Aus­tre­ten­de Gift­stof­fe beim Umfül­len in metall­ver­ar­bei­ten­dem Betrieb – 5 Per­so­nen bewusst­los – Foto­stre­cke

12. Juni 2013
von Redaktion

Sun­dern (Hoch­sauer­land) Bei einem Che­mie­un­fall in einem metall­ver­ar­bei­ten­den Betrieb im Lock­weg sind gif­ti­ge Gase frei­ge­setzt und dadurch  5 Mit­ar­bei­ter in der Pro­duk­ti­on ver­letzt wor­den. Bei einer Lecka­ge an einem Trans­port­fass ist gif­ti­ge Flüs­sig­keit aus­ge­tre­ten. Die besag­ten 5 Per­so­nen sind bewusst­los und befin­den sich noch im Gebäu­de. Nur Bruch­stü­cke zu dem Vor­fall kann ein wei­te­rer Mit­ar­bei­ter der ein­tref­fen­den Feu­er­wehr auf dem Hof der Fir­ma mit­tei­len, bevor auch er sein Bewusst­sein ver­liert. Das war Aus­gangs­la­ge für eine gro­ße gemein­sa­me Übung der Feu­er­wehr Sun­dern, des DRK Sun­dern und eini­gen Mit­glie­dern des ABC-Zuges der Feu­er­wehr. Mit rund 70 Ein­satz­kräf­ten rück­ten die Ein­satz­fahr­zeu­ge am Diens­tag­abend aus. Auf der Stra­ße vor dem Gebäu­de wur­de die Errich­tung des Dekon­ta­mi­na­ti­ons­plat­zes und anschlie­ßen­de Über­ga­be der Ver­letz­ten an die Mit­glie­der des DRK von eini­gen Pas­san­ten inter­es­siert ver­folgt. In einem Zelt hat­ten die Rot­kreuz­ler die Ver­letz­ten­sam­mel­stel­le auf­ge­baut, um die Erst­ver­sor­gung durch­zu­füh­ren. Doch zunächst müs­sen die Per­soe­nen von der dekon­at­mi­nier­ten Klei­dung befreit wer­den.  Drin­nen for­dert das eigent­lich wich­ti­ge Übungs­ziel, das Auf­fin­den der ver­miss­ten Per­so­nen und die Ret­tung aus dem Gefah­ren­be­reich unter Ein­satz der Che­mi­ka­li­en­schutz­an­zü­ge bei  sehr war­men Tem­pe­ra­tu­ren im Gebäu­de den Kame­ra­den eini­ges ab. Der Ein­satz einer Nebel­ma­schi­ne schafft hier­bei rea­lis­ti­sche Effek­te in der Hal­le. „Es ist ein Vor­fall, der in vie­len Indus­trie­be­trie­ben bei uns tag­täg­lich pas­sie­ren kann. Die ein­ge­setz­ten Kame­ra­den waren hier schon sehr gefor­dert“.  sag­ten die bei­den Übungs­lei­ter Frank Sied­hoff und Ste­fan Mül­ler. Bei der anschlie­ßen­den Man­nö­ver­kri­tik an der Feu­er­wa­che in der Sett­me­cke ana­ly­sier­ten sie die Übung mit Unter­stüt­zung der Abschnitts­lei­ter von Feu­er­wehr und Rotes Kreuz. Im Gro­ßen und Gan­zen gut ver­lau­fen, gab es aber den­noch eini­ge Klei­nig­kei­ten, die auf­ge­zeigt haben, dass Übun­gen doch wich­tig sind. Gra­de weil der Ein­satz mit Che­mie­un­fäl­len (zum Glück) nicht zum täg­li­chen Brot der Feu­er­wehr gehört, ist es wich­tig, zu üben.

Micha­el Har­mann • Pres­se­spre­cher Feu­er­wehr Stadt Sun­dern