AKD hält am Geden­ken zum 75. Jah­res­tag des Kriegs­en­des fest – Schau­ta­feln erin­nern an die Schre­cken der NS-Zeit

11. Mai 2020
von Redaktion

 

NIE­DER­EI­MER: Mit meh­re­ren Schau­ta­feln erin­nert der Arbeits­kreis für Dorf­ge­schich­te und ‑ent­wick­lung Nie­der­ei­mer e.V. in der Zeit an das Kriegs­en­de vor 75 Jah­ren erin­nern. Zu sehen sind die Tafeln, trotz der Coro­na-Kri­se, noch bis zum 17. Mai, drau­ßen im über­dach­ten Bereich am Ste­pha­nus­haus neben der Kir­che. Die Schau­ta­feln spie­geln die schreck­li­chen Jah­re zwi­schen 1933 und 1945, mit diver­sen orts­be­zo­ge­nen Schwer­punk­ten, wider. Eben­so wird es in der Zeit täg­lich, als Geden­ken an 75 Jah­re Frie­den und Frei­heit in Euro­pa, online die Vor­stel­lung einer Schau­ta­fel und eines Zeit­zeu­gen­tex­tes geben.

Franz Mün­te­fe­ring soll­te als Gast zur Eröff­nung dabei sein

Eigent­lich war für die­sen Zeit­raum die Aus­stel­lung „75 Jah­re danach – geret­te­te Geschichte(n) zu NS-Zeit, Krieg und Neu­be­ginn“ mit vie­len pro­mi­nen­ten Gäs­ten vor­ge­se­hen. Als Schirm­herr der Ver­an­stal­tung hat­te der frü­he­re Vize­kanz­ler und Par­tei­vor­sit­zen­de Franz Mün­te­fe­ring zuge­sagt. Wei­te­re Gäs­te am Eröff­nungs­abend wären unter ande­rem Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner, Prof. Dr. Patrick Sen­s­burg (MdB), Dr. Sil­ke Eilers (Geschäfts­füh­re­rin des West­fä­li­schen Hei­mat­bun­des) und Kreis­hei­mat­pfle­ger Hans-Jür­gen Fried­richs gewe­sen.

Son­der­ver­an­stal­tun­gen mit Schü­ler­dia­log war geplant

In die Woche wären eben­falls zwei Son­der­ver­an­stal­tun­gen gefal­len. Zum einen der Film- und Dis­kus­si­ons­abend sowie ein Schü­ler­dia­log am Franz-Stock-Gym­na­si­um mit der Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin und Buch­au­torin Kat­rin Himm­ler und zum ande­ren der Film „Noah“ ein Jugend­film­pro­jekt des Fami­li­en­bü­ros der Stadt Arns­berg.

Ersatz­ter­min im nächs­ten Jahr 

Lei­der muss der AKD die kom­plet­te Aus­stel­lung nun schwe­ren Her­zens auf­grund der aktu­el­len Situa­ti­on absa­gen bzw. ver­schie­ben. Wobei der AKD-Vor­stand nun einen neu­en Ter­min im nächs­ten Jahr anpeilt. So soll die Aus­stel­lung zum Kriegs­en­de vom 7.bis zum 16. Mai 2021 in der Hal­le Fried­richs­hö­he nach­ge­holt wer­den, damit die vie­le Arbeit nicht umsonst war.

 

 

 

70 Zeit­zeu­gen befragt

Zuvor hat­ten die hei­mi­schen Hob­by­his­to­ri­ker unter Lei­tung des 1.Vorsitzenden und Orts­hei­mat­pfle­gers Det­lev Becker, in den ver­gan­gen zwei Jah­ren mit viel Herz­blut, bereits über 70 Zeit­zeu­gen zu diver­sen The­men befragt. Die­se Per­so­nen­sind heu­ti­ge Nie­der­ei­mer Mit­bür­ger, die aus dem frü­he­ren gesam­ten „Deut­schen Reich“ kom­men.
Die Ergeb­nis­se der Befra­gung, infor­ma­ti­ve Tex­te und Aus­zü­ge aus Hei­mat­bü­chern sowie Schul- und Kir­chen­chro­ni­ken fin­den sich im neu­en Hei­mat­blatt „Der Nini­vit“ wie­der. Eben­so sind Fotos der zahl­rei­chen Expo­na­te aus der Zeit zwi­schen 1933 und 1950 in dem Heft zu sehen. Das neue Hei­mat­blatt soll, je nach behörd­li­chen Auf­la­gen, nun im Herbst im Stra­ßen­ver­kauf ange­bo­ten wer­den.

Der AKD hat die­sen außer­ge­wöhn­li­chen Schritt der „Out­door- Prä­sen­ta­ti­on“ der Schau­ta­feln gewählt, weil der Schutz der Bevöl­ke­rung vor mög­li­cher Anste­ckung mit dem Coro­na-Virus, obers­te Prio­ri­tät hat. Zudem herr­schen der­zeit noch die Kon­takt­sper­re und das Ver­samm­lungs­ver­bot. Bei gebo­te­ner Rück­sicht­nah­me der Besu­cher ist jedoch auf der groß­räu­mi­gen Flä­che die Abstands­re­gel ein­halt­bar.

Ger­ne Rück­mel­dun­gen zur Aus­stel­lung

Der Arbeits­kreis Dorf­ge­schich­te, für den es bereits die vier­te Aus­stel­lung zum The­ma Kriegs­en­de gewe­sen wäre, hofft nun, dass sich eini­ge Besu­cher in den zehn Tagen am Ste­pha­nus­haus ein­fin­den. Auch wür­de sich der AKD über Rück­mel­dun­gen der Besu­cher freu­en.