CDU-Frak­ti­on ver­ab­schie­det Haus­halt 2013 – Kon­so­li­die­rungs­kurs setzt auf Verlässlichkeit

11. März 2013
von Redaktion

20130308_Pressemitt#3D2A23Sun­dern (Hoch­sauer­land) Der Rat der Stadt Sun­dern hat den Haus­halt 2013 ver­ab­schie­det. Mit der Mehr­heit der CDU-Frak­ti­on ist das 380 Sei­ten umfas­sen­de Zah­len­werk auf den Weg gebracht wor­den. Die Frak­tio­nen der SPD, FDP und Grü­nen lehn­ten den Haus­halts­ent­wurf gemein­schaft­lich ab und kri­ti­sier­ten mas­siv ins­be­son­de­re frei­wil­li­ge Leis­tun­gen wie Zuschüs­se an Ver­ei­ne, Ver­bän­de, die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr und Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur und damit in die Zukunft der Stadt Sun­dern.  Schon vor den Haus­halts­re­den ent­brann­te eine Dis­kus­si­on um die Ver­läss­lich­keit der Poli­tik: sol­len nach der bereits erfolg­ten 50-pro­zen­ti­gen Kür­zung in den Jah­ren 2011 und 2012 tat­säch­lich auch die ver­blie­be­nen Zuschüs­se an Sport­ver­ei­ne gezahlt oder – zur wei­te­ren Sanie­rung des Haus­hal­tes – gänz­lich gestri­chen wer­den? SPD und FDP kri­ti­sier­ten mas­siv den Antrag der CDU, die För­de­rung nicht noch wei­ter zu kür­zen. Die CDU blieb jedoch bei ihrer Linie: die Sport­ver­ei­ne und damit ein wich­ti­ger Teil der Jugend­för­de­rung in der Stadt Sun­dern, wer­den auch wei­ter­hin unter­stützt. Die nahe­zu kom­plet­te Strei­chung aller frei­wil­li­gen Leis­tun­gen, und damit die Strei­chung von Zuschüs­sen bei­spiels­wei­se an Schüt­zen­ver­ei­ne, die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr oder auch die Abschaf­fung kleins­ter Bud­gets, wie bei­spiels­wei­se die zur Durch­füh­rung von Senio­ren­ver­an­stal­tun­gen, for­der­te FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Oli­ver Bren­scheidt in sei­ner Haus­halts­re­de. CDU-Vor­sit­zen­der Ste­fan Lan­ge: „Wenn wir nach dem Rasen­mä­her­prin­zip kür­zen, wird uns das inner­halb von weni­gen Jah­ren vor weit­aus grö­ße­re finan­zi­el­le Pro­ble­me stel­len“. So leis­te­ten bei­spiels­wei­se die Sport­ver­ei­ne wert­vol­le Jugend­ar­beit und ‑för­de­rung, die letzt­lich Sor­ge dafür tra­ge, dass Kin­der und Jugend­li­che nicht auf die schie­fe Bahn gera­ten. „Das sind wich­ti­ge Prä­ven­tiv­maß­nah­men“, so Lan­ge wei­ter. Vor­sor­ge sei immer güns­ti­ger als Nach­sor­ge. Ein ande­res Bei­spiel sei die wich­ti­ge Arbeit der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr: „Die Alter­na­ti­ve zu einer Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr, die gesetz­li­che Anfor­de­run­gen erfül­len muss und die natür­lich Geld kos­tet, ist die Berufs­feu­er­wehr. Die aller­dings kos­tet ein Viel­fa­ches des­sen, was die Stadt Sun­dern heu­te zu zah­len hat“, mahnt Lan­ge. „Wir kön­nen uns kei­ne Alter­na­ti­ve zur Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr leis­ten und müs­sen auch heu­te bereit sein, in die Feu­er­wehr zu inves­tie­ren“.  Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Gün­ter Mar­tin mach­te in sei­ner Haus­halts­re­de dane­ben deut­lich, wie sehr die Sozi­al­las­ten und Pflicht­aus­ga­ben den städ­ti­schen Haus­halt belas­ten. „Es ist nicht eine ver­schwen­de­ri­sche Aus­ga­ben­po­li­tik, die zu den Defi­zi­ten in den städ­ti­schen Finan­zen führt. Es sind die Aus­ga­ben, zu denen wir gesetz­lich ver­pflich­tet sind“. Damit sei­en die Städ­te und Gemein­den seit Jah­ren völ­lig über­for­dert, so Mar­tin wei­ter. Land und Bund müss­ten hier end­lich für einen ent­spre­chen­den finan­zi­el­len Aus­gleich und für mehr Gerech­tig­keit sor­gen. Mit Blick auf die so genann­ten Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen des Lan­des sag­te Gün­ter Mar­tin: „Wie kann es sein, dass Bür­ger in länd­li­chen, kreis­an­ge­hö­ri­gen Städ­ten 222 Euro weni­ger wert sind, als Bür­ger in Bal­lungs­ge­bie­ten, wie bei­spiels­wei­se dem Ruhr­ge­biet?“. Dies sei eine schrei­en­de Unge­rech­tig­keit der rot-grü­nen Lan­des­re­gie­rung, die eine mas­si­ve Umver­tei­lung der Finan­zen vom länd­li­chen Raum in die Bal­lungs­ge­bie­te vor­neh­me. Die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Haus­halts­kon­so­li­die­rung bis 2022 wird nach der Ver­ab­schie­dung des Haus­hal­tes 2013 und der Pla­nung für die Fol­ge­jah­re durch die CDU- Frak­ti­on erreicht. „Vor uns liegt aber den­noch ein lan­ger, stei­ni­ger Weg“, so Ste­fan Lan­ge. „Wir stel­len uns der Her­aus­for­de­rung, ver­läss­li­cher Part­ner für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu sein und gleich­zei­tig die Kon­so­li­die­rung des Haus­hal­tes zu errei­chen. ‑Trotz aller Kri­tik und Polemik“.