Kon­zert – „Cel­tic Music on the Welsh Harp”

28. April 2014
von Redaktion

Robin Huw Bowen Bild 1Iser­lohn (Mär­ki­scher Kreis) Robin Huw Bowen steht in der jahr­hun­der­te­lan­gen Tra­di­ti­on der wali­si­schen Harf­ner. Er ist der ein­zi­ge, der die Trip­le Harp pro­fes­sio­nell spielt, der ein­zi­ge auch, der welt­weit damit tourt. Zahl­rei­che Tour­ne­en haben ihn in den letz­ten 20 Jah­ren nach USA und Kana­da geführt, wei­ter­hin nach Aus­tra­li­en und Asi­en. Und natür­lich auch in vie­le euro­päi­sche Län­der. Dar­über hin­aus ist er als Leh­rer eben­so gefragt wie als Juror in zahl­rei­chen Harfenwettbewerben.
Robin Huw Bowens Stil auf der Trip­le Harp ist einer­seits geprägt von der rei­chen Tra­di­ti­on sei­ner wali­si­schen Her­kunft und den Spiel­tech­ni­ken, die über die Jahr­hun­der­te ent­wi­ckelt wurden.
Ande­rer­seits hat er die­se Spiel­tech­ni­ken ver­fei­nert und zu einer Bril­li­anz gebracht, die ihres­glei­chen sucht. Sei­ne Arran­ge­ments sind unend­lich reich an Varia­tio­nen, an Klän­gen, die man nie­mals von einer ein­zel­nen Har­fe erwar­ten wür­de: Durch die drei Sai­ten-Rei­hen kann er mit bei­den Hän­den in der sel­ben Oktav spie­len (was eine Kas­ka­de von glo­cken­ar­ti­gen Ton-Wol­ken pro­du­ziert und auf kei­ner ande­ren Har­fe spiel­bar ist) und durch die mitt­le­re Sai­ten-Rei­he hat er die Mög­lich­keit, auch in ande­re Ton­ar­ten zu modu­lie­ren oder „blue note”- arti­ge Pas­sa­gen einzubauen.
Zu sei­nem Reper­toire zäh­len neben den alten wali­si­schen Melo­dien (von denen er etli­che in den Hand­schrif­ten der Natio­nal­bi­blio­thek wie­der­ent­deck­te und in das tra­di­tio­nel­le Erbe zurück­führ­te) auch eige­ne Kom­po­si­tio­nen und vor allem die Musik der wali­si­schen Zigeu­ner, leb­haf­te Tanz­me­lo­dien, die er im direk­ten Kon­takt mit Eldra Jar­man erler­nen durf­te. Sie war die letz­te einer gro­ßen Harf­ner-Fami­lie, die letz­te aus einer Tra­di­ti­on, die mit ihr zuen­de ging. Er erlern­te die Spiel­tech­ni­ken und das Reper­toire von Eldra, kurz bevor sie 2001 starb.
Für einen Film des Wali­si­schen Fern­se­hens über ihre Jugend („Eldra”) kom­po­nier­te Robin Huw Bowen die Film­mu­sik und erhielt dafür den Bri­ti­schen Film­preis „Bafta”.
Abge­se­hen von sei­ner Solo-Kar­rie­re hat Robin Huw Bowen auch zahl­rei­che Grup­pen-Pro­duk­tio­nen in Arbeit.
Robin Huw Bowen ist ein Erlebnis!

Ein­tritt: 18,- €
Sa. 10.05.2014 19.30 Uhr
Dechen­höh­le und Deut­sches Höh­len­mu­se­um Iserlohn
Betriebs­füh­rung Dr. Ste­fan Niggemann
Dechen­höh­le 5 58644 Iserlohn
Tel.: 02374/71421 Fax 02374/750100