Die Soes­ter Feh­de ent­wi­ckelt sich zum euro­päi­schen Mit­tel­alt­er­fes­ti­val Teil­neh­mer aus 12 Natio­nen wer­den am ers­ten August­wo­chen­en­de erwar­tet

12. Juni 2013
von Redaktion
Soester Fehde - Angriff des Söldnerheeres

Soes­ter Feh­de – Angriff des Söld­ner­hee­res

Soest. Soes­ter Bür­ger und zahl­rei­che Mit­tel­al­ter­grup­pen aus dem In- und Aus­land wer­den sich vom 2. bis 4. August 2013 in Soest erneut ein Stell­dich­ein geben und die Stadt samt Heer­scha­ren von Besu­chern mit auf eine Zeit­rei­se in die Geschich­te der alten Han­se­stadt neh­men.

In kür­zes­ter Zeit hat sich die Soes­ter Feh­de inzwi­schen einen guten Ruf in der Sze­ne erwor­ben: in die­sem Jahr sind daher 39 Mit­tel­al­ter­grup­pen mit über 600 Teil­neh­mern aus 12 Natio­nen dabei. Daher ist der Ver­an­stal­tungs­ti­tel Pro­gramm: eine Stadt (er)lebt das Mit­tel­al­ter.

Die Soes­ter Feh­de ist ein Event, für das im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes die Soes­ter Bür­ger auf die Stra­ße gehen – und zwar mit­tel­al­ter­lich gewan­det, mit Kind und Kegel und offen­sicht­lich mit dem aller­größ­ten Ver­gnü­gen. Hier wird Geschich­te tat­säch­lich gelebt und damit auch in beson­de­rer Wei­se für sich selbst und ande­re erleb­bar gemacht. Gro­ßer Wert wird dabei auf Authen­ti­zi­tät gelegt. Ins­be­son­de­re die Soes­ter Klei­der­schnei­de­rei kennt sich da bes­tens aus. Hier weiß man, was Mann und Frau in der ers­ten Hälf­te des 15. Jahr­hun­derts tru­gen, wel­che Acces­soires kor­rekt sind und getra­gen wer­den dür­fen. Arm­band­uh­ren und Han­dys sind daher bei öffent­li­chen Ter­mi­nen ver­pönt. Aber das sind schließ­lich nur Rah­men­be­din­gun­gen. Ins­ge­samt geht es auch hier um den Spaß an einer beson­de­ren Ver­an­stal­tung teil­neh­men zu kön­nen, dabei gewe­sen zu sein, Kon­tak­te zu knüp­fen, sich mit Gleich­ge­sinn­ten aus­zu­tau­schen. Und was die Soes­ter selbst angeht: wie könn­te man anschau­li­cher, leb­haf­ter und nach­hal­ti­ger Bekannt­schaft mit der eige­nen Geschich­te machen und sich mit „sei­ner” Stadt iden­ti­fi­zie­ren?!

Schließ­lich bie­tet die wun­der­schö­ne his­to­ri­sche Kulis­se der Soes­ter Alt­stadt mit ihren Fach­werk­häu­sern und Grün­sand­stein­kir­chen die per­fek­te Kulis­se, wie sie sich Büh­nen­bild­ner nicht bes­ser aus­den­ken könn­ten – inklu­si­ve der wuch­ti­gen Stadt­mau­ern, vor denen der „Sturm auf die Stadt” in einer der platz­tech­nisch größ­ten Insze­nie­run­gen bun­des­weit nach­ge­stellt wird. Sie zeigt, wie das Söld­ner­heer des Köl­ner Erz­bi­schofs ver­sucht, die wuch­ti­gen Wall­an­la­gen der Stadt zu über­win­den. Ein wei­te­rer Höhe­punkt ist der fest­li­che Ein­zug des Her­zogs von Kle­ve mit anschlie­ßen­der Hul­di­gungs­sze­ne.

Wäh­rend am Fuß des Stadt­walls, ent­lang der Gräf­te, wie­der Heer­la­ger ein­ge­rich­tet wer­den, war­ten auf die Besu­cher in der Alt­stadt noch mehr Händ­ler, Gauk­ler und Musi­kan­ten als beim letz­ten Mal und bie­ten Spiel, Spaß und Unter­hal­tung für die gan­ze Fami­lie.

Auf sie­ben klei­nen Büh­nen, bzw. auf den Stra­ßen und Plät­zen wer­den Spiel­sze­nen und klei­ne Thea­ter­stü­cke auf­ge­führt, unter­hal­ten Musik- und Tanz­grup­pen Akro­ba­ten ihr Publi­kum mit unge­wöhn­li­chen Dar­bie­tun­gen für Augen und Ohren. Dass dabei auch schon mal die Zuschau­er mit ein­be­zo­gen wer­den, ver­steht sich von selbst. Die Akti­vi­tä­ten im Her­zen der Alt­stadt wur­den ver­dich­tet und die Innen­stadt wird dies­mal ver­stärkt als beglei­ten­de Spiel- und Insze­nie­rungs­flä­che für den „gro­ßen Sturm auf die Stadt” mit Thea­ter­sze­nen mit ein­be­zo­gen.

Dar­über hin­aus gibt es aber auch noch wei­te­re Son­der-Ver­an­stal­tun­gen wie das Wan­del­kon­zert durch Soes­ter Kir­chen mit Musik und Gesang aus dem 15. Jahr­hun­dert inkl. ent­spre­chen­der Jazz-Ver­to­nung. Dem Thea­ter­stück „Mei­er Helm­brecht” (drei Auf­füh­run­gen), liegt eine Ver­sno­vel­le aus dem 13. Jahr­hun­dert zugrun­de. Es stellt eine Para­bel auf die Zeit der Feh­de dar. Und schließ­lich „Johann von Soest”, ein sze­ni­sches Kon­zert mit den Sän­ge­rin­nen von Trio­fio­re und wei­te­ren musi­ka­li­schen Gäs­ten. Ver­schie­de­ne Akteu­re der frü­he­ren Insze­nie­rung, wie z.B. die Regis­seu­re Micha­el Ritz und Kai Schu­bert sind auch dies­mal wie­der mit an Bord. Der Vor­ver­kauf für die genann­ten Ver­an­stal­tun­gen läuft bereits. Tickets für den „Gro­ßen Sturm auf die Stadt von Juli 1447” sind bun­des­weit über das Ticket­sys­tem CTS erhält­lich.

„Wir erwar­ten Mit­tel­al­ter­grup­pen aus Deutsch­land, Hol­land, Tsche­chi­en, Bel­gi­en und Frank­reich, die auf­grund der hohen Attrak­ti­vi­tät der Ver­an­stal­tung 2013 unbe­dingt wie­der dabei sein woll­ten” erläu­tert Micha­el Schiewe vom Ver­an­stal­tungs­bü­ro. Wei­te­re Teil­neh­mer stam­men aus Öster­reich, der Schweiz, Däne­mark, Groß­bri­tan­ni­en, Polen, Russ­land, Schwe­den und Ungarn.

„Bereits mit einer Woche Vor­lauf zum Ver­an­stal­tungs­wo­chen­en­de wird als Hin­füh­rung zur Ver­an­stal­tung ab dem 27. Juli 2013 die Soes­ter Feh­de mit ver­schie­de­nen Vor­trä­gen, Kon­zer­ten, Füh­run­gen und Aus­stel­lun­gen einen Bogen zwi­schen Mit­tel­al­ter und Moder­ne schla­gen” ergänzt Dr. Frie­der Schütz vom Soes­ter Kul­tur­fo­rum.

Die Soes­ter Feh­de lebt von dem enor­men bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ment sei­ner Akteu­re, von rund 500 Soe­s­tern und eben­so vie­len Mit­tel­alter­freun­den aus der nähe­ren und wei­te­ren Umge­bung sowie aus dem Aus­land. Ver­schie­de­ne Ver­ei­ne haben sich inzwi­schen gegrün­det (der größ­te mit fast 200 Mit­glie­dern), mit Unter­ab­tei­lun­gen wie der Rei­te­rei oder Rit­tern, nicht zu ver­ges­sen die unver­gleich­lich akti­ve Klei­der­schnei­de­rei, die Soest ihr Eigen nen­nen darf. Viel Zeit, per­sön­li­ches Enga­ge­ment – und natür­lich auch der ein oder ande­re Euro für die ent­spre­chen­de Gewan­dung – wer­den von den pri­va­ten Soes­ter Akteu­ren auf­ge­wandt, um sich hier stil­ge­recht zu betei­li­gen.

Das kom­plet­te Pro­gramm im Detail gibt’s im Inter­net unter www.soesterfehde.de und www.facebook.com/soester.fehde .

Ein Pro­gramm-Fly­er ist erhält­lich bei: Tou­rist Infor­ma­ti­on Soest, Teichs­müh­len­gas­se 3, 59494 Soest Tele­fon 02921–663500 50 / Fax 02921–663500 99 willkommen@soest.de Schirm­herr der Soes­ter Feh­de 2013: Dr. Wolf­gang Kirsch, Direk­tor des Land­schafts­ver­ban­des West­fa­len-Lip­pe