Auch Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung for­dert näher gele­ge­nen Apothekennotdienst

2. April 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Schon öfters haben wir auf die­sen Sei­ten über die Situa­ti­on des Apo­the­ken-Not­diens­tes berich­tet. Vor allem am Wochen­en­de müs­sen Pati­en­ten im HSK seit Anfang des Jah­res 2012 oft wei­te Wege zurück­le­gen, zunächst zur haus­ärzt­li­chen Not­dienstam­bu­lanz, dann wei­te­re 30 – 40 km zu einer geöff­ne­ten Apo­the­ke, und dann wie­der zurück nach Hau­se. Da kom­men häu­fig 100 km zusam­men. Nur das Kreis­ge­sund­heits­amt scheint die Pro­ble­ma­tik noch nicht erkannt zu haben; so äußer­te es sich jeden­falls im Gesund­heits- und Sozi­al­aus­schuss des Kreises.
Die Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL) hat wie­der­holt im Aus­schuss und im Kreis­tag gefor­dert, dass (zumin­dest wäh­rend der Kern­sprech­stun­den der Not­dienstam­bu­lan­zen von je 4 Stun­den am Sams­tag und Sonn­tag) eine in der Nähe gele­ge­ne Apo­the­ke geöff­net haben soll­te. Die­se For­de­rung hat jetzt auch die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung West­fa­len-Lip­pe (KVWL) erho­ben, auf Antrag des Mede­ba­cher Arz­tes Dr. Hen­ning Förs­ter. Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung for­der­te den Vor­stand der KVWL mit gro­ßer Mehr­heit auf, dies­be­züg­li­che Gesprä­che mit der Apo­the­ker­kam­mer auf­zu­neh­men (s. Ärz­te­Zei­tung vom 25.02.2013).
Wenn jetzt auch noch die Poli­tik mehr­heit­lich mit­macht, könn­te viel­leicht der Druck auf die Apo­the­ker­kam­mer so groß wer­den, dass sich eine nen­nens­wer­te Ver­bes­se­rung für die Pati­en­ten ergibt?!
Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL)