Die Lösch­grup­pe Mes­sing­hau­sen der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr der Stadt Brilon …

16. April 2013
von Redaktion

1-(9)… fei­ert am Sams­tag, den 20. April in Ver­bin­dung mit dem Stadt­feu­er­wehr­tag ihr 100-jäh­ri­ges Bestehen. Der Fest­tag beginnt um 17 Uhr mit der Vor­abend­mes­se in der St. Vitus-Kir­che. Um 17:45 Uhr folgt der Fest­zug mit Kranz­nie­der­le­gung unter Betei­li­gung der Bri­lo­ner Lösch­grup­pen und der ört­li­chen Ver­ei­ne ab Hüt­ten­platz. Die Fest­mu­sik wird aus­ge­führt vom Tam­bour­korps der Feu­er­wehr Bri­lon und dem Musik­ver­ein Mes­sing­hau­sen. Ab 18:45 Uhr ste­hen Fest­an­spra­chen mit Ehrun­gen in der Schüt­zen­hal­le auf dem Pro­gramm. Im Anschluss dar­an folgt ein gemüt­li­ches Bei­sam­men­sein mit dem Musik­ver­ein Mes­sing­hau­sen. Die Bevöl­ke­rung, ins­be­son­de­re die Mes­sing­hau­ser Bür­ger sowie alle Inter­es­sier­ten und die befreun­de­ten Lösch­grup­pen sind herz­lich ein­ge­la­den. Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Mes­sing­hau­sen wur­de im Jah­re 1913 gegrün­det. In den Jah­ren zuvor gab es in Mes­sing­hau­sen zwar Gerät­schaf­ten zur Brand­be­kämp­fung, eine Pflicht­feu­er­wehr bestand jedoch, anders als in ande­ren Ort­schaf­ten, erst ab dem Jah­re 1911. Zuvor hat­ten sich auch für eine Pflicht­feu­er­wehr nicht genü­gend Män­ner gefun­den. Das Feu­er­lösch­we­sen führ­te jedoch durch die in der Gemein­de ver­pflich­te­ten männ­li­chen Bür­ger immer wie­der zu Ärger­nis­sen. Auf­grund des­sen wur­de für den 22. Juni 1913 eine Ver­samm­lung im Gast­hof Plett ein­be­ru­fen. 28 Per­so­nen erschie­nen, sie erklär­ten sich zum Bei­tritt zur Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr bereit. Als pro­vi­so­ri­scher Vor­stand wur­den Franz Gruß, Franz Lin­ten und Anton Schrö­der gewählt. Bei der am 28.Juni fol­gen­den Gene­ral­ver­samm­lung wur­de Franz Gruß zum 1. Vor­sit­zen­den und Brand­meis­ter gewählt, Stell­ver­tre­ter wur­de Josef Schüt­te. Die Mit­glie­der der Feu­er­wehr muss­ten sei­ner­zeit einen Jah­res­bei­trag von 1,20 Mark leis­ten, bei Ein­tritt waren 0,50 Mark in die Kame­rad­schafts­kas­se zu ent­rich­ten. Die Anfangs­jah­re waren, ähn­lich wie in ande­ren Lösch­grup­pen äußerst pro­ble­ma­tisch. Unter schwie­rigs­ten Bedin­gun­gen konn­ten Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de beschafft wer­den, so 1913 drei Gür­tel und ein Signal­horn. Es wur­de eben­falls beschlos­sen, einen Stei­ger­turm zu errich­ten. 1914 wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Wehr auch mit Geg­nern zu kämp­fen hat­te und das dadurch auch die Feu­er­wehr­mit­glie­der teil­wei­se selbst nicht genug Inter­es­se und Mann­haf­tig­keit an den Tag leg­ten, was viel von Ket­zern und Geg­nern her­vor­ge­ru­fen wur­de. In den Jah­ren 1914 bis 1918 waren alle Mit­glie­der der Wehr bis auf 4 bis 5 Mann zum Heer ein­be­ru­fen, es wur­de daher wie­der eine Pflicht­feu­er­wehr von der Gemein­de ange­ord­net. Zur ers­ten Ver­samm­lung nach dem Krieg erschie­nen nur 8 Mit­glie­der, fünf Kame­ra­den waren im Krieg gefal­len. 1919 konn­ten wie­der eine Stär­ke von 28 Mann erreicht wer­den, im Jah­re 1920 leg­te Brand­meis­ter Gruß jedoch sein Amt nie­der, da die Kame­ra­den den Dienst nicht Ernst genug ver­sa­hen. Nach­fol­ger wur­de Anton Schlü­ter. Danach gab es immer wie­der Unstim­mig­kei­ten unter den Mit­glie­dern, aber auch mit der Gemein­de. 1921 über­nahm Gruß wie­der die Füh­rung, doch bereits 1923 gab es star­ke Zer­rüt­tun­gen der Wehr. Zahl­rei­che Mit­glie­der tra­ten aus. In den nach­fol­gen­den Jah­ren ging es wei­ter auf und ab. 1925 ent­stand ein neu­es Feu­er­wehr­haus auf dem Hüt­ten­platz, es dien­te eben­falls als Wohn­haus und Obdach­lo­sen­asyl. Ab 1926 stell­te man die Fes­ti­gung der Wehr zum Woh­le der All­ge­mein­heit fest, die Feu­er­wehr­män­ner wur­den in den fol­gen­den Jah­ren durch zahl­rei­che Haus- und Wald­brän­de an Ihren Auf­ga­ben erin­nert. Nach dem Zusam­men­schluß der Feu­er­weh­ren des Amtes Thü­len zu einer Amts­feu­er­wehr wur­de im Mai 1942 die mecha­ni­sche Han­druck­sprit­ze durch eine Trag­kraft­sprit­ze TS 8–8 abge­löst. Die Gemein­de Mes­sing­hau­sen hat­te sei­ner­zeit rund 800 Ein­woh­ner, die Feu­er­wehr eine Ist-Stär­ke von 34 Mann. Die Aus­rüs­tung wur­de jedoch bemän­gelt. Durch den 2. Welt­krieg und die Ein­be­ru­fung von jun­gen Kame­ra­den zur Wehr­macht bestand die Wehr fast nur noch aus dienst­ver­pflich­te­ten Män­nern. Nach dem Zusam­men­bruch 1945 stand die Feu­er­wehr vor dem Nichts. Von Aus­rüs­tung und Uni­for­men war nicht mehr viel übrig. Unter der Lei­tung von Brand­meis­ter Franz Göbel wur­de nun ver­sucht, die Wehr neu zu orga­ni­sie­ren. 1947 über­nahm Franz Plett die Wehr, sei­ner Tat­kraft war es dann zu ver­dan­ken, dass Män­ner gewon­nen wur­den, die sich den in Not gera­te­nen Mes­sing­hau­sern zur Ver­fü­gung stell­ten und hal­fen. 1948 zähl­te die Wehr 30 Feu­er­wehr­män­ner, neben Lei­tern, Helmen,Schläuchen waren auch die Trag­kraft­sprit­ze und eine Hand­druck­sprit­ze vor­han­den.  Im Jah­re 1959 konn­te eine neue Trag­kraft­sprit­ze und ein ent­spre­chen­der Trag­kraft­sprit­zen­an­hän­ger beschafft wer­den. Die Gerä­te wur­de unter Betei­li­gung zahl­rei­cher Gäs­te über­ge­ben. 1965 über­nahm Fried­helm Göbel die Wehr, in die­sem Jahr konn­te dane­ben das ers­te moto­ri­sier­te Fahr­zeug, eine Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeug TSF‑T über­ge­ben wer­den. Ein Jahr spä­ter wur­de am 8.10 1966 das neue Feu­er­wehr­haus unter Betei­li­gung vie­ler Ehren­gäs­te durch Bür­ger­meis­ter Lan­ge über­ge­ben. Nun stan­den zwei Ein­stell­plät­ze, ein Schu­lungs- und ein Gerä­te­raum zur Ver­fü­gung. 1972 wur­de eine Jugend­feu­er­wehr gegrün­det. Zur kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung 1975 gab es einen erneu­ten Ein­schnitt. Die Feu­er­weh­ren ver­lo­ren ihre Selb­stän­dig­keit und  wur­den als Lösch­grup­pen dem Stadt­brand­meis­ter der neu­en Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr der Stadt Bri­lon unter­stellt. Die Aus­rüs­tung wur­de nun wei­ter ver­bes­sert, ins­be­son­de­re Uni­for­men wur­den ange­schafft. 1976 wur­de Wer­ner Kap­pe neu­er Lösch­grup­pen­füh­rer, die Aus- und Fort­bil­dung kam an ers­ter Stel­le. Auch die ers­ten Funk­ge­rä­te wur­den ange­schafft. Es wur­de fer­ner eine Anhän­ge­lei­ter von Hop­pe­cke nach Mes­sing­hau­sen ver­legt. Im Jah­re 1982 wur­de das vor­han­de­ne Fahr­zeug durch ein Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeug TSF ersetzt. Damit konn­te nun eine soge­nann­te Staf­fel mit 6 Per­so­nen beför­dert wer­den, das Fahr­zeug konn­te jetzt auch Atem­schutz­ge­rä­te trans­por­tie­ren. 1993 wur­de ein neu­es Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeug mit einem 500 Liter Was­ser­tank in Dienst gestellt wer­den. Damit wur­de der Brand­schutz erheb­lich ver­bes­sert, so dass die Feu­er­wehr heu­te über eine gute tech­ni­sche Aus­stat­tung und ein moder­nes Feu­er­wehr­haus ver­fügt. 1996 über­nahm Wil­fried Göbel die Lei­tung der Lösch­grup­pe Mes­sing­hau­sen und war bis 2010 Lösch­grup­pen­füh­rer.  2010 wur­de Tho­mas Kem­mer­ling der neue Lösch­grup­pen­füh­rer. Die Lösch­grup­pe um Lösch­grup­pen­füh­rer Tho­mas Kem­mer­ling und Stell­ver­tre­ter Hans-Joa­chim Hil­le­brand besteht im Jubi­lä­ums­jahr aus 31 Feu­er­wehr­ka­me­ra­den. Die Lösch­grup­pe Mes­sing­hau­sen ist für den Brand­schutz im Orts­teil Mes­sing­hau­sen und im Rah­men des Lösch­zu­ges für umlie­gen­de Ort­schaf­ten zustän­dig. Dane­ben besteht die Jugend­feu­er­wehr mit 16 Jungfeuerwehrmännern.

Pro­gramm – :

17.00 Uhr Vor­abend­mes­se in der Kir­che 17.45 Uhr Antre­ten auf dem Hüt­ten­platz, anschlie­ßend Fest­zug mit Kranz­nie­der­le­gung 18.45 Uhr Begrü­ßung durch den Wehr­füh­rer Fest­an­spra­chen Ehrun­gen und Beför­de­run­gen Kame­rad­schafts­ball Musik: Tam­bour­corps der Feu­er­wehr Bri­lon Musik­ver­ein Messinghausen