einen Tick bes­ser.“

Für den Sonn­tag kün­dig­te Neu­may­er an: „Ein Deut­scher springt mor­gen um einen Platz auf dem Podest mit“, pro­phe­zei­te der 34-Jäh­ri­ge. „Aber wer Gre­gor Schlie­renzau­er nicht auf sei­ner Rech­nung hat, hat kei­ne Ahnung vom Ski­sprin­gen. Er springt der­zeit in einer andern Welt. Es macht vor die­ser Kulis­se in Wil­lin­gen ein­fach Spaß. Schlie­renzau­er war erst am Mor­gen via Pader­born nach Wil­lin­gen ein­ge­flo­gen. Der Mann mit 48 Welt­cup-Sie­gen über­zeug­te mit 140 und 142 m und hät­te die Deut­schen bei­na­he noch vom Podest gefegt. An ihm führt im Ein­zel­sprin­gen sicher­lich kein Weg vor­bei. Doch auch der Slo­we­ne Peter Prevc gab mit 143 und 142 m eine star­ke Visi­ten­kar­te ab. Im DSV-Quar­tett kam Neu­may­er auf 139,5 m und Freund auf 138,5 und 137,5 m.

Schneehoehen im Sauerland live

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„Shaker“ Schütt­ler traf Simon Ammann   Ammann / Schütt­ler (Foto: SCW) Der Ten­nis- „Shaker“ traf den „Har­ry Pot­ter“ des Ski­sprin­gens: Rai­ner Schütt­ler war zum ers­ten Mal beim Wil­lin­ger Welt­cup, nach­dem der aus dem Kor­ba­cher Orts­teil Eppe stam­men­de Wal­de­cker wäh­rend sei­ner akti­ven Ten­nis­kar­rie­re um die­se Zeit immer in Aus­tra­li­en war. „Ein tol­ler Sport und eine tol­le Atmo­sphä­re“, schwärm­te der Wahl-Schwei­zer und traf am Ran­de der Schan­ze den Vier­fach-Olym­piasei­ger Simon Ammann. Bei­de stell­ten fest, dass sie qua­si um die Ecke woh­nen und ver­ab­re­de­ten sich. Ammann woll­te eigent­lich wie schon nach Zako­pa­ne selbst nach Pader­born flie­gen, nach­dem er den Pilo­ten­schein erwor­ben hat. „Aber die Wet­ter­vor­her­sa­ge war zu schlecht.“ Nach Polen hat­te er sogar sei­ne nor­we­gi­schen Sprin­ger­ka­me­ra­den im Flug­zeug mit­ge­nom­men. Schütt­ler traf vie­le Freun­de aus der alten Hei­mat. Er ist als Mit­ver­an­stal­ter beim Düs­sel­dor­fer ATP-Tur­nier ein­ge­stie­gen und arbei­tet mit Ion Tiriac zusam­men, der vor Jah­ren auch schon mal in die Ski­sprung-Ver­mark­tung ein­stei­gen woll­te. Auch an der Schan­ze: Ex-Fuß­bal­ler und Trai­ner Rai­ner Zobel mit Sohn.