60 infor­mier­ten sich über Kraft-Wärme-Kopplung

2. April 2014
von Redaktion
Das Foto zeigt von links: Petra Schaller, Marcus Müller, Michael Rebbert, Landrat Thomas Gemke, Reiner Timmrech und Ulrike Jostmann. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Das Foto zeigt von links: Petra Schal­ler, Mar­cus Mül­ler, Micha­el Reb­bert, Land­rat Tho­mas Gemke, Rei­ner Timm­rech und Ulri­ke Jost­mann. Foto: Hen­drik Klein/​Märkischer Kreis

Mär­ki­scher Kreis. (pmk) . Die Kraft-Wär­me-Kopp­lung bie­tet gute Mög­lich­kei­ten, Ener­gie effi­zi­en­ter zu nut­zen. Wie es geht, erfuh­ren mehr als 60 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer bei einer Info-Ver­an­stal­tung im Lüden­schei­der Kreishaus.

Groß war das Inter­es­se an der Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung zum The­ma „Kraft-Wär­me-Kopp­lung – Nut­zungs­mög­lich­kei­ten“. Dazu konn­te Land­rat Tho­mas Gemke mehr als 60 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer begrü­ßen. Es war die fünf­te Ver­an­stal­tung in der Rei­he „Erneu­er­ba­re Ener­gien“, zu denen der Kreis zu ein­ge­la­den hat­te. Hin­ter­grund ist das Ziel der Lan­des­re­gie­rung, den Anteil von Strom aus der Kraft-Wär­me-Kopp­lung von zur­zeit 13 Pro­zent auf min­des­tens 25 Pro­zent im Jahr 2020 zu erhö­hen. Das Poten­ti­al sei vor­han­den, lei­der sei die Tech­no­lo­gie noch nicht hin­rei­chend bekannt.

 

Vier Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten nah­men sich des viel­schich­ti­gen The­mas an. Micha­el Reb­bert vom Sen­er­Tec-Cen­ter aus Lüden­scheid stell­te den inter­es­sier­ten Zuhö­rern die Grund­la­gen von hoch­ef­fi­zi­en­ten KWK-Anla­gen mit Blick auf deren Wirt­schaft­lich­keit und den Umwelt­schutz vor. Er erläu­tert die Grund­la­gen der Tech­nik, bei der die ein­ge­setz­te Pri­mär­ener­gie wie Gas oder Heiz­öl wesent­lich effek­ti­ver genutzt wer­den kann. Der Wir­kungs­grad lie­ge bei 80 bis 90 Pro­zent. Bei her­kömm­li­cher getrenn­ter Erzeu­gung von Strom und Wär­me sei­en es nur 40 bis 60 Pro­zent. Gleich­zei­ti­ge Erzeu­gung sei ver­gleich­bar mit einem PKW, der durch sei­nen Antrieb Wär­me für die Hei­zung und Strom für die Licht­ma­schi­ne produziere.

 

Mar­cus Mül­ler, Kli­ma-Netz­wer­ker der Ener​gie​Agen​tur​.NRW, mach­te auf das „KWK-Impuls­pro­gramm“ auf­merk­sam, stell­te des­sen Poten­tia­le, die Ein­satz­mög­lich­kei­ten und deren För­de­rung vor. Sei­ner Mei­nung nach gibt es noch ein gro­ßes aus­zu­schöp­fen­des Poten­ti­al – sowohl für Fir­men als auch für Pri­vat­per­so­nen. Wobei die Nut­zung für gro­ße Flä­chen wirt­schaft­li­cher sei als etwa für ein Einfamilienhaus.

 

Ulri­ke Jost­mann, Kli­ma­schutz­be­auf­trag­te Stadt Iser­lohn, berich­te­te über den Lan­des­wett­be­werb KWK-Modell­kom­mu­ne. Iser­lohn wur­de als eine von 20 aus 51 Bewer­bern aus der ers­ten Pha­se aus­ge­wählt. Nun wer­de im zwei­ten Schritt ein Fein­kon­zept erstellt. Es gehe um fünf Mil­lio­nen Euro, die in die Umset­zung flie­ßen könn­ten, denn im Jahr 2017 soll nach­ge­wie­sen wer­den, dass das Kon­zept auch rea­li­siert wurde.

 

Rei­ner Timmreck von den Stadt­wer­ken Iser­lohn führ­te wei­te­re Details zu „Iser­lohn – KWK-Modell­kom­mu­ne“ aus. So sei bei­spiels­wei­se geplant, dass soge­nann­te Wär­mein­seln mit Nah­wär­me und Stadt­tei­le mit Fern­wär­me ver­sorgt wer­den sollen.

 

Die nächs­te Ver­an­stal­tung fin­det am 28. Okto­ber im Lüden­schei­der Kreis­haus statt und wird das The­ma „Geo­ther­mie – Nut­zungs­mög­lich­kei­ten“ haben. Zeit­gleich wird am 27. Okto­ber 2014 die Aus­stel­lung „Mein Haus spart Ener­gie – gewusst wie!“ im Foy­er des Kreis­hau­ses eröffnet.