Vor 100 Jah­ren wur­de Sun­derner Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men SKS gegründet

17. Februar 2021
von Redaktion

Das Rad neu erfin­den. Seit 100 Jah­ren – SKS GER­MA­NY fei­ert Jubiläum

Mit Gar­di­nen­stan­gen fing alles an: Als Karl Schef­fer-Klu­te 1921 in sei­ner Kel­ler­werk­statt mit der Pro­duk­ti­on von Metall­stan­gen begann, konn­te er nicht ahnen, dass der klei­ne Hand­werks­be­trieb im Lau­fe des Jahr­hun­derts die Fahr­rad­bran­che ent­schei­dend mit­ge­stal­ten wird. Die­ses Jahr fei­ert SKS GER­MA­NY sein 100 jäh­ri­ges Bestehen.

SKS Grün­der Karl Scheffer-Klute.

Ein bewe­gen­der Blick zurück und in die Zukunft

Das Rad neu erfin­den. Seit 100 Jah­ren. Schaut man auf die His­to­rie des Unter­neh­mens aus dem Sauer­land, lässt sich der Jubi­lä­ums-Slo­gan in jedem ein­zel­nen Mei­len­stein erken­nen: Die Fir­men­grün­dung im Jahr 1921 – eine Zeit der Unge­wiss­heit, in der Karl Schef­fer-Klu­te mutig nach vorn schaut. Die Über­ga­be des Betrie­bes 1927 an sei­nen Schwie­ger­sohn Wil­helm Blo­me. Und nicht zuletzt die Über­nah­me einer orts­an­säs­si­gen Luft­pum­pen­fa­brik im Jahr 1932, die den Weg frei macht in einen unge­mein aus­bau­fä­hi­gen Fer­ti­gungs­zweig: die Fahrradbranche.

Der Luftpumpen-Pionier

SKS Pumpn­fer­ti­gung in den 50er Jahren

Blo­me beweist unter­neh­me­ri­sches Geschick. Mit einem leder­nen Mus­ter­kof­fer, bestückt mit Pum­pen, zieht er von Fahr­rad­fir­ma zu Fahr­rad­fir­ma und preist sei­ne Ware an. Der Erfolg lässt nicht lan­ge auf sich war­ten; hoch­wer­ti­ge Metall-Luft­pum­pen aus dem Haus SKS (die Abkür­zung für Schef­fer-Klu­te Sun­dern) sind begehrt. Auf­grund der hohen Nach­fra­ge ergän­zen bald wei­te­re „Luft­pum­pen von Welt­ruf“ das Fer­ti­gungs­pro­gramm, sodass das Fabrik­ge­bäu­de an der Sun­derner Huber­tus­hal­le erwei­tert wer­den muss.
Vie­le wei­te­re An- und Umbau­ten fol­gen in den nächs­ten Jahr­zehn­ten, in denen „das Rad wei­ter neu erfun­den“ wird. Dank des paten­tier­ten Ven­til­an­schlus­ses für Auto­ven­ti­le bie­tet SKS auch Pum­pen für Motor­rä­der und den land­wirt­schaft­li­chen Ein­satz an. 1956 ent­schei­det man sich für Kunst­stoff als neu­es Rohr­ma­te­ri­al, um sich von den zuge­kauf­ten Stahl­roh­ren unab­hän­gig zu machen. Drei Jah­re spä­ter steigt Wil­li Blo­me in das Unter­neh­men ein. Wie schon Vater Wil­helm auf sei­ner Visi­ten­kar­te kund­tat – „Fir­men­be­sit­zer“ –, so brennt auch in Wil­li Blo­me der Unternehmergeist.

In Zei­ten des Rad­sport­booms ent­steht das Kult­pro­dukt von SKS GER­MA­NY: 1966 schlägt die Geburts­stun­de des Renn­kom­pres­sors, von Fans ernannt zum „Vater aller Standpumpen“.

Wie aus Zufall ein Glücks­fall wurde

Der Ein­stieg in die Rad­schutz­fer­ti­gung ist ein glück­li­cher Zufall: Durch die Über­nah­me der eng­li­schen Tra­di­ti­ons­mar­ke Blue­mels im Jahr 1983 erwirbt das Unter­neh­men gleich­zei­tig die Rad­schutz­Pro­duk­ti­ons­an­la­gen. Seit­dem gehö­ren Schutz­ble­che, par­don: Rad­schüt­zer zum Port­fo­lio. „Das ist schließ­lich kein Blech“, so Wil­li Blo­me und streicht bei SKS den Begriff „Schutz­ble­che“ kur­zer­hand aus dem Wort­schatz. Die Kunst­stoff-Rad­schüt­zer wer­den zum Ver­kaufs­schla­ger: Anfang der 90er Jah­re wird SKS GER­MA­NY Welt­markt­füh­rer in der Fahr­rad-Erst­aus­rüs­tung. Und auch die Ent­wick­lung des Quick-Release Steck­rad­schut­zes, bis heu­te einer der belieb­tes­ten Rad­schüt­zer für Moun­tain­bikes, macht SKS 1999 zum Marktführer.

Die heu­ti­ge Oran­ge World, befin­det sich dort, wo alles begann: In der ers­ten Fabrik­hal­le, in der die Pum­pen an lan­gen Tischen von Hand mon­tiert wur­den. Heu­te ein Ort für Schu­lungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zwe­cke. (SKS ‑Ger­ma­ny)

Inzwi­schen ist Wil­lo Blo­me in das Fami­li­en­un­ter­neh­men ein­ge­stie­gen und stellt sich gemein­sam mit Micha­el Bes­te als wei­te­ren geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­ter den neu­en Her­aus­for­de­run­gen des Mark­tes. Mit der Ver­triebs-Umstruk­tu­rie­rung vom Groß­han­del auf den Fach­han­del erfin­det sich das Unter­neh­men neu. 2009 belie­fert SKS rund 5.700 deut­sche, spä­ter auch öster­rei­chi­sche, nie­der­län­di­sche und bel­gi­sche Fach­händ­ler direkt ab Werk. Für Schu­lungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zwe­cke ent­steht 2011 die Mar­ken­er­leb­nis­welt Oran­ge World – und zwar dort, wo alles begann: In der ers­ten Fabrik­hal­le, in der die Pum­pen damals an lan­gen Tischen von Hand mon­tiert wur­den. Zwi­schen den alten Stahl­pfei­lern, Spros­sen­fens­tern und Beton­wän­den ist noch immer der Geist des Fir­men­grün­ders zu spü­ren, der mit Weit­sicht das Fun­da­ment für die nach­fol­gen­den Genera­tio­nen gelegt hat.

Zurück in die Zukunft

Das Jubi­lä­um neh­men Wil­lo Blo­me und Micha­el Bes­te zum Anlass, allen Mit­ar­bei­tern, Part­nern und Kun­den von Her­zen zu dan­ken. Für die Treue, die freund­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit, für die Begeis­te­rung über die Qua­li­tät der SKS-Pro­duk­te, die bis heu­te in Deutsch­land her­ge­stellt wer­den. „Wir sind stolz, auch nach 100 Jah­ren immer noch kon­kur­renz­fä­hig in Sun­dern zu pro­du­zie­ren, Arbeits­plät­ze zu erhal­ten und die Wirt­schaft vor Ort stär­ken zu kön­nen“, so die Geschäftsführer.

Auf die inno­va­ti­ven Neu­hei­ten im Jubi­lä­ums­jahr dür­fen alle SKS-Freun­de gespannt sein: Für 2021 ist neben der Erwei­te­rung des digi­ta­len Pro­dukt­sor­ti­ments auch eine neue Stand­pum­pen­se­rie geplant, die die Wer­te des Unter­neh­mens ver­mit­telt: Boden­stän­dig­keit, Zuver­läs­sig­keit und Kon­ti­nui­tät. Sie sind der Maß­stab für die zukünf­ti­ge Aus­rich­tung des Unter­neh­mens. Eine Zukunft, die bei SKS GER­MA­NY, wie das Rad, immer wie­der neu erfun­den wird.

(Quel­le: SKS Germany)